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Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert - Staffel 3

(USA 1989)

Originaltitel: Star Trek - The Next Generation - Season 3
Alternativtitel:
Regie:
Winrich Kolbe, Cliff Bole, Les Landau, Robert Wiemer, Gabrielle Beaumont, David Carson, Robert Scheerer, Timothy Bond, Jonathan Frakes, Chip Chalmers, Robert Legato, Tom Benko
Darsteller/Sprecher: Patrick Stewart, LeVar Burton, Marina Sirtis, Brent Spiner, Michael Dorn, Gates McFadden, Jonathan Frakes, Will Wheaton, Ken Jenkins, Eileen Seeley, Grainiger Hines, John Anderson, Anne Haney, Kathryn Lee Scott, Ray Wise, John McLiam, Susan Powell, Gabriel Damon, John Snyder, Andreas Katsulas, Elizabeth Hoffmann, Castulo Guerra, Scott Thomson, Matt Coy, Jeff McCarthy, James Cromwell, Richard Cox, Kerrie Keane, John deLancie, Corbin Bernsen, Craig R. Nelson, Mark Mangolis, Gina Hecht, Denise Crosby, Tricia O´Neill, Christopher McDonald, Hallie Todd, Nicolas Coster, Tony Todd, Patrick Massett, Charles Cooper, Reiner Schöne, Stephen Markle, Jocelyn O´Brien, Jennifer Hetrick, Karen Landry, Michael Champion, Max Grodenchik, Dwight Schulz, Saul Rubinek, Jane Daly, Majel Barrett, Frank Corsentino, Carel Struycken,
Genre: - Science Fiction/Fantasy - TV-Serie


EPISODE 1 - DIE MACHT DER NANITEN (Originaltitel: Evolution)
Wesley Crusher experimentiert für ein Schulprojekt mit Naniten herum, mikroskopisch kleinen Robotern, die einzeln für sich nur eine beschränkte Intelligenz haben. Da er sie aber miteinander kommunizieren lässt, wächst die Intelligenz rasch heran und sie können sich befreien. Sie setzen sich im Computersystem der Enterprise fest, vermehren sich und übernehmen nach und nach die kompletten Funktionen des Schiffes. Da der Schiffscomputer nicht mehr richtig funktioniert, ist ein Projekt von Dr. Stubbs gefährdet, welches unbedingt zu Ende geführt werden muss, da die Vorraussetzungen für die Durchführung nur alle 200 Jahre gegeben sind. Stubbs fordert die Zerstörung der Naniten, doch Picard willigt nicht ein, da die Naniten inzwischen eine eigenständige Intelligenz geworden sind. Stubbs versucht selbständig, die kleinen Dinger zu zerstören und die Naniten drohen, die Enterprise zu vernichten...

Die erste Episode der dritten Staffel ist leider ziemlich schwach. Dafür können wir Beverly Crusher wieder an Bord begrüßen, und dass es inzwischen ein kleines Problem zwischen ihr und ihrem Sohn gibt, ist gut, denn irgendwo muss ja auch der jugendliche Wesley Crusher mal handeln wie ein Teenie. Warum die Ärztin Pulaski gehen musste, bzw. die Schauspielerin Diana Muldaur, ist mir nicht ganz klar, denn Pulaski ist eine viel stärkere und interessantere Persönlichkeit als Dr. Crusher.

EPISODE 2 - DIE MACHT DER PARAGRAPHEN (Originaltitel: The Ensigns of Command)
Die Sheliak sind ein ziemlich unangenehmes Volk, und als sie Kontakt mit der Enterprise aufnehmen, machen sie klar, dass auf Tau Sigma, einem Planeten in ihrem Hoheitsgebiet, ca. 15.000 Menschen der Förderation leben würden. Laut Vertrag mit der Förderation darf dies nicht sein und die fordern die Räumung innerhalb von vier Tagen. Data beamt sich auf den Planeten hinunter und versucht die Leute davon zu überzeugen, den Planeten zu verlassen, denn Vertrag ist Vertrag. Die Leute allerdings haben sich innerhalb der vielen Jahre, seitdem ein Föderationsraumschiff dort abgestürzt ist, eine schöne Stadt aufgebaut und jeder sieht diese als seine Heimat an. Sie wollen den Planten nicht verlassen. Data hat alle Hände voll zu tun, um sie doch zu überzeugen, denn die kriegerischen Sheliak würden sie nach Ablauf des Ultimatums gnadenlos töten. Picard unterdessen geht die Verträge durch, um dort einen Schwachpunkt zu finden, der ihm einen Zeitaufschub gewährt, denn 15.000 Personen können nicht innerhalb so kurzer Zeit evakuiert werden...

Hier hat Data das erste Mal ein eigenes Kommando, und er versucht es so gut wie möglich hinter sich zu bringen. Dies fällt ihm schwer, denn er kann ja nur logisch handeln, und mit Logik kommt er hier nicht weiter. Erst durch einige menschliche Ansichten zum Thema fällt ihm auf, dass es doch zu allem eine logische Antwort gibt. Trotz allem, die Episode kann auch noch nicht so richtig begeistern, doch wir brauchen uns keine Sorgen machen, denn die dritte Staffel hält noch so manche fantastische Folge für den Fan bereit.

