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Dorian Hunter – Dämonenkiller – Episodenführer Folge 41-50 (Hörspielserie)

(BRD ab2019)

Originaltitel: Dorian Hunter – Dämonenkiller – Episodenführer Folge 41-50 (Hörspielserie)
Alternativtitel:
Regie:
Dennis Ehrhardt
Darsteller/Sprecher: Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Volker Hanisch, Andrea Pani Laura, Gerhard Garbers, Sidney Martins, Kirstin Hesse, Karyn von Ostholt, Alexandra Lange, Jan Jimmy Martins Pereira, Henry König, Frank Gustavus, Dirk Petrick, Ursula Sieg, Stefan Krause, Gerrit Schmidt-Foß, Peter Kaempfe, Bianca Krahl, Bernd Vollbrecht, Katrin Decker, Nicolas König, Tobias Lelle, Janis Zaurins, Bernd Stephan, Oliver Stritzel, Tim KreuerRegina Lemnitz, Karin Rasenack, Julian Greis, Jarow, Kurono, Lotta Doll, Iris Artajo, Hartmut Becker, Jan-David Rönfeldt, Sven Plate, Frank Felicetti, Walter Gontermann, Bodo Wolf, Manfred Liptow, Laura Ehrich, Eva Michaelis, Jesse Grimm, Wolfgang Wagner, Robert Knorr, Fanny Krausz, Simone Fuith, Christian Gaul, Octavian Willixhofer, Heinz Trixner, Douglas Welbat, Kathrin Beck, Leon Blaschke, Manuel Sefciuc, Oliver Rosskopf, Toini Ruhnke, Carmen-Maja Antoni, Lutz Riedel, Kathrin Beck, Ela Nitzsche, Erik Schäffler, Sarah Madeleine Tusk, Ernst-August Schepmann, Torben Liebknecht, Michael von Rospatt, Rajvinder Singh, Liza Ohm, Monica Bielenstein, Stephanie Kellner, Konstantin Graudus, Detlef Bierstedt, Martin Flavio Nunez, Manuel Sanchez-Fraguas, Victor Oller ,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery - Horspiel/Hörbuch


Dorian Hunter – Dämonenkiller – Episodenführer Folge 41-50 (Hörspielserie)


Folge 41.1 / 41.2 – MACUMBA / PENTHOUSE DER SCHWEINE - CDs - 2019 - Zaubermond/Indigo

Nach dem Abenteuer im alten Inka-Reich und der Goldstadt El Dorado verschlägt es Dorian Hunter mit seinem Freund Jeff Parker, dessen Freundin Sacheen und der Traumbild-Inkarnation der Inka-Prinzessin Marucha nach Rio de Janeiro, wo sie der Spur von Michael Zamis und Igor Lipwitz folgen. Dabei stoßen sie aber auf eine völlig neue Gefahr, der von einem schrecklichen Macumba-Kult ausgeht. Wer in die Fänge der Macumba-Priesterin und ihrer Anhänger kommt macht eine furchtbare Verwandlung durch. Natürlich will Hunter das Geheimnis um den Dämon Exu ergründen, doch seine Gegner wollen das nicht einfach so hinnehmen.

Basierend auf dem Heftroman „Die Schweinemenschen von Rio“ - der zwar wie die umgetitelte zweite Folge dieses Zweiteilers recht plump schon einiges verrät, aber zumindest griffiger klingt -, werden die Ereignisse der letzten „Dorian Hunter“-Folgen konsequent weitererzählt. Im wesentlichen hält sich das Dialogbuch diesmal an die Vorlage, muss dabei aber natürlich auch die inzwischen recht massiven Abweichungen und eigenen Erzählstränge berücksichtigen. Das ist insgesamt ganz gut gelungen, so dass die alten Leser wieder etwas besser zufrieden gestellt werden, als es zuletzt manchmal der Fall war.

Die Story um einen Fluch, der unliebsame Menschen in Schweine verwandelt - es ist wohl nicht zuviel gespoilert, da von der ersten Szene an in Verbindung mit dem Titel des zweiten Teils klar ist, um was es geht - ist natürlich ziemlich irre, aber unterhaltsam und nicht allzu trashig umgesetzt. Die Rolle von Jeff Parker und seine Verbindungen zu dem Geheimbund der Freimaurer, rückt hier etwas mehr in den Hintergrund, als im Heftroman. Dafür wird eben der neue Handlungsstrang um die Zamis-Sippe und den Dämonenfürsten Olivaro eingebaut.

