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Kiss Of The Damned

(USA 2012)

Originaltitel: Kiss Of The Damned
Alternativtitel:
Regie:
Xan Cassavetes
Darsteller/Sprecher: Joséphine de la Baume, Milo Ventimiglia, Riley Keough, Roxane Mesquida, Anna Mouglalis, Michael Rapaport,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Djuna ist eine Vampirin, lebt aber wie die meisten Vampire unserer Zeit ein fast normales Leben innerhalb der menschlichen Gesellschaft. Sie ernährt sich hauptsächlich von Tierblut oder einer synthetischen Alternative. Eines Tages lernt sie den Drehbuchautor Paolo kennen. Die beiden fühlen sich voneinander angezogen und als Djuna ihm ihr Geheimnis offenbart, ist er bereit dazu, sich von ihr zum Vampir machen zu lassen. Überraschend kommt Djunas junge Schwester Mimi zu Besucht, die ganz anders ist, wild und ungestüm und auf gewisse Weise bösartig. Menschliches Blut ist für sie nicht tabu, was die Dreiecksbeziehung in eine Katastrophe steuert…

Mitte der 70er Jahre hatte der klassische, gotische Vampirfilm mit dem damaligen Ende der Hammer Studios sein vorläufiges Ende gefunden. Das Publikum wollte härteren Horror sehen und bis Anfang der 80er Jahre ruhten die Untoten mit den spitzen Zähnen weitgehend. Als in den 80er Jahren wieder Vampirfilme entstanden, hatten sie sich verändert. Mit Werken wie „Begierde“, „The Lost Boys“, „Near Dark“ in den 80ern und in den 90ern „Blade“, Carpenters „Vampire“ oder „Buffy The Vampire Slayer“ wurde das Thema modernisiert und die Vampire wurden Teil der menschlichen Welt, ohne natürlich ihre Blutrünstigkeit zu verlieren. Lediglich Coppolas „Dracula“ und „Interview Mit Einem Vampir“ ließen das alte Gothic-Flair noch einmal aufleben.

Bis in unsere heutige Zeit hat sich das Vampir-Thema hartnäckig in der Filmwelt gehalten („Underworld“…), wobei es inzwischen auch immer wieder Rückbesinnungen auf klassische Motive gibt. Xan Cassavaetes hat 2012 mit ihrem Debütfilm eine interessante Mischung aus alt und neu produziert, die Vampirfans zumindest interessieren dürfte, manchen vielleicht sogar begeistern.

In „Kiss Of The Damned“ leben die Vampire in die menschliche Gesellschaft eingegliedert ein ruhiges Leben. Klar, sie müssen sich vom Sonnenlicht fernhalten und der Blutdurst kommt in mancher Situation immer noch hervor, im Großen oder Ganzen fallen sie aber kaum auf. Doch natürlich gibt es, wie in jeder Gesellschaft, Rebellen – hier in Form von „Mimi“ – die das Angepasstsein ablehnen und ihren eigenen Weg gehen wollen. Klar, Motive vom Rock´n´Roll über die 68er Generation bis hin zum Punk der 70er, nur eben im Horrorgewand. Und so muss man „Kiss Of The Damned“ in erster Linie als Drama verstehen. Der Blutanteil ist so auch relativ gering, wenn allerdings was gezeigt wird, ist das schon sehr explizit und teilweise sogar gorig. Statt den Film aber in Splatterszenen zu ersäufen tritt bei Cassavetes Film der klassische erotische Aspekt der Vampire deutlich in den Vordergrund, inklusive einiger gut gedrehter Sexszenen, die aber niemals billig erscheinen.

Bei der Besetzung stechen weder Josephine de la Baume als spröde „Djuna“, noch Milo Ventimigli als überwiegend rationaler, unemotionaler „Paolo“ hervor. Beide liefern eine solide Leistung ab, haben aber kaum eine Chance gegen die dankbarere Rolle der „Mimi“, die von Roxane Mesquida überzeugend und voller Energie gespielt wird. Sie schafft es, die Figur trotz aller Bösartigkeit dem Zuschauer in gewisser Weise sympathisch zu machen. Kein Wunder, will doch fast jeder hin und wieder aus seinem Alltag ausbrechen und mal etwas rebellisch sein. Dass Mesquida auch noch ausgesprochen hübsch ist und dies in voller Pracht auch zeigen darf, ist ein zusätzlicher Pluspunkt. In kleinen, aber effektiven Rollen überzeugen auch Riley Keough und Anna Mouglalis, letztere als mondäne „Anführerin“ der Vampirgesellschaft.

Bei der Ausstattung und der Kameraführung gibt der Film keinen Anlass zur Kritik. Zwar hätten die Bilder hier und da noch etwas opulenter und atmosphärischer sein dürfen, aber zumindest gibt es keine „modernen“ Schnitt- und CGI-Gewitter. Insgesamt profitiert „Kiss Of The Damned“ von seinem ruhigen Lauf und erinnert so mehr an einen Film der 70er Jahre als an die 90er. So gesehen ist er vermutlich eher für Fans des klassischen Vampirfilms geeignet, obwohl er überhaupt nicht altmodisch erscheint. Trotzdem hätte es gerne etwas blutiger und in den Sexszenen expliziter sein dürfen, dann wäre vielleicht ein kleiner Kultfilm entstanden. In anderen Kritiken wurde „Kiss Of The Damned“ ab und zu mit dem wunderbaren „So Finster Die Nacht“ verglichen, was nicht ganz falsch ist, was die Stimmung angeht, doch daran reicht der Film dann doch nicht heran. Positiv erwähnenswert ist auch der Soundtrack, der einige klassische Klavierstücke enthält, aber auch experimentellere Klänge und überraschenderweise das Stück „Hexen Leben Länger“ von 1982 der deutschen Punkband Der Fluch.

Die deutsche Blu Ray ist bei Capelight erschienen, was meist für eine einwandfreie Umsetzung bürgt. Ungewöhnlicherweise für einen relativ kleinen, aktuellen Film, wurde auf 35mm Filmmaterial gedreht, was dem ganzen einen natürlichen Look verleiht und weit weg ist, von der sonst heute vorherrschenden sterilen Digital-Ästhetik. Das Bild ist scharf und detailreich und auf hohem Niveau. Der Ton ist ebenfalls auf gutem Niveau, wobei der Film eher dialoglastig und ruhig ist und kaum größere Soundeffekte vorkommen. Die deutsche Synchronisation ist solide. Deutscher und englischer Ton und entsprechende Untertitel sind Standard.

Im Mittelpunkt des Bonusmaterials steht der Audiokommentar der Regisseurin, der allerdings zwischendurch immer mal wieder Leerlauf hat und ärgerlicherweise nicht deutsch untertitelt wurde. Dazu gibt es diverse Interviews und einen Trailer. (A.P.)



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- Kiss Of The Damned (USA 2012)

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