EPISODE 3 - DIE ÜBERLEBENDEN AUF RANA IV (Originaltitel: The Survivors)
Die Enterprise folgt einem Notruf von der Kolonie auf Rana IV. Offensichtlich gab es dort schlimme Kämpfe und nur ein altes Ehepaar namens Uxbridge hat den Angriff der Husnock überlebt. Die Enterprise will sie mitnehmen, doch die beiden weigern sich strikt. Zwischendurch kommt immer wieder ein bedrohliches Raumschiff, welches die Enterprise angreift. Picard erkennt, dass die Aussagen der beiden sehr merkwürdig erscheinen, und als das Kriegsschiff, das kommt und geht, erscheint auch sehr seltsam, da man zu der Besatzung keinen Kontakt aufnehmen kann. Picard glaubt, dass Uxbridge nicht die ganze Geschichte erzählt...

Mannometer, was für eine verwirrende Folge. Unsterbliche, die ihre Umgebung verändern können, mysteriöses Planetensterben, Gestaltenwandler, eine künstlich erschaffene Frau, die sich ihrer Künstlichkeit nicht bewusst ist, und was nicht noch alles. Wer da komplett durchblickt, gehört schon zu den Hardcore-Fans der Serie. Zu diesen verwirrenden Dingen gibt es dann noch eine verwirrend-radikale Auflösung, und man kann die Story einfach nur dadurch erklären, dass es im All einfach viele unerklärliche Dinge gibt, die ein Menschenverstand manchmal nicht greifen kann.

EPISODE 4 - DER GOTT DER MINTAKANER (Originaltitel: Who Watches The Watchers?)
Durch einen Unfall wird eine Föderations-Bebachtungsstation auf dem Planeten Mitaka sichtbar, da die Tarnvorrichtung ausfällt. Auch werden dabei Stationsmitglieder verletzt. Die Enterprise hilft, doch bevor die Tarnvorrichtung wieder läuft, hat ein Mintakaner die Station entdeckt. Vor Schreck fällt er vom Felsen und Dr. Crusher beamt ihn an Bord der Enterprise, um ihn zu behandeln. Nachdem sie den Mann wieder gesund gemacht hat, wird er wieder auf seinen Planeten gebeamt, wo er seinem Volk, welches ungefähr auf der Entwicklungsstufe des Mittelalters steht, von dem seltsamen Ort, wo er war, erzählt und von der Gottheit, die Picard heißt. Der religiöse Fanatismus greift um sich und Picard hat nur noch eine Chance: Er muss sich dem Volke stellen und sich erklären...

Schon in der letzten Folge konnte man sehen, dass sie das „STAR TREK“-Filmteam ins Freie wagt, um gerne mal an der frischen Luft statt im Studio zu drehen. Dies hat natürlich zur Folge, dass die Außenaufnahmen nicht immer so penetrant nach künstlichem Studio aussehen. Der Ausfall der Tarnvorrichtung der Station erinnert in gewisser Weise ziemlich an den Kinofilm „STAR TREK – DER AUFSTAND“. Nach dem schwachen Start der dritten Season aber ist „DER GOTT DER MINTAKANER“ eine wirklich starke Folge, welche die Probleme der Obersten Direktive in voller Wucht präsentiert und Picard, dem Verfechter dieser Direktive dazu zwingt, als Gott zu handeln. Natürlich macht er dies auf sehr intelligente Weise, wie wir es von ihm gewohnt sind. Erstaunlich ist aber auch, dass man sich hier sehr strikt gegen Religion ausspricht und sie im Grunde als Primitiv hinstellt.

EPISODE 5 - MUTTERLIEBE (Originaltitel: The Bonding)
Bei einem Außeneinsatz wird Lt. Marla Aster getötet. Sie hinterlässt einen Sohn namens Jeremy, der vor kurzem auch schon seinen Vater verloren hat. Picard und Troi überbringen ihm die schlimme Nachricht, und Worf, der das Außenteam geleitet hat, macht sich schwerste Vorwürfe. Er will mit dem kleinen Jeremy ein besonderes Ritual durchführen, welches Jeremy quasi zu seinem Sohn macht. Doch da taucht plötzlich Jeremys Mutter wieder auf. Es ist ein Energiewesen, welches es nicht mit ansehen kann, wie der Kleine trauert, und deshalb hat sie die Gestalt seiner Mutter angenommen, um ihn zu trösten und ihn auf ihren Planeten zu holen…

Das ist keine wirklich spannende Episode, doch dafür eine ungeheuer gefühlvolle. Der Kleine Jeremy, gespielt von Gabriel Damon, spielt seine Rolle als trauender Junge, der sich aber immer unter Kontrolle hat, sehr gut. Auch die anderen Crewmitglieder dürfen zeigen, was in ihnen steckt. Als Beverly Crusher ihren Sohn Wesley bittet, mit Jeremy zu sprechen, muss Wesley erst einmal den Schmerz über den Tod seines eigenen Vaters wieder über sich ergehen lassen. Worf zeigt Herz und vollführt mit Jeremy das klingonische Ritual, und Picard darf den Tröster spielen, was nicht unbedingt in sein Charakterkonzept passt. Alles in allem eine recht anspruchsvolle Episode, die ganz nebenbei noch einige philosophische Gedanken bereithält.

