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Das Experiment

(BRD 2001)

Originaltitel: Das Experiment
Alternativtitel:
Regie:
Oliver Hirschbiegel
Darsteller/Sprecher: Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnany, Oliver Stokowski, Andrea Sawatzki, Christian Berkel ,
Genre: - Thriller


20 Freiwillige melden sich, um bei einem Universitäts-Experiment innerhalb von zwei Wochen 4000 DM zu verdienen. Man möchte das Aggressionsverhalten studieren und 10 der Freiwilligen sollen in einem künstlich erschaffenen Gefängnis die Wärter sein, die anderen 10 Gefangene. Unter den zehn Gefangenen ist auch Tarek, der sich mit einer Minikamera, eingebaut in seiner Brille, unter die Leute gemischt hat. Keiner der 20 Leutchen glaubt, dass es Probleme geben könnte, doch nach und nach findet sich jeder in seine Rolle ein. Die Wärter lassen ihre Autorität spielen, die Gefangenen üben sich in Demut und auch Rebellion. Nach und nach allerdings spielt sich das Ganze in immer ernsteren Ausschnitten ab...

Viele Leute haben schon Kritiken zu diesem Film geschrieben und im Grunde waren sich alle einig, dass dies ein Meisterwerk des deutschen Filmes ist. Ich muss mich diesen Kritiken anschliessen. Selten habe ich einen so intensiven Film gesehen, der nicht einfach nur spannend ist, sondern auch als eingehende Charakterstudie gelten kann und sogar als überaus gelungene Sozialstudie. Gespielt von tollen Schauspielern, allen voran natürlich Moritz Bleibtreu und Christian Berkel, aber auch allen anderen nimmt man Vorbehaltlos ihre Rollen ab. Man muss allerdings auch ein paar negative Worte dazu sagen. Manche Szenen wirken etwas zu konstruiert, manches auch ziemlich unlogisch, wieso zum Beispiel ist in der Black Box ein Schraubenzieher? Wieso können die Flüchtenden minutenlang durch das Gebäude laufen und auf niemanden treffen, denn es ist ja kein einsames Haus inmitten eines einsamen Waldes, sondern eine belebte Universität. Das verstehe ich nicht. Aber für einen Film muss es ja auch dramatisch zugespitzt werden, sonst wäre es ja auch langweilig. (Haiko Herden)

Eine Gruppe von Wissenschaftlern plant ein Experiment, für das eine Reihe von völlig verschiedenen Männern angeworben wird. Ein Teil der Guppe „spielt“ Gefangene, der andere Teil stellt die Gefängniswärter dar. Zunächst nehmen die Gefangenen das Ganze noch nicht wirklich ernst und betrachten ihre Rolle als Spiel, während die „Wärter“ sich sofort mit ihrer Rolle identifizieren und das Gefühl von Macht ausleben. Im Laufe der Zeit jedoch eskaliert die Lage und es kommt zu ersten Gewaltanwendungen. Irgendwann gerät die Lage außer Kontrolle und auch die beobachtenden Wissenschaftler werden in den Strudel von Gewalt hineingezogen...

Viel mehr sollte man zum Inhalt des Filmes nicht schreiben, denn dann würde viel von der atemberaubenden Spannung verloren gehen. „Das Experiment“ ist ein deutscher Film und das zeigt einmal mehr, dass in unserem Lande nicht nur alberne Komödien, Beziehungskisten und „künstlerisch anspruchsvolle“ Filme entstehen können, sondern auch handfeste, intelligente Thriller. Die Entwicklung des Experimentes ist natürlich vorhersehbar, von Anfang an ist klar, dass die „Wärter“ in einen Machtrausch geraten werden und die Gefangenen sich irgendwann dagegen wehren, doch ist das Ganze derart gut inszeniert, dass man nach einer eher langsamen ersten Viertelstunde schnell nur noch mit offenen Mund zusieht. Man kann eigentlich keinen der tollen Darsteller hervorheben (auch wenn Moritz Bleibtreu ein wenig die Hauptrolle spielt), denn alle zeigen auf unterschiedliche Art und Weise eine beeindruckende Leistung. Besonders erwähnen möchte ich aber doch Christian Berkel, der die undurchsichtigste Figur spielt. Die gesamte Brutalität und Härte, die im Film vorkommt ist absolut notwendig für die Handlung, obwohl das Gezeigte teilweise stark an die Grenze des Erträglichen geht.