Wieder einmal stellt sich die Frage, warum die insgesamt rund 75minütige Geschichte auf zwei CDs aufgeteilt wurde. Vermutlich, um einen rund viertelstündigen Epilog mit dem Titel „Die Liste“ unterzubringen, der auf die in Zukunft folgenden Ereignisse vorbereiten soll. Hier führt die Handlung zurück nach London und zu Bethany Bail, der neuen Chefin der Inquisitionsabteilung des Secret Service. Könnte es sein, dass hier möglicherweise eine eigene Ablegerserie vorbereitet wird, die nichts mehr mit der Original-Romanserie zu tun hat? Man darf gespannt sein, wie sich die Reihe um den „Dämonenkiller“ fort entwickelt.

Schön ist, neben der gewohnt einwandfreien Produktion und Sprecherbesetzung, Altmeister Henry König mal wieder in einer kleinen Nebenrolle zu hören.


Folge 42 – SCHULD UND SÜHNE - CD - 2020 - Zaubermond/Indigo

Nach zahlreichen gefährlichen Abenteuern in Südamerika, bei denen der Dämonenjäger Dorian Hunter auch viel über sich selbst und sein früheres Leben erfahren hat, kehrt er endlich in seine Heimat England zurück. Dort steht ihm aber auch keine Ruhe bevor, denn nach wie vor besteht gegen ihn ein Haftbefehlt und seine Gefährtin Coco Zamis ist verschwunden und scheinbar in den Schoß der Schwarzen Familie zurückgekehrt. Immerhin scheint seine Frau Lilian vom Wahnsinn geheilt zu sein, doch schon bald zeigen sich bei ihr Anzeichen von dämonischer Beeinflussung. Und auch bei der Inquisitionsabteilung des Secret Service läuft noch nicht wieder alles in geregelten Bahnen...viel Arbeit also für den Dämonenkiller.

Nach den interessanten und spannenden Abenteuern in Südamerika ist die Folge „Schuld Und Sühne“ eine Art Übergangs-Episode, die nicht auf einer Romanvorlage basiert und versucht, ein paar der zahlreichen offenen Handlungselemente etwas zu ordnen, was auch dringend nötig ist. In letzter Zeit gab es viele Andeutungen, neue Figuren und Verwirrungen und so beginnt „Schuld Und Sühne“ sinnvollerweise auch mit einer kleinen Zusammenfassung der aktuellen Situation durch die Secret Service-Chefin Bethany Bail, untermalt von stimmungsvoller klassischer Musik. Tatsächlich wird versucht, den in den Romanen so nicht vorkommenden Secret Service-Handlungsstrang zu einem einigermaßen befriedigenden Ende zu bringen, was auch insgesamt gelingt. Dabei erscheint die Folge meist eher wie eine Art Agenten-Thriller mit übernatürlichen Elementen als eine Horror/Fantasy-Geschichte. Dabei tauchen so ziemlich alle wichtigen Haupt- und Nebenfiguren der Reihe zumindest kurz auf.

Der Grundton ist relativ locker und unterhaltsam. Trotzdem ist ein aufmerksames Zuhören notwendig, alleine schon durch die große Zahl von auftretenden Figuren und wechselnden Handlungsstängen. Wenn man sich drauf einlässt, kriegt der Fan hier aber eine gelungene „Dorian Hunter“-Folge zu hören, die durch die Auflösung einiger Nebenhandlungen zusammen mitder nächsten Folge „Wien“, in der die „Coco Zamis“-Handlung aufgelöst wird, auf das große „50er-Jubiläum“ zuführt, das in nicht allzu ferner Zukunft ansteht. Wer hätte beim Start der Serie gedacht, dass sie so lange erfolgreich läuft?


Folge 43 - WIEN - CD - 2020 - Zaubermond/Indigo

Als Dorian Hunter erfährt, dass der vom „Herrn der Toten“ besessene Leichnam Atahualpas nach Wien geschafft wurde, wo Michael Zamis diesen wieder erwecken will, reist er sofort in die Heimatstadt seiner Gefährtin Coco Zamis. Von dieser weiß er immer noch nicht, auf welcher Seite sie steht. Im Nachlass des verstorbenen Norbert Helnwein, die dieser in einer Stiftung für geistig Behinderte deponiert hat, um sie vor den Dämonen zu schützen, soll es eine Maske geben, die den „Herrn der Toten“ vernichten kann. Zwischen Hunter, Coco, Michael Zamis und Olivaro kommt es zum endgültigen zusammentreffen...