EPISODE 6 - DIE ENERGIEFALLE (Originaltitel: Booby Trap)
Die Enterprise trifft auf ein riesiges Trümmerfeld im Weltall. Zwei Rassen haben sich hier bekriegt und sich gegenseitig ausgelöscht, nur hunderte von defekten Raumschiffen zeugen von der Schlacht. Die Enterprise entdeckt inmitten der Schrotthalde ein völlig intaktes Schiff. Als die Enterprise wieder davonfliegen will, fällt alle Energie aus. Das liegt daran, dass überall zwischen den Trümmerteilen kleine Sonden herumfliegen, die der Enterprise die Energie absaugen. Geordi hat nun alle Hände voll zu tun, diesen Missstand zu beseitigen und holt sich dabei holographische Hilfe: Lea Brahms, die damals auf dem Planeten Utopia Planitia den Antrieb der Enterprise gebaut hat. Während ihrer Zusammenarbeit verliebt sich Geordi in sie…

Das wurde aber auch einmal Zeit, denn wir schreiben bereits die dritte Staffel und Geordi war bisher noch nie wirklich die Hauptperson. Hier darf er technisch glänzen und darf sich auch einmal verlieben, auch wenn es nur ein Hologramm ist, in das er sich verguckt. Man weiß aber, dass er die Lea Brahms in einer der späteren Episoden noch einmal in real treffen darf.

EPISODE 7 - AUF SCHMALEM GRAD (Originaltitel: The Enemy)
Ein Außenteam beamt auf einen sehr ungemütlichen Planeten und findet dort ein abgestürztes romulanisches Raumschiff und einen Überlebenden. Geordi verläuft sich und bei einem Sturz wird sein Visor zerstört. Er sitzt in einer Höhle fest und trifft dort auf einen Romulaner, der ebenfalls aus dieser Höhle nicht mehr herauskommt. Die beiden sind erbitterte Feinde, müssen sich aber in dieser außergewöhnlichen Situation zusammenreißen.

So lange ist Geordi nicht zum Zuge gekommen in der Serie, und nun spielt er gleich in zwei Episoden hintereinander die Hauptrolle. Warum man ausgerechnet Geordi für diese, an „ENEMY MINE – GELIEBTER FEIND“ erinnernde Episode ausgesucht hat, weiß ich nicht, im Grunde wäre es sinnvoller und spannender gewesen, Worf in diese Situation zu stecken, er ist getrieben von blindem Hass gegenüber den Romulanern, denn diese haben einst seine Eltern getötet. Worf aber hat dann ja auch noch seine Szenen.

EPISODE 8 - DER BARZANHANDEL (Originaltitel: The Price)
Die Barzaner bieten ein Wurmloch zum Verkauf an. Dieses soll stabil sein, sich regelmäßig öffnen und schließen und in ein Gebiet hineinragen, welches man mit Warp 9 erst in 100 Jahren erreichen könnte. Natürlich ist die Förderation daran interessiert, doch auch die Ferengi, die Caldonier und die Chrysalianer. Letztere haben ihren Händler Devinoni Ral geschickt, der Halbbetazoide ist und über telepathische Fähigkeiten verfügt. Weil er anfangs diese Fähigkeiten verschweigt, kann er die Verhandlungen für sich entscheiden. Als die Ferengi und Geordi mit Data jeweils mit ihrem Shuttle durch das Wurmloch fliegen, müssen sie feststellen, dass es erstens nicht stabil ist und zweitens nicht dorthin führt, wo es hinführen sollte...

Das ist leider wieder eine recht langweilige Episode, die nicht im geringsten Spannung für den Zuschauer bereit hält. Außer vielleicht die Beziehung zwischen dem Chrysalianer und Diana Troi. Ganz interessant sind vielleicht noch die Ferengi, die wieder einmal nur blöd und starrköpfig sind.

EPISODE 9 - YUTA, DIE LETZTE IHRES CLANS (Originaltitel: The Vengeance Factor)
Marouk ist die Herrscherin von Acamar III und will zusammen mit den Sezessionisten Friedensgespräche führen. Die Sezessionisten sind Nomaden und ziehen entsprechend durch die Gegend. Marouk hält sie für Barbaren und zwischen den beiden Gruppen gibt es seit langem Feindschaften, und Picard soll zwischen ihnen vermitteln. Marouk bringt ihre Dienerin Yuta mit, die sehr nett ist und auf die Riker sofort ein Auge geworfen hat. Die Verhandlungen verlaufen schleppend, doch man findet langsam Annäherungen. Dann allerdings zeigt Yuta, dass sie nicht die ist, die sie vorzugeben versucht...

Die dritte Staffel von „STAR TREK – THE NEXT GENERATION“ bietet eine Vielzahl wirklich guter Episoden. Dummerweise auch einige, die nicht so gut sind, wie zum Beispiel diese hier. Wieder einmal muss Picard als Vermittler herhalten, doch die Sache ist definitiv uninteressant, da weder Picard, noch die Föderation in irgendeiner Weise am Ausgang dieses Gespräches etwas hat. Zudem ist der Schluss ein bisschen merkwürdig. Gibt es wirklich nur die einzige Möglichkeit, die Böse zu erschießen? Da gibt es bedeutend intelligentere Schlüsse in der Serie.

EPISODE 10 - DER ÜBERLÄUFER (Originaltitel: The Defector)
Die Enterprise befindet sich nahe an der Grenze zur Neutralen Zone und trifft auf ein romulanisches Raumschiff. Captain ist Admiral Yarok, der die Föderation vor einem Angriff der Romulaner warnen will. Auf Nelvana III soll eine geheime Station sein, die sich auf den Kampf vorbereitet, und die Enterprise sollte schnellstmöglichst dorthin fliegen. Picard ist sich nicht sicher, ob Yarok ihn nicht in die Neutrale Zone locken will, damit die Romulaner einen Grund zu einem Angriff haben, was einen jahrelangen und blutigen Kriege nach sich führen würde...

