//GOOGLE ANALYTICS // FACEBOOK

Impressum

-
ALLE FILME VON A-Z ...

GENRES
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
ACTION / ABENTEUER
THRILLER / KRIMI
KOMÖDIE
SCIENCE FICTION / FANTASY
HORROR / SPLATTER / MYSTERY
DRAMA
KINDER / JUGEND
MUSIK / MUSICAL
KRIEG
EROTIK
WESTERN
ANIMATION
DOKUMENTATION / KURZFILM
FERNSEHSERIEN
HÖRSPIELE / HÖRBÜCHER
BÜCHER
SOUNDTRACK

DIE 25 NEUESTEN KRITIKEN
- Es
(USA 2017)
- The Mermaid
(China 2016)
- Twin Peaks - Staffel 3
(USA 2017)
- Finding Ms. Right
(USA 2012)
- Megavixens
(USA 1970)
- Metalhead
(Island 2011)
- Frankensteins Fluch
(Großbritannien 1957)
- Er ist wieder da
(Deutschland 2015)
- Der Perser Und Die Schwedin
(England, Schweden 1961)
- Dienerinnen Des Satans
(Frankreich, Belgien 1973)
- Gigant Des Grauens
(USA 1958)
- Die Rache Des Hauses Usher
(Frankreich, Spanien 1988)
- My Summer Of Love
(Großbritannien 2004)
- Killjoys - Space Bounty Hunters - Staffel 1
(Kanada 2015)
- Drones
(USA 2013)
- Falling Skies - Staffel 1
(USA 2011)
- Midnight Special
(USA 2016)
- Dorian Hunter – Dämonenkiller – Episodenführer Folge 31-40 (Hörspielserie)
(BRD ab2016)
- Gespenster-Krimi (Contendo Media) - Episodenführer Folge 01-10
(BRD ab2015)
- Who Am I - Kein System ist sicher
(Deutschland 2014)
- Geschichten aus der Gruft - Staffel 1
(USA 1989)
- Bad Neighbors 2
(USA 2016)
- Nachtasyl
(Japan 1957)
- Die Mächte des Lichts
(USA 1982)



Draculas Gast

(USA 2008)

Originaltitel: Dracula´s Guest
Alternativtitel: Bram Stokers Dracula – Die Brut Des Bösen
Regie:
Michael Feifer
Darsteller/Sprecher: Wes Ramsey, Andrew Bryniarski, Kelsey McCann, Dan Speaker, Ryan ChristiansenCaia Coley,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Der junge Immobilienmakler Bram Stoker soll dem rumänischen Grafen Dracula in England ein burgartiges Anwesen vermitteln. Als Stoker den Vater seiner Geliebten Elisabeth um ihre Hand bittet und dieser erst eine einjährige Probezeit fordert, flieht die junge Frau aus dem elterlichen Haus und wird durch den düsteren Grafen in seine Heimat entführt. Stoker macht sich sofort auf die Suche nach seiner Geliebten und auch Elisabeths Vater Admiral Murray, der ein heimlicher Vampirjäger ist, will den Vampir zur Strecke bringen. Dieser hat inzwischen Elisabeth ihrer Junfräulichkeit beraubt. In den düsteren Karpaten kommt es zum finalen Duell der beiden Engländer mit Dracula…

„Draculas Gast“ beruht angeblich auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Bram Stoker, die eigentlich eine Art Prolog zu seinem großen Roman „Dracula“ ist. Allerdings wird die Geschichte um Jonathan Harker, der in Deutschland während seiner Reise zum Grafen auf ein Vampirdorf stößt, sehr frei interpretiert. Warum aus Jonathan Harker im Film Bram Stoker wird, der aber mit dem Autor nichts zu tun hat, weiß wohl auch nur Regisseur und Drehbuchautor Michael Feifer. Zudem führt er mit Admiral Murray eine Figur ein, die in der Vorlage nicht vorkommt und wohl nicht zufällig an Professor Abraham van Helsing erinnert.