Wie schon die vorhergehende Folge „Schuld Und Sühne“, basiert auch „Wien“ nicht auf einer Heftroman-Vorlage. Im Booklet wird dann auch deutlich gesagt, dass diese beiden Folgen eingefügt wurden, um ein paar frei erfundene Nebenhandlungen abzuschließen. Ich hatte in meinen Rezensionen mehrfach kritisiert, dass die Macher sich zu weit von den Romanen entfernt haben und endlich scheint die Einsicht dort auch gekommen zu sein, so dass man hoffen darf, dass es ab Folge 44 wieder etwas vorlagengetreuer zugehen wird. Ich würde mich darüber wirklich freuen. Anpassungen an die modernen Zeiten und ein paar eigene Ideen sind völlig in Ordnung, aber die grundsätzliche Geschichte sollte dennoch weiter erzählt werden.

Dass Coco Zamis nicht ernst- und dauerhaft zur Gegnerin von Dorian Hunter werden würde, hat man schon geahnt - und als Leser der Romane auch gewusst. In „Wien“ geht es nun zurück in die Heimat der geläuterten Hexe und man hört wieder von der Zamis-Familie, was in der Vergangenheit immer hörenswert war. Auch diese Geschichte wird zu einem vorläufigen Abschluss gebracht, wobei man ja bei der Serie nie weiß, ob nicht plötzlich alte Bekannte wieder auftauchen.

Eine Besonderheit ist hier, dass die Figuren in Wien tatsächlich mit österreichischen Sprechern besetzt wurden und auch dort aufgenommen wurden, was dem Klang eine Menge Authentizität verleiht. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass man eine ganze Reihe von Sprechern dabei hat, die man nicht in jedem zweiten Hörspiel hört. Sehr erfrischend und auf jeden Fall bei passender Gelegenheit eine Wiederholung wert.

Mich freut die Entscheidung mit dieser und der vorhergehenden Episode wieder ein bisschen Ordnung ins Wirrwarr zu bringen und hoffentlich von nun an wieder etwas straighter die Handlung voranzubringen. Ein paar Andeutungen in den Booklets lassen darauf schließen, dass man sich für Folge 50 etwas besonderes einfallen lässt...vielleicht ja ein besonderes Mammutwerk wie vor längerer Zeit schon die „Dr. Faustus“-Folge zum „25er-Jubiläum“.


Folge 44 - DER TEUFELSEID - CD - 2021 - Zaubermond/Indigo

Der Dämonenkiller Dorian Hunter musste einige schwere Rückschläge einstecken...seine Gefährtin Coco Zamis hat scheinbar den Weg zurück in die Schwarze Familie als Braut des Dämonenfürsten Olivaro gefunden. Trevor Sullivan, der Leiter der Secret Service Einheit von Hunter ist tot, Donald Chapman ist verschollen und nun wurde auch noch der mysteriöse Hermaphrodit Phillip Hayward entführt. Die Spur führt auf die autonome Möchshalbinsel Athos in Griechenland, wo Olivaro die Rückkehr von Coco in die Dämonenwelt feiern will. Mit Hilfe einer seltsamen rothaarigen Frau, eines Mönchs und eines Einsiedlers kommt Dorian Hunter den überraschenden Antworten auf ein paar Fragen immer näher.Er bereitet sich darauf vor, Coco Zamis zu vernichten, um sie nicht für immer an das Böse zu verlieren...

Nach dem „Südamerika“-Zyklus und einigen nicht in den Romanen vorkommenden Handlungssträngen, hatten man in den vergangenen beiden Folgen etwas Ordnung geschaffen, um wieder etwas vorlagengetreuer auf das 50er-Jubiläum zugehen zu können. Mit „Der Teufelseid“ wird wieder ein klassischer Roman vertont, der einige wichtige Ereignisse im „Dämonenkiller“-Universum aufgreift. Dabei hat man, wie auch im Begleittext im Booklet erwähnt wird, den kompletten in London spielenden Anfang weggelassen. In diesem Falle war das eine gute Entscheidung, denn die Geschichte um die Dämonen-Rocker war doch zu langatmig und hat zu wenig Platz für die interessantere Handlung auf Athos gelassen. Im Roman wurde dann das dramatische Finale auf einigen wenigen Seiten viel zu schnell abgehandelt. Im Hörspiel lässt man sich mehr Zeit dafür. Im Großen und Ganzen hält man sich an die Vorlage, wobei einige Figuren weggelassen, dafür andere hinzugefügt werden. Auch zusätzliche Szenen gibt es, das hält sich aber im vertretbaren Rahmen.