Neben den Borg-Episoden sind die Romulaner-Episoden die besten innerhalb der ganzen Serie. Sie ist spannend, ein bisschen verzwickt und auch dramatisch. Es gibt hierbei nicht viele Special Effects-Aufnahmen, es spielt sich meist auf dem Schiff ab, doch dafür hat man sich mehr Mühe für die Story gegeben. Im Gegensatz zur letzten Episode, wo ein Schuss aus einer Pistole den Schluss herbeiführte, darf hier wieder einmal Picards Logik und sein taktisches Denken das Happy End herbeiführen.

EPISODE 11 - DIE VERFEMTEN (Originaltitel: The Hunted)
Die Enterprise ist auf Angosia III, weil dieser Planet der Föderation beitreten möchte. Picard und Riker sind sich einig, dass Angosia III gut dort hineinpassen würde, denn man verachtet Gewalt und ist immer bestrebt, alles mit Vernunft zu lösen. Dann allerdings flüchtet der Gewaltverbrecher Roga Danar aus einem Hochsicherheitsgefängnis und rettet sich auf die Enterprise, wo man ihn inhaftiert. Er kann sich aber befreien und geht hierbei mit einer außergewöhnlichen Zielsicherheit vor. Es stellt sich heraus, dass Roga speziell zum Kriegführen gezüchtet wurde, und nun, da auf Angosia III Frieden herrscht, nicht mehr gebraucht wurde und ins Gefängnis abgeschoben wurde. Rogas Ziel ist es, seine Kameraden, die wie er gezüchtet wurden, zu befreien...

Das ist „RAMBO“ auf Roddenberrysch. Der zum Kampf trainierte und sonst nicht lebensfähige Danar alias Rambo kämpft sich im Alleingang durch die Welt, weil er nichts anderes kann und nichts anderes gelernt hat. Hier wie dort ist der Einzelkämpfer im Grunde ein bemitleidenswertes Geschöpf, das für den Schutz der Bevölkerung geschaffen wurde, nach Gebrauch aber entsorgt wird. Genau wie Amerika mit seinen Vietnamkämpfern verfuhr. In solchen Fällen, wenn man „STAR TREK“ auf unsere Gesellschaft anwenden kann, ist die Serie am stärksten. Wobei ich hierbei allerdings noch einmal zur Verwunderung bringen muss, dass selbst den europäischen Filmfreund Filme über das weit entfernte Vietnam mehr interessiert, als blutige Kriege im eigenen Kontinent. Oder gibt es viele Filme z.B. zu Jugoslawien und Co.?

EPISODE 12 - TERROR AUF RUTIA IV (Originaltitel: The High Ground)
Die Enterprise soll bei einem Bürgerkrieg auf Rutia IV vermitteln. Picard kooperiert zuerst mit einer der beiden Gruppen, da Beverly Crusher von der anderen Gruppe entführt wird. Nach und nach müssen Picard und seine Leute feststellen, dass jede Seite ihre Gründe hat, den Bürgerkrieg durchzuführen. Beide wollen die Föderation auf ihre Seite ziehen, doch Picard kann sich auf keine Seite schlagen...

Nachdem die letzte Episode sehr stark war und das US-Thema Vietnamkrieg behandelte, benutzt man in dieser Episode wieder ein ähnliches Thema, nämlich das Einmischen seitens Amerikas bzw. der Uno in Streitigkeiten anderer Länder. Sehr offenkundig wird dabei die Problematik dieser Sache. Weiterhin könnte man diesen Konflikt natürlich mit den Kriegereien in Nordirland vergleichen, ganz besonders, da Data ja auch in einem Gespräch auf Parallelen hinweist. Übrigens behauptet er, dass sich im Jahre 2025 die Briten aus Nordirland entfernt haben. Na, das werden wir ja sehen.

EPISODE 13 - NOCH EINMAL Q (Originaltitel: Deja Q)
Q wurde von seinem Volk verdammt und man hat ihm alle seine Kräfte geraubt und ihn zur Strafe sterblich gemacht. Er erscheint auf der Enterprise, weil er glaubt, dass er hier vielleicht in Picard einen Freund finden könnte. Picard gewährt ihm dieses Asyl, doch es gibt die ganze Zeit nur Streit und Ärger. Mit einem Mal taucht ein Raumschiff der Calamarain auf und will Q tot sehen, denn die Besatzung hat gehört, dass dieser seine übernatürlichen Fähigkeiten verloren hat. Die Enterprise ist in großer Gefahr. Unterdessen ist die Mannschaft der Enterprise damit beschäftigt, einen Mond vor dem Absturz auf einen bewohnten Planeten zu retten...

Wieder einmal eine Folge mit dem beliebten Q, und das bedeutet wie immer, dass es viel zu lachen gibt. Immer wieder gelingt es den Autoren, dem Charakter Q, der übrigens bereits zum vierten Mal auftritt, neue Facetten einzuhauchen. So auch hier, und die besten Szenen in dieser Episode sind natürlich die, in denen Q mit seiner Menschlichkeit und der damit verbundenen Zerbrechlichkeit seines Körpers nicht zurechtkommt. Auch gibt es eine sehr interessante Szene, in der sich Guinan und Q begegnen, und es ist mehr als deutlich zu sehen, dass die zwei sich von früher her kennen und sich regelrecht hassen.