Das wäre alles nicht schlimm, wenn dabei ein guter Gruselfilm herausgekommen wäre. Nun, ganz so schlecht, wie er in zahlreichen, fast allen, Kritiken beschrieben wird, ist er zum Glück nicht – leider aber auch nicht viel besser. „Draculas Gast“ ist eine absolute Billigproduktion, offenbar von Leuten, die wohl dachten, mit dem Namen des berühmtesten Vampirs könnte man leicht etwas Geld verdienen, ohne dafür viel zu investieren oder gar filmisches Talent zu haben. Das große Problem von „Draculas Gast“ ist, dass der Film einfach nicht gruselig ist, nicht sexy und nicht blutig – alles Vorraussetzungen, die ein Vampirfilm eigentlich zumindest ansatzweise erfüllen muss. Hier gibt es gerade mal einen angedeuteten Vampirbiss, keinen Tropfen Blut und nur einmal eine leichte Andeutung von Erotik in Form eines minimal freizügigen Kleides.

Die sehr schlichte Ausstattung, die eher hölzernen Darsteller und grobe Regiefehler (Steckdosen in Draculas Schloss!), sowie die fehlende Spannung und das mäßige Tempo (der Schwertkampf im Finale!) machen das Werk eigentlich zu einer Lachnummer – wenn es sich doch selbst nicht so gnadenlos Ernst nehmen würde. Was das Scheitern des Films aber komplett macht, ist der total unüberzeugende Dracula. Da ist noch nicht mal das Problem, dass er leicht übergewichtig erscheint und (optisch) offenbar Mitglied einer Gothic-Metal-Band ist, sondern dass ihm jedes Charisma fehlt, das für den Vampirfürsten aber essenziell wäre.

Auf der dünnen Haben-Seite stehen ein paar gute Szenen – na ja, hauptsächlich die im Vampirdorf, wo dem Kameramann fast (Betonung auf: fast) ein paar gute Aufnahmen gelungen sind – und die hin und wieder ganz gute musikalische Untermalung. Die erwähnte Szene in dem Dorf ist dann eigentlich auch die einzige Verbindung zur „Draculas Gast“-Kurzgeschichte. Interessanterweise gibt es in einem Gasthof noch eine Szene, die offensichtlich von Bram Stokers Kurzgeschichte „Rattenbegräbnis“ inspiriert ist und tatsächlich einen der wenigen leicht atmosphärischen Momente des Films bietet.

Man kann es aber trotzdem nicht anders sagen, als dass „Draculas Gast“ eine Offenbarung totalen filmischen Unvermögens aller Beteiligten ist und es dürfte sehr wahrscheinlich sein, dass hier auch mit größerem Budget kein besserer Film herausgekommen wäre. Ohne den Namen Dracula könnte man das Werk als einen von unzähligen billigen Vampirfilmen abhaken, so aber zieht er den Namen des bekanntesten aller Vampire und gleich noch den seines Schöpfers Bram Stoker in den Dreck. Kann nicht einmal als Trash mit unfreiwilliger Komik unterhalten. Im besten Falle greifen Vampirfilm-Komplettisten zu und lassen den Film nach einmaligem Ansehen „der Vollständigkeit halber“ dann für alle Zeiten im Regal verstauben.

Die deutsche Blu Ray ist bei Tiberius Film unter dem alternativen Titel „Bram Stokers Dracula – Die Brut Des Bösen“ erschienen. Zuvor gab es eine Veröffentlichung von Sunfilm als „Draculas Gast“. Die Wiederveröffentlichung von 2015 sollte sich vermutlich an den (überschaubaren) Erfolg von „Dracula Untold“ anschließen. Das Covermotiv sieht ganz schick aus und lässt mehr Erhoffen, als am Ende geboten wird. Die Bildqualität ist in Ordnung, wobei die etwas blassen Farben wohl als Stilmittel gewollt sind. Deutscher und englischer Ton und deutschsprachige Untertitel sind Standard, wobei die Synchronisation zwar nicht überragend ist, aber auch nicht völlig misslungen, wie bei so vielen anderen Billigfilmen. Als Bonus gibt es lediglich den Trailer. (A.P.)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von Michael Feifer in dieser Datenbank:

- B.T.K (USA 2008)
- Boston Strangler, The - Die wahre Geschichte des Killers DeSalvo (USA 2008)
- Draculas Gast (USA 2008)
- Ed Gein (2007) (USA 2007)
- Chicago Massacre - Richard Speck (USA 2007)