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Blade Runner 2049

(Großbritannien, Kanada USA 2017)

Originaltitel: Blade Runner 2049
Alternativtitel:
Regie:
Denis Villeneuve
Darsteller/Sprecher: Ryan Gosling, Harrison Ford, Ana de Armas, Jared Leto, Mackenzie Davis, Sylvia Hoeks, Lennie James, Carla Juri, Robin Wright, Dave Bautista, Edward James Olmos,
Genre: - Science Fiction/Fantasy


Im Jahr 2049. Nach dem „Blackout“ sind fast alle Daten vernichtet worden. Der Industrielle Niander Wallace hat die Tyrell-Corporation gekauft und stellt nun eine neue Generation von Replikanten her. Diese sind folgsamer als die alten und weniger individuell. Der Replikant K arbeitet als Blade Runner und sucht alte Modelle, um sie zu eliminieren. Als er wieder ein solches vernichtet, findet er in einer Kiste Überreste einer Frau,die selbst ein Replikant war, aber ganz offensichtlich ein Kind zur Welt gebracht hat. So etwas hat es noch nie gegeben und ist natürlich auch extrem gefährlich. K erhält den Auftrag, das Kind zu suchen und zu töten. Und Schweigen zu bewahren, damit niemand etwas davon mitbekommt. Doch Wallace erfährt davon und beginnt sich dafür zu interessieren, wie Replikanten Kinder zeugen können und schickt die Kampf-Replikantin Luv auf den Plan. K findet heraus, dass die Überreste der Frau von der Replikantin Rachael stammen, die einst mit Deckart floh. So macht er sich auf die Suche sowohl nach dem Kind als auch nach Deckart...

Man muss es vorweg sagen: „BLADE RUNNER 2049“ ist für mich der Film des Jahres. Es erfreut so sehr, dass sich die Produzenten darüber hinweggesetzt haben, Hollywood-Popcorn-Kino zu machen, sondern ganz in die Fußstapfen von damals zu treten und dabei eine sehr gute Geschichte zu erzählen, die die alte weiterentwickelt. Und dass das dann kein Riesenerfolg in den Kinos wird und die Allerwelts-Kinofans hier nicht reinschauen werden, war vorprogrammiert, und eben deshalb kann man den Mut der Macher nur loben. Hier ging tatsächlich Kunst vor Kommerz. Manch einer wird sich langweilen, gerade bei der sehr langen Laufzeit von über 160 Minuten, doch Fans des ersten Teils dürften eigentlich vollauf befriedigt werden. Das Ganze ist ein Augenschmaus erster Güteklasse, wie sein Vorgänger düster und neonhell, die Effekte und Kulissen wirken fast immer handgemacht, und Harrison Ford in einer seiner Paraderollen wiederzusehen, ist perfekt, vor allem, weil er wahrscheinlich noch nie so gut gespielt hat.
Die Art, wir das Los Angeles in Szene gesetzt wurde, begeistern darüber hinaus sehr. Besonders eine der ersten entsprechenden Szenen hat es mir angetan: Da schwebt die Kamera nachts über der Stadt und man denkt, das sieht ja aus wie heute. Also kleine Einzelhäuser in der Peripherie und Downtown dann Hochhäuser. Dann sieht man aber, dass die kleinen Häuser nur die Dächer von Hochhäusern sind und alle Straßen tiefe Straßenschluchten. Und dass die Hochhäuser Downtown einfach die anderen Hochhäuser überragen. Und dann muss man noch unbedingt die Musik erwähnen, die ganz im Stile des damaligen Vangelis-Soundtracks daherkommt und analoge Synthesizer-Sounds präsentiert. Abgrundtiefe Begeisterung meinerseits, den Film muss man unbedingt gesehen haben, und möglichst auf der großen Leinwand. (Haiko Herden)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


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