EPISODE 14 - RIKER UNTER VERDACHT (Originaltitel: A Matter Of Perspective)
Kurz nachdem Riker die Raumstation Tanuga IV verlassen hat, explodiert diese in tausend Teile und der Wissenschaftler Dr. Apgar wird dabei getötet. Riker steht unter Verdacht und Kommissar Krag will ihn mitnehmen. Picard kann das verhindern, und nun wollen alle die Ereignisse mit Hilfe des Holodecks rekonstruieren. Dabei gibt es natürlich verschiedene Versionen eines Ablaufes, und diese werden allesamt gezeigt...

Die Idee ist im Grunde gar nicht so schlecht, aber die Ausführung ist etwas doof geworden. Das Holodeck spielt diverse Abläufe durch, doch die endgültige Auflösung ist im Grunde genauso zweifelhaft wie alle durchgespielten Abläufe vorher. Warum glauben alle ihr so ohne weiteres? Weil alle es glauben wollen, weil man Riker kennt. Der Kommissar Krag allerdings kennt Riker nicht, wieso ist er von der letzten Version überzeugt? Ziemlicher Blödsinn, muss ich sagen. Das macht die Folge im Grunde auch sehr ärgerlich. Schön hingegen ist die Szene, in der Data ein selbstgemaltes Gemälde von Picard mit seiner unnachahmlichen Logik auseinandernimmt.

EPISODE 15 - DIE ALTE ENTERPRISE (Originaltitel: Yesterday´s Enterprise)
Plötzlich und ohne Vorwarnung befindet sich die Enterprise 20 Jahre in der Vergangenheit, was aber niemand der Besatzungsmitglieder merkt. Für alle geht das Leben normal weiter, selbst Tasha Yar steht wieder auf ihrem Kommandostand. Dann taucht plötzlich die verschollene Enterprise C auf und Cpt. Garrett kommt an Bord. Als Guinan durch eine gewisse Ahnung merkt, dass etwas nicht stimmt, fällt es Picard auf, dass sie sich in der Vergangenheit befinden müssen, und dann spitzt sich die Lage zu, denn Klingonenzerstörer nähern sich. Mit den Klingonen befand man sich zu diesem Zeitpunkt ja noch im Krieg. Die Geschichte darf nicht verändert werden...

Das ist mit Sicherheit die beste Episode der dritten Staffel und viele sehen sie sogar als beste Episode der ganzen Serie an. Sie bietet zuallererst einmal ein Wiedersehen mit Tasha Yar, außerdem bietet sie eine intelligente und auch spannende, mitweilen sogar recht düstere Story mit einem logischen und befriedigenden Ende. Viele haben ja gehofft, dass Tasha Yar wiederkehrt, was ja nicht auszuschließen war, da ja auch Beverly Crusher wiedergekommen ist. Dass dies so passiert, damit hat wohl niemand gerechnet. Und, wie wir heute wissen, ist sie ja auch niemals wiedergekehrt. Zwei Sachen gibt es noch zu bemerken: Eine nette Szene ist, in der Worf glaubt, dass Johannisbeersaft das richtige Getränk für einen Krieger sei und dann bleibt noch zu erwähnen, dass es im Laufe der Serie noch eine Doppelfolge geben wird, die sich auf die Begegnung der beiden Enterprises beziehen wird.

EPISODE 16 - DATAS NACHKOMME (Originaltitel: The Offspring)
Data hat sich zur Gesellschaft einen Androiden gebaut und überlässt ihm die Wahl seines Aussehens. Der Android entscheidet sich für das Aussehen einer jungen Frau und Data nennt sie fortan Lal und betrachtet sie als seine Tochter. Sie geht sogar zur Menschenschule, doch dort erkennt sie bald, dass sie anders ist als die anderen Kinder. Die Föderation in Person des Admirals Heftel hat unterdessen von der Existenz von Lal erfahren und fordert ihre Herausgabe, um sie zu erforschen. Natürlich weigert sich Data, und auch Picard ist dagegen...

Ein bisschen komisch ist es schon, dass Data keinerlei Gefühle empfinden kann, bei seiner Tochter aber mir nichts dir nichts einfach die Möglichkeit, Gefühle zu empfinden, einbaut. Wieso macht er das nicht bei sich selbst? Ansonsten aber eine ganz nette und mitunter fast gefühlvolle Episode, in welcher der Admiral der Föderation mal wieder ein totaler Idiot ist. Merkwürdigerweise sind fast alle Leute, die über Picard stehen, echte Dummköpfe. Dieses Phänomen gibt es aber auch bei uns im 21. Jahrhundert, denn je höher ein Mensch jobtechnisch kommt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er ein Schwein oder wenigstens ein Idiot ist. Man werfe nur mal einen Blick in die Politik. Und die meisten Arbeitnehmer können mir da sicherlich auch zustimmen.

EPISODE 17 - DIE SÜNDEN DER VÄTER (Originaltitel: Sins Of The Father)
Aufgrund des Austauschprogrammes zwischen Föderation und Klingonen kommt Commander Kurn auf die Enterprise. Es stellt sich heraus, dass Kurn ein Halbbruder von Worf ist, der ihm berichtet, dass ihr gemeinsamer Vater vom Hohen Rat der Klingonen als Verräter beschuldigt wird, da er vor sehr vielen Jahren angeblich einen Außenposten an die Romulaner verraten hat, was den Tod von vielen Klingonen nach sich führte. Die Enterprise fliegt zum Klingonenplaneten Kronos, um vor dem Rat die Ehre des Vaters wiederherzustellen. Während Worf dort sich vor dem Ältestenrat verteidigt, stellen die Leute auf der Enterprise Nachforschungen an und findet heraus, dass nicht Worfs Vater der Verräter war, sondern jemand anderes. Das macht die Sache für Worf aber umso schwieriger...

