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The Void

(USA 2016)

Originaltitel: Void, The
Alternativtitel:
Regie:
Jeremy Gillespie, Steven Kostanski
Darsteller/Sprecher: Aaron poole, Kathleen Munroe, Ellen Wong, Kenneth Welsh, Art Hindle, Daniel Fathers, Stephanie Belding, Amy Groening,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Kleinstadt-Cop Daniel Carter entdeckt nachts auf Streife einen schwer verletzten jungen Mann auf der Straße und fährt ihn ins nächstgelegene Krankenhaus. Da es in dem Krankenhaus vor Kurzem einen Brand gegeben hat, ist nur die Notaufnahme mit Minimalbesetzung geöffnet. Als eine Krankenschwester einen Patienten ermordet und Carter sie erschießt, als sie auch ihn angreift, tauchen unheimliche Gestalten in weißen Kutten vor der Klinik auf und belagern die kleine Gruppe von Krankenhausmitarbeitern und Patienten. Für diese beginnt eine Nacht des Grauens...

Ein typischer „kleine Gruppe unterschiedlicher Menschen gerät in eine ausweglose Lage“-Film, zumindest, wenn man die Story von „The Void“ liest. Und ja, die Geschichte bietet kaum Überraschungen oder Neues. Trotzdem hat der Film jede Menge Vorschusslorbeeren bekommen. Zu Recht, weil er wirklich alles richtig macht. Dies ist der Film, den John Carpenter sicher gerne mal wieder drehen würde, enthält er doch nicht nur von der Ausgangssituation („Assault - Anschlag bei nach“), sondern auch was den Splatterfaktor („Das Ding aus einer anderen Welt“) und die Atmosphäre angeht („Halloween“, „The Fog - Nebel des Grauens“) jede Menge Querverweise auf den Altmeister des Horrorfilms.

„The Void“ ist nicht mehr und nicht weniger, als der beste ernste Horrorfilm seit Jahren, etwas vergleichbar mit „Let Us Prey“, aber noch weitaus atmosphärischer und konsequenter. Dazu ein Blutgehalt - teilweise wird es richtig gorig -, der noch vor wenigen Jahren eine ungekürzte FSK-Freigabe sicher verhindert hätte, heute aber mit einer 16 durchgekommen ist. Die Zeiten haben sich glücklicherweise geändert.

Was „The Void“ aber so gut macht, ist nicht in erster Linie der Splatterfaktor, sondern die durchgehende Ernsthaftigkeit - kein einziger Witz im ganzen Film - und Ironiefreiheit. Das ist der große Unterschied zu sonstigen modernen Horrorfilmen, die fast immer selbstreferenziell im Stile von „Scream“ sind. „The Void“ will keine ironische Brechung von Klischees bieten, sondern einfach nur den Zuschauern schocken und damit unterhalten - das also, was einen Horrorfilm im eigentlichen Sinne ausmacht. Kein befreiendes Lachen, keine falschen Fährten - wenn ein unheimliches Geräusch zu hören ist, springt keine Katze aus dem Schrank und liefert somit Erleichterung, sondern es passiert wirklich etwas - und keine unrealistisch handelnden Figuren. Nur ein kleiner „Last Scare“ und kein Endkampf, in dem „der Bösewicht“ noch dreiml wieder aufsteht, nachdem er besiegt scheint. Tatsächlich verhalten sich die Charaktere, die allerdings kaum Tiefe erhalten, im Grunde immer nachvollziehbar und nicht wie sonst in den meisten Filmen völlig irrational. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, denn es handelt sich schließlich um einen Horrorfilm, was ja an sich schon Irrationalität beinhaltet.

Filmisch gibt es wenig auszusetzen. Handwerklich passt alles und die Macher haben ihre Lektionen bei den Horrorfilmen der 80er Jahre gelernt. Einige sehr gute Bilder wurden von der Kamera eingefangen und die Effekte sind überwiegend handgemacht und überzeugend. Sehr erwähnenswert ist auch der Soundtrack, der einmal mehr an John Carpenter denken lässt. Obwohl viele „Regeln“ eingehalten werden, wirkt der Film frisch und unverbraucht. Es gibt Anspielungen, die Horrorfans fröhlich erraten können - eine sehr offensichtliche ist das Ende, das sehr genau Lucio Fulcis „Geisterstadt der Zombies“ zitiert. Auch sonst gibt es so einige Einflüsse von Gothic-Horror-Meister H.P. Lovecraft. Das Grauen ist apokalyptisch und irgendwie „kosmisch“ und Tentakel gibt es auch. Ein paar Ähnlichkeiten - nur ohne den Humor und Trashgehalt - gibt es dann auch zu Stuart Gordons Lovecraft-Verfilmungen.

Auch, wenn der Film am Anfang scheinbar in Richtung Terror-Film tendiert, wird er nach einer Viertelstunde zu einem puren Horrorfilm, der tatsächlich gruselig und, wie erwähnt, richtig schön splatterig ist. Das Setting in einem weitgehend verlassenen Krankenhaus könnte auch aus einer frühen Stephen King-Kurzgeschichte stammen und den einen oder anderen David Cronenberg-Film haben die Regisseure sicher auch im Regal stehen. Man stelle sich vor, John Carpenter würde eine der Geschichten aus Clive Barkers „Büchern des Blutes“ verfilmen. Da fallen einem doch direkt die ersten beiden ernsthaften „Hellraiser“-Filme ein und diese dürften ganz sicher zu den Inspirationen für „The Void“ zählen. Wer diese mochte, muss hier unbedingt auch zugreifen!

„The Void“ erscheint auf DVD und Blu Ray bei Ascot Elite. Die Bild- und Tonqualität der Presse-DVD ist einwandfrei für solch einen relativ kleinen Film. Vorhanden ist hier lediglich deutscher Ton, aber keine Untertitel. Bonusmaterial wird nicht geboten. Die normale Kauf-DVD und -Blu Ray sind natürlich etwas besser ausgestattet. Eine schöne Special-Edition wäre hier aber wirklich wünschenswert. (A.P.)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von Jeremy Gillespie, Steven Kostanski in dieser Datenbank:

- Void, The (USA 2016)