Die Geschichte ist spannend und schön atmosphärisch umgesetzt. Spannend ist natürlich, ob Hunter hinter Cocos Beweggründe kommt, aus denen sie ihn verlassen hat oder er seinen Plan umsetzt, sie endgültig zu vernichten. Hochinteressant und gelungen ist zudem die Story um die Herkunft von Phillip Hayward, der eigentlich im Mittelpunkt der Handlung steht, selbst aber kaum auftaucht.

Weniger gelungen sind hingegen ein paar überflüssige Sexszenen und sexistisches Gerede von Jerome Hewitt, der im Roman in anderer Form auftaucht. Anders vorgestellt habe ich mir zudem den Einsiedler Christopherus, der mich unwillkürlich an den mit Schweigegelübde belegten Einsiedler aus dem Film „Das Leben Des Brian“ erinnert...das trifft die Figur aus dem Roman nur bedingt. Das sind aber alles nur Details...es bleibt ein sehr gutes und für den großen Handlungsbogen wichtiges Hörspiel, das die dramatischen Ereignisse der nächsten Folgen bis zum Jubiläum gelungen einleitet. Mich freut es, dass man wieder mehr zur Roman-Handlung zurückgefunden hat und ich hoffe, dass das erstmal so bleibt. An der produktionstechnischen Umsetzung und von den Sprechern her, gibt es natürlich nichts auszusetzen, da ist man hohes Niveau ja längst gewöhnt. Lediglich habe ich das Gefühl, dass hier die musikalische Untermalung fast jeder Szene etwas übertrieben wird, auch, wenn die Musik meist sehr im Hintergrund bleibt. Manche Szene wäre nur mit Geräuschuntermalung effektiver gewesen.


Folge 45 - LYKANTHROPUS - CD - 2021 - Zaubermond/Indigo

Dorian Hunters Freund Jeff Parker reist nach Schweden, wo er in Vertretung für den Dämonenkiller im Auftrag eines grantigen alten Gutsbesitzers einen Werwolf jagen soll. Neben ihm sind noch weitere, mehr oder weniger skurrile Werwolfjäger aus der ganzen Welt anwesend, um sich die hohe Abschussprämie zu sichern. Die völlig unterschiedlichen Anwesenden und die untereinander völlig zerstrittene Familie von Elmar Larsson, hinter dessen Erbe alle her sind, machen den Auftrag komplizierter als zunächst vermutet...

Folge 45 der „Dorian Hunter“-Serie vertont überraschenderweise Band 28 der Heftromanserie. Im Booklet der CD wird auch erklärt, wie es zu diesem Rückblick auf längst vergangene Zeiten kommt. An der eigentlichen richtigen Stelle wurde die Vertonung des Romans ausgelassen, da dieses Einzelabenteuer den Fluss der damaligen Handlung unterbrochen hätte. Später merkte man, dass in dem Roman eine Figur erstmals auftaucht, die für die nun bald folgende Handlung wichtig ist und so, schiebt man das Hörspiel nachträglich ein. Da das Abenteuer für sich alleine steht, ist das kein größeres Problem. Allerdings hat man die Vorlage dafür ein bisschen anpassen müssen. So ist die Hauptfigur hier statt Dorian Hunter sein Kumpel Jeff Parker, weil der Dämonenkiller aufgrund der Haupthandlung für so einen „kommerziellen“ Auftrag natürlich nicht glaubhaft abkömmlich wäre. Damit kann man leben. Allerdings muss dafür eine persönliche Verwicklung in die Geschehnisse von Hunter auch gestrichen werden, was aber für die Handlung nicht größer von Belang ist. Stattdessen hat man einen persönlichen Bezug für Jeff Parker eingebaut. Dazu natürlich die üblichen Modernisierungen, die man ja gewohnt ist.

Auch,wenn „Lykanthropus“ - der Originalroman hieß noch „Werwolf in der Nacht“ - für die Haupthandlung nicht wichtig ist, bis auf die erwähnte Einführung einer Figur, ist es mal ganz schön, ein leichteres Abenteuer zu hören, für das man zum einen nicht viele Vorkenntnisse braucht und das zum anderen einfach Unterhaltung für zwischendurch ist. Inhaltlich bleibt die Geschichte der Vorlage recht treu, wobei man sich für das Finale erfreulicherweise etwas mehr Zeit lässt, während das im Roman innerhalb von zweieinhalb Seiten ziemlich oberflächlich und gehetzt abgearbeitet wurde.