Endlich darf man auch mal auf den klingonischen Planeten Kronos fliegen und sehen, wie hübsch es hier ist.. nicht. Es wird klar, warum die Klingonen so aggressiv sind, denn überall ist es dort düster und hässlich. Jedenfalls bietet uns diese interessante Folge wieder neue Einblicke in das Leben und die Vorstellungen der Ehre der Klingonen. Am besten ist natürlich, dass es hier endlich mal wieder kein wirkliches Happy End gibt, doch was genau passiert, muss man selbst sehen. Weiterhin erwähnenswert ist, dass Schauspieler Tony Todd Worfs Bruder darstellt. Tony Todd kennt man als „WISHMASTER“ und ganz besonders als Darsteller des „CANDYMAN“.

EPISODE 18 - VERSUCHSKANINCHEN (Originaltitel: ALlegiance)
Picard erwacht aus einer Bewusstlosigkeit und findet sich in einer Zelle wieder, die er mit drei anderen Wesen unterschiedlicher Rassen teilen muss. Alle wurden ebenfalls entführt und keiner weiß, wo man sich befindet oder wer die Entführer sind. Man versucht diverse Ausbruchsversuche, doch vergeblich. Unterdessen befindet sich auf der Enterprise ein Doppelgänger von Captain Picard, der sehr merkwürdige Befehle gibt...

Eigentlich eine ganz witzige Episode, die vor allem dadurch lebt, dass der Doppelgänger-Picard auf der Enterprise sehr komische Dinge vollbringt. Am interessantesten ist natürlich sein Liebesgeständnis zu Beverly Crusher, die zwar hocherfreut ist, aber natürlich wieder den Beruf über ihre persönlichen Gefühle stellt. Und natürlich ist es auch merkwürdig, dass Picard in Zehn Vorne eine Runde Bier ausgibt und dazu Lieder singt. Die Geschichte mit dem Gefängnis ist da eigentlich nur schmückendes Begleitwerk und auch nicht sonderlich spannend.

EPISODE 19 - PICARD MACHT URLAUB (Originaltitel: Captain´s Holiday)
Picard ist ernsthaft urlaubsreif, und nach eingem Druck seitens seiner Besatzung lässt er sich zu einem Erholungsaufenthalt auf dem Vergnügungsplanten Risa überreden. Hier lernt er die Archäologin Vash kennen. Picard ist zwar anfangs ziemlich genervt, doch schon bald lässt er sich auf eine kleine Affäre mit ihr ein und plötzlich geht es um ein sogenanntes „Uthat“, ein Artefakt aus einer weit entfernten Zukunft. Vorgonen aus selbiger tauchen auf und verlangen die Herausgabe des „Uthat“. Auch ein Ferengi will es haben, und so beginnt ein Streit darum...

Wirklich spannend geht es hier nicht zu, doch dafür können wir endlich mal einen Blick auf Risa werfen, dem legendären Erholungsplaneten. Leider beschränkt sich dies hauptsächlich auf einen kleinen Garten mit ein paar Liegen. Dafür darf Captain Picard ein wenig Abenteurer spielen und sogar eine kurzlebige Affäre mit einer Frau haben. Max Grodenchick ist hier übrigens wieder mal als Ferengi ganz emsig bei der Sache und weiterhin sei noch erwähnt, dass die Vorgonen nichts mit den Vogonen aus „PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS“ zu tun haben.

EPISODE 20 - DER TELEPATH (Originaltitel: Tin Man)
Die Föderation schickt den Betazoiden Tam Elbrum an Bord der Enterprise, denn er soll mit einem riesigen außerirdischen Wesen in Kontakt treten, welches sich in der Umlaufbahn eines Sternes befindet. Der Stern wird in Kürze zu einer Supernova werden und dadurch dann auch das Wesen töten, und Tam Elbrum soll es warnen. Der Betazoide findet heraus, dass das Wesen eine Art organisches Raumschiff ist, welches etlichte Jahrtausende alt ist und „Gomtun“ heißt. Auch die Romulaner sind vor Ort und wollen Kontakt mit „Gomtum“ aufnehmen. Als Tam Elbrum das Wesen vor der Supernova warnt, reagiert das Wesen und zerstört dabei eines der Romulaner-Schiffe...

Na ja, das ist eher eine etwas langweiligere Episode. Hauptsächlich die Trickeffekte sind gelungen. Da gibt es um einen das außergewöhnlich wirkende Wesen, über das auf der Bonus-DVD des DVD-Sets von Paramount ausführlich berichtet wird, weiterhin gibt es viele gute Enterprise-Aufnahmen und eine Supernova. Im Ganzen, wie gesagt, nicht sehr spannend, eher ein bisschen dramatisch, obwohl man den Betazoiden nicht besonders sympathisch finden kann.

