Embryo des Bösen(Großbritannien 1973)Originaltitel: And Now the Screaming Starts! Alternativtitel: Regie: Roy Ward Baker Darsteller/Sprecher: Peter Cushing, Herbert Lom, Patrick Magee, Stephanie Beacham, Ian Ogilvy, Geoffrey Whitehead, Guy Rolfe, Rosalie Crutchley, Gillian Lind, Sally Harrison, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
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England im Jahr 1795. Catherine heiratet Charles Fengriffen und zieht mit ihm auf dessen abgelegenes Familienanwesen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft häufen sich merkwürdige Vorfälle. Catherine glaubt, eine abgetrennte, sich durch die Gegend bewegende Hand zu sehen, später erscheint ihr eine unheimliche Gestalt mit entstelltem Gesicht und leeren, blutenden Augenhöhlen. Besonders angenehm ist das alles nicht, zumal Charles und die Bediensteten offenbar mehr über die Geschichte des Hauses wissen, als sie ihr erzählen wollen. Nach der Hochzeit wird Catherine in der Nacht von einer geisterhaften Erscheinung angegriffen. Als sie wenig später schwanger ist, verstärken sich ihre Ängste und Visionen. Gleichzeitig sterben Menschen, die ihr Informationen über die Vergangenheit der Familie geben könnten, unter ziemlich ungewöhnlichen Umständen. Charles erkennt immer deutlicher, dass tatsächlich ein dunkles Geheimnis auf seiner Familie lastet. Schließlich wird der erfahrene Dr. Pope hinzugezogen, der zunächst versucht, eine rationale Erklärung für Catherines Zustand zu finden. Der Ursprung des Grauens liegt viele Jahrzehnte zurück und hängt mit Charles' Vorfahren Henry Fengriffen, einem früheren Diener der Familie und einem Fluch zusammen, dessen Auswirkungen offenbar noch immer nicht beendet sind...
Der Film entstand 1973 bei Amicus Productions, also bei jener britischen Firma, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren neben Hammer zu den wichtigsten Produzenten klassischen Horrors gehörte. Amicus ist vor allem für seine Episodenfilme wie "DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK" oder "ASYLUM" bekannt, während "EMBRYO DES BÖSEN" ausnahmsweise eine durchgehende Geschichte erzählt. Regie führte Roy Ward Baker, bekannt vor allem durch "DIE LETZTE NACHT DER TITANIC", der später auch mehrfach für Hammer und Amicus arbeitete. Die Geschichte basiert auf David Cases 1970 erschienener Novelle "Fengriffen". Für die Außenaufnahmen nutzte man Oakley Court bei Windsor, das Horrorfans bekannt vorkommen dürfte. Das Gebäude war zuvor bereits in verschiedenen Hammer-Produktionen zu sehen und wurde später auch für "THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW" genutzt. Die Innenräume entstanden dagegen im Studio. Heute ist das Anwesen ein Hotel. Die übernatürlichen Effekte sind angenehm handgemacht. Die abgetrennte Hand, der augenlose Geist und einige später ein paar makabre Momente wirken heute natürlich nicht mehr schockierend, aber sie besitzen eine schöne nostalgische Präsenz. Dabei ist der Film durchaus etwas härter, als man zunächst vermutet. Gerade einige Bilder im späteren Verlauf sind für einen britischen Gothic-Film dieser Zeit recht drastisch und haben in Deutschland für eine FSK-18-Freigabe gereicht. Trotzdem ist "EMBRYO DES BÖSEN" natürlich kein Splatterfilm und will auch keiner sein. Mir gefällt der Film jedenfalls ziemlich gut. Der Film erzählt keine Geschichte, die man nicht in ähnlicher Form bereits irgendwo gesehen hätte, macht das aber mit genügend Stil, guten Darstellern und einer angenehm düsteren Grundstimmung. Manchmal möchte man einfach ein altes englisches Herrenhaus, einen Familienfluch, eine herumkrabbelnde Hand und Peter Cushing. Und "EMBRYO DES BÖSEN" liefert genau das. (Haiko Herden)
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