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Ein Kind zu töten

(Spanien 1976)

Originaltitel: ¿Quién puede matar a un niño?
Alternativtitel: Scream / Tödliche Befehle aus dem All
Regie:
Narciso Ibáñez Serrador
Darsteller/Sprecher: Lewis Fiander, Prunella Ransome, Antonio Iranzo, Miguel Narros, María Luisa Arias, Marisa Porcel,
Genre: - Thriller - Horror/Splatter/Mystery


Tom und seine schwangere Frau Evelyn machen einen kleinen Urlaub ohne die Kinder irgendwo in Südspanien. Sie wollen ein bisschen Ruhe und mieten deshalb ein Boot, um auf die Insel Almanzora zu fahren, auf der nur wenige Leute in einem kleinen Ort wohnen. Dort angekommen müssen sie aber feststellen, dass das Dorf menschenleer ist. Dann allerdings ändert sich die Lage, als sie erkennen, dass nur die Erwachsenen nicht mehr da sind, die Kinder allerdings schon. Und dann wird ihnen auch schon bald klar, warum das so ist: Die Kinder sind von irgendetwas besessen und haben alle Erwachsenen getötet. Und auch Tom und Evelyn sollen nun daran glauben. Doch keiner der beiden ist in der Lage, sich zu wehren und ein Kind zu töten...

Beim Anschauen dieses Filmes kommen einem sofort „EDEN LAKE“, „DORF DER VERDAMMTEN“ als auch „KINDER DES ZORNS“ in den Sinn. „EIN KIND ZU TÖTEN“ allerdings ist etliche Jahre früher produziert worden. Und stellt die Frage: Was braucht es, dass man in der Lage ist, ein Kind zu töten? Eine schreckliche, verstörende und schockierende Frage, ganz ohne Zweifel. Schockierend auch die ersten Minuten des Filmes, der Vorspann sozusagen. Hier gibt es eine Rundreise durch die Geschichte des Krieges der letzten Jahrzehnte. Von Erwachsenen initiiert, die Leidtragenden aber sind immer die Kinder. Ganz brutal und mit drastischen Dokumentaraufnahmen wird dies dem Zuschauer vor den Kopf geknallt.

Auf eine Erklärung, warum die Kinder in diesem Film hier so geworden sind wie sie sind, wird verzichtet. Das ist wahrscheinlich auch gut so, denn das macht den Streifen noch perfider, erbarmungsloser. Die Atmosphäre ist schlimmer als bei jedem Zombiefilm, Untote zu erledigen ist eine Sache, aber Kinder zu töten, die nett lächeln und unschuldig wirken, ist schrecklich. Ganz besonders in einem malerischen Ort unter der warmen Sonne Spaniens. Wirklich fies und voller Nachwirkungen ist „EIN KIND ZU TÖTEN“, intensiv, niederschmetternd und voller irritierender Kontraste. (Haiko Herden)



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