EPISODE 21 - DER SCHÜCHTERNE REGINALD (Originaltitel: Hollow Pursiut)
Lt. Reginald Barclay ist ein schüchterner und unsicherer Mann, der zu allem Überfluss auch noch unzuverlässig ist und ständig zu spät kommt. Grund genug, dass sein Vorgesetzter LaForge ihn rausschmeißen will. Picard allerdings verlangt, dass LaForge ihn nicht entlässt, sondern sich besonders um ihn kümmert. LaForge verzweifelt fast und eines Tages trifft er Barclay im Holodeck, als er ein seltsames Programm dort ablaufen lässt. Barclay hat hier alle Vorgesetzte der Enterprise simuliert und in komische Rollen gesteckt...

Das ist bei weitem eine der witzigsten Folgen der ganzen Staffel, denn man sieht unsere Helden in ungewohnten Rollen. Dr. Crusher als Objekt der Begierde, Troi als Liebesgöttin, Picard und seine Mannen als Musketiere und einiges mehr. Der kauzige Barclay, dargestellt von „DAS A-TEAM“-Schauspieler Dwight Schulz, sollte im Laufe der Serie noch einige weitere Gastauftritte haben.

EPIODE 22 - DER SAMMLER (Originaltitel: The Most Toys)
Datas Shuttle explodiert aus mysteriösen Gründen und der Androide scheint tot zu sein. In Wirklichkeit allerdings hat man ihn raffiniert gekidnappt. Kidnapper ist der Zibalianer Kivas Fajo, der eine Art intergalakische Raritätensammlung betreibt, und Data soll sein Glanzstück werden. Die Mannschaft der Enterprise sucht anfangs gar nicht nach ihm, weil es den Anschein hat, als sei Data zerstört worden. Als Geordie aber Zweifel an der Sache kommen, beginnt man nachzuforschen...

Keine schlechte Idee, in der Data einfach als Schaustück in einer Freakshow ausgestellt werden soll. Der Androide muss sich wieder einmal ein Stück weiterentwickeln und lernen, seine Freiheit zu erkämpfen. Ob er am Ende wirklich geschossen hätte oder nicht, bleibt ein ewiges Rätsel. Insofern mal wieder eine sehr interessante Episode, doch das ist bei Folgen, in denen Data im Mittelpunkt steht, ja eigentlich auch nicht verwunderlich, längst hat er sich zum tiefsinnigsten Charakter der ganzen Crew entwickelt.

EPISODE 23 - BOTSCHAFTER SAREK (Originaltitel: Sarek)
Der 200 Jahre alte Vulkanier Sarek kommt an Bord der Enterprise, um hier ein 90 Jahre vorbereitetes Treffen mit den Legaranern abzuhalten. Picard ist erstaunt, denn der Vulkanier ist auffällig aggressiv und bei einem Geigenkonzert rollt ihm sogar eine Träne über die Wange, obwohl Vulkanier eigentlich ihre Emotionen unterdrücken. Außerdem sind auf dem Schiff viele Besatzungsmitglieder ebenfalls plötzlich vollkommen aggressiv geworden. Beverly Crusher findet heraus, woran es liegt. Sarek leidet unter dem sogenannten Bendi-Syndrom. Dieses befällt Vulkanier, die alt werden und es zulässt, dass man nicht mehr seine Emotionen kontrollieren kann. Da er unter telepathischen Fähigkeiten leidet, färbt dies auf die Menschen um ihn herum ab. Was soll nun passieren? Sollen die Verhandlungen scheitern und damit Sareks Lebenswerk vernichtet werden?

Eine wirklich sehr gute Folge in vielerlei Hinsicht. Zuallererst lernen wir in Sarek den legendären Vater von Spock kennen. Weiterhin erhalten wir interessante neue Einblicke in das Leben von Vulkaniern und sehen die erste Kneipenschlägerei im 10 Vorne. Die beste Szene aber ist die, in der Picard durch die Gedankenverschmelzung mit Sarek dessen Emotionen durchleben muss, während Sarek die Verhandlungen führt. Hier kann Picard mal die volle Gefühlsbandbreite eines Schauspielers durchleben.

EPISODE 24 - DIE DAMEN TROI (Originaltitel: Menage A Troi)
Bei einem Picknick werden Riker, Deanna und ihre Mutter Lwaxana auf ein Ferengi-Schiff entführt, da der Ferengi Tog sich in sie verliebt hat. Um Deanna und Riker zu schützen, geht Lwaxana auf den liebestollen Ferengi ein und tut so, als sei sie ebenfalls in ihn verliebt. Riker unterdessen versucht, Kontakt mit der Enterprise aufzunehmen...

Das ist dieses Mal wieder eine eher lustige Folge. Höhepunkt sind eindeutig die Szenen, in den Lwaxana dem Ferengi das Ohr krault (dass sie hier besonders liebesempfänglich sind, wird hier übrigens das erste Mal erwähnt) und natürlich die Szene, in der Picard Lwaxana seine Liebe gesteht. Wieso er das tut? Das sage ich aus spannungstechnischen Gründen nicht. Da ich die Serie inzwischen zum dritten Male komplett gucke, muss ich sagen, dass mir die Figur des Wesley Crusher nicht mehr so unsympathisch ist, wie zu Anfang. Er passt sich gut in das Geschehen ein, obwohl er vom Gemüt her manchmal wie ein Kind wirkt, wie ein unterwürfiges, neunmalkluges Kind. Aber so muss er eigentlich auch sein.