Etwas „drüber“ sind diesmal alle Figuren gezeichnet, die Sprecher scheinen die Anordnung erhalten zu haben, ordentlich zu overacten, vor allem die Familienmitglieder auf dem Landgut. Das sorgt für einige Schmunzler, geht manchmal aber auch zu sehr ins Alberne. So redet der russische Werwolfjäger sicher nicht ganz zufällig wie „Larry Brents“ Kollege „Iwan Kunaretschew“ und der Sprecher des indischen Jägers wird von dem Synchronsprecher des „Raj“ aus der Serie „The Big Bang Theory“ gesprochen und soll sich sicher auch bewusst genau so anhören. Das sind nette kleine Anspielungen. Eine solche gab es auch schon im Roman mit einem kleinen Seitenhieb auf die Konkurrenzreihe „Macabros“. Einen kleinen Auftritt von Dorian Hunter gibt es dann auch noch, der aber mit der Werwolf-Geschichte nichts zu tun hat.


Folge 46 - MÖRDER DER LÜFTE - CD - 2021 - Zaubermond/Indigo

Der Dämonenfürst Magus der 7., alias Olivaro hat die schwangere Coco Zamis zu seinem Verbündeten Enrique Castuto nach Mexiko gebracht, der auf sie aufpassen soll. Castuto ist dämonischer Herr über die Raubvögel und kann seinen Geist in einen mächtigen weißen Adler versetzen, mit dem er ein kleines abgelegenes Bergdorf terrorisiert. Dorian Hunter geht das Risiko ein, einen Bund mit Dämonen zu schließen, die Gegner Olivaros sind und kommt dadurch auf die Spur Cocos. Sofort bricht er nach Mexiko auf, wo er nicht nur um das Seelenheil Cocos und ihres ungeborenen Kindes kämpfen muss, sondern auch die Menschen von der Gefahr durch den weißen Adler befreien will...

Mit Folge 46 steuert die Serie auf den Höhepunkt bei der Suche Dorian Hunters nach Coco Zamis zu, um sie aus den Fängen von Olivaro zu befreien. Um es vorwegzunehmen...das gelingt noch nicht. „Mörder Der Lüfte“ hält sich recht genau an die Story der Romanvorlage, sogar der Titel wurde beibehalten, was bei den Hörspielen sonst eher selten der Fall ist. Lediglich den Beginn des Romans, der noch in London spielt und sich teilweise um Hunters Frau Lilian und seinen Kollegen Marvin Cohen dreht, hat man weggelassen. Die Geschichte ist recht gradlinig, was zwischendurch mal ganz gut tut...einfach eine Abenteuergeschichte, nicht allzu gruselig, aber spannend und schön atmosphärisch umgesetzt. Dabei wird aber auch gleichzeitig der große Handlungsstrang fortgesetzt. Von mir aus darf es in dieser Richtung gerne weitergehen. Nach einer längeren Phase, in der sich die Hörspiele teilweise stark von den Vorlagen entfernten, hat man seit einigen Folgen die Kurve gekriegt und mich als Fan der Romane wieder neu begeistert. Da steigt die Spannung auf das große 50er Jubiläum gleich mal an.

Mit muttersprachlichen Sprechern für die mexikanischen Rollen, einer Geräuschkulisse, die die Trostlosigkeit der mexikanischen Sierra Madre gut rüberbringt und schön atmosphärischer Musik, die lateinamerikanische Elemente aufgreift, gibt es an der Produktion nichts auszusetzen. Die Stammsprecher/Innen liefern sowieso gewohnt gut ab. Wenn man überhaupt etwas kritisieren wollte, so ist es das Covermotiv. Der Adler darauf wirkt irgendwie falsch proportioniert und auch nicht besonders gefährlich, da hatte das trashigere Motiv des Heftromans doch mehr Charme.Und warum ein Mexikaner den italienischen Widerstands-Song „Bella Ciao“ sing, erschließt sich auch nicht ganz...das ist wohl einfach der neuen Popularität des Liedes durch die Fernsehserie „Das Haus Des Geldes“ geschuldet. Grundsätzlich ist „Mörder Der Lüfte“ aber natürlich trotzdem eine ziemlich starke Folge.


Buch: Dennis Ehrhardt

(A.P.)




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