EPISODE 25 - WER IST JOHN? (Originaltitel: Transfigurations)
Bei einem Außeneinsatz bringt das Team einen verletzten Mann mit an Bord der Enterprise. Da man nicht weiß, wie sein Name ist, nennt man ihn „John Doe“. Der Mann ist sehr schwer verletzt, doch er erholt sich erstaunlich schnell, kann sich aber an nichts mehr erinnern. Bald schon stellt sich heraus, dass er über erstaunliche Fähigkeiten verfügt, so kann er zum Beispiel mittels Handauflegen Krankheiten heilen. Dann taucht ein fremdes Raumschiff auf und fordert die Herausgabe von „John Doe“, da dieser angeblich schwere Verbrechen begangen hätte und zum Tode verurteilt sei...

Was dann passiert, verraten wir hier lieber nicht, um die Spannung der Geschichte nicht zu vermiesen. Soviel sei jetzt aber gesagt, dass John Doe über Kräfte verfügt, über die seine anderen Mit-Aliens nicht verfügen, und so haben diese Angst vor ihm. „Wer ist John?“ ist eine mittelmäßige Episode, die wahrscheinlich hauptsächlich dafür gemacht wurde, damit Beverly Crusher auch mal eine kleine Liebesaffäre hat, obwohl sie sich eigentlich nach Picard verzehrt. Natürlich ist klar, dass mit „John Doe“ nix längerfristiges innerhalb der Serie passiert und insofern ist das Ganze leider etwas sinnlos. Lustiger hingegen ist die Anfangsszene, in der ausgerechnet Worf Geordi LaForge Tips in Sachen „Frauen anbaggern“ gibt.

EPISODE 26 - IN DEN HÄNDEN DER BORG (Originaltitel: The Best Of Both Worlds, Part 1)
Die Borg sind da und haben eine menschlie Kolonie zerstört. Die Enterprise trifft auf eines dieser kubusförmigen Raumschiffe und es kommt zum Kampf, in dessen Verlauf Captain Picard von einigen Borg entführt wird. Als ein Außenteam hinüberbeamt, um den Captain zu retten, stellt sich heraus, dass Picard einer von ihnen geworden ist. Locutus, der Borg...

Die Geschichte braucht man nicht sehr ausführlich beschreiben. Ganz klar ist das hier eine der besten und vielleicht auch bekanntesten Geschichten aus dem „NEXT GENERATION“-Universum. Nicht nur, dass Riker es mit einer sehr resoluten Lt. Shelby zu tun hat, die keinen Hehl daraus macht, seinen Platz einnehmen zu wollen, erfahren wir hier viele erste wichtige Details zu den Borg, die uns ja schon vor längerer Zeit von Q angekündigt wurden. Die Folge ist recht düster und sehr spannend gehalten und mit Lt. Shelby wäre theoretisch ja auch ein Ersatz für Riker gefunden, der im Falle des Nicht-Wiederkehrens von Picard ja an dessen Stelle gerutscht wäre. Die Ganze Folge lief ja schon darauf hinaus, und das Publikum wusste nicht, ob Picard wirklich wiederkommen würde. Wir wissen es natürlich besser, aber als Ende der Staffel als Cliffhanger konnte diese Folge nicht besser sein. Ich bin beeindruckt.

Die dritte DVD-Box der „NEXT GENERATION“ bietet auf der letzten DVD wieder eine Menge exklusives Bonusmaterial, dass jedes „STAR TREK“-Herz höher schlagen lässt. Das erste Special nennt sie, wie gewohnt, „Missions-Überblick“ und berichtet, welche Dinge sich gegenüber der zweiten Staffel geändert haben und was in der dritten Season so alles passieren wird. So wird dem Fan schon einmal ein Gastauftritt der gestorbenen Tasha Yar schmackhaft gemacht, die Borg werden angekündigt und es wird erläutert, wieso Dr. Pulaski gehen musste und wieso Dr. Beverly Crusher wiedergekommen ist (insgesamt 17:22 Min.). Der nächste Punkt behandelt die Crew und analysiert ihre Charaktere und die Veränderungen, die sie im Laufe der dritten Staffel durchmachen. So wird sehr eingehend über die Beziehung zwischen Sohn und Mutter Crusher beleuchtet, die ja aufgrund der Rückkehr von Beverly besonders erwähnenswert ist. Weiterhin wird die Beziehung zwischen Troi und Riker vertieft und die Entwicklung von Worf sowie von Geordie LaForge (gesamt 13:31 Min.). Es folgen Information zur „Produktion“, wobei in der ersten Hälfte das besondere Augenmerk auf die Drehbücher gelegt wird und wo berichtet wird, dass jeder aus dem „STAR TREK“-Team die Möglichkeit hat, eigene Skripts vorzustellen. Die zweite Hälfte beschäftigt sich mit dem Design und den visuellen Effekten, zum Beispiel mit dem neuen Enterprise-Model. Zu guter Letzt gibt es hier auch noch ein paar fast skurrile Informationen, wie die Tontricks in der Serie gemacht werden (gesamt 19:47 Min.). Unter dem letzten Menue-Punkt „Erinnerungswürdige Missionen“ gibt es Informationen zu einigen ausgewählten Episoden. Unter anderem wird hier auf den berühmten emotionalen Ausbruch von Captain Picard eingegangen, auf die neuen Q-Folgen und auf den interessanten Androiden Lal, der ein kompliziertes und umständliches Design hat (insgesamt 13:05 Min.). So ist auch die dritte Season ein Muss für jeden Fan.
(Haiko Herden)



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- Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert - Staffel 3 (USA 1989)

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