Inwiefern solch ein Experiment realistisch ist, bzw. ob das tatsächlich derart unkontrolliert ablaufen könnte (der leitende Professor ist längere Zeit einfach nicht erreichbar), kann ich nicht beurteilen, aber für den Film ist es auch egal. Regisseur Oliver Hirschbiegel beweist, dass Deutschland doch nicht filmisches Ödland ist. Überraschenderweise ist dies sein erster Kinofilm, vorher hat er nur fürs Fernsehen gearbeitet. Nach „23 - Nichts Ist So Wie Es Scheint“ von Hans-Christian Schmidt und „Anatomie“ ist dies der nächste deutsche Thriller von internationalem Format.

Die DVD ist bei Concorde erschienen und präsentiert den Film im Original-Kinoformat und einwandfreiem Bild und Ton, daran gibt es wirklich nichts auszusetzen. Die Ausstattung ist wirklich gelungen, als Bonusmaterial gibt es etwa 10 Minuten Szenen, die im Endschnitt nicht verwendet wurden und trotzdem sehr interessant sind. Dazu gibt es „Gespräche mit der Versuchsleitung“, wo ein Großteil der Experiment-Teilnehmer noch mal in ihrer Rolle befragt wird, was einigen Aufschluss auch über einige der im Film nicht im Vordergrund stehenden Personen gibt. Trailer und Teaser sind Standard, ebenfalls die obligatorischen Texttafeln. Weiterhin gibt es ein paar unkommentierte „Hinter den Kulissen“-Aufnahmen und sehr interessante Interviews. Wie es sich gehört gibt es als Höhepunkt auch noch einen Audiokommentar mit dem Regisseur Hirschbiegel und dem Hauptdarsteller Bleibtreu. Was will man mehr? Kurz gesagt: dies ist ein DVD, wie sie sein soll, klasse Film, einwandfreie Qualität und umfangreiches, interessantes Bonusmaterial. (A.P.)

Der Taxifahrer und Journalist Tarek Fahd (Moritz Bleibtreu) nimmt an einem freiwilligen wissenschaftlichen Experiment teil: Für 4000 Mark soll eine Gruppe von Männern unter der Aufsicht von Psychologen vierzehn Tage in einem Gefängnis verbringen. Die Männer werden zufällig in "Wärter" und "Gefangene" unterteilt und sollen sich voll und ganz in ihre Rollen hineinversetzen. Dazu gehört auch, dass die Wärter beispielsweise Uniform tragen und mit Handschellen und Schlagstöcken ausgerüstet sind, während die Gefangenen Anstaltskittel tragen und zu dritt in engen Zellen schlafen müssen. Aufgabe der Wärter ist es, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Die wichtigste Regel: Weder Wärter noch Gefangene dürfen Gewalt anwenden.

Nach sehr kurzer Zeit bereits beginnen zwischen den beiden Gruppen die ersten Machtspielchen. Tarek, der in der Gefangenengruppe gelandet ist, wittert als Journalist die Riesenstory und provoziert deshalb die Wärter, um die Stimmung weiter aufzuheizen. Allmählich verhärten sich die Fronten, und das Spiel wird zu bitterem Ernst. Einzelne Gefangene sind dem psychischen Druck nicht mehr gewachsen, während die Wärter zunehmend Gefallen an ihrer Machtposition finden und die Häftlinge mehr und mehr schikanieren. Angeführt von dem sadistischen Berus (Justus von Dohnany) verlieren die Wärter den Blick für die Verhälnismäßigkeit ihrer Mittel und schrecken schließlich auch vor den schlimmsten Erniedrigungen, Folter und Gewalt nicht zurück. Als die Versuchsleiter die Kontrolle über das Experiment verlieren, läuft es völlig aus dem Ruder und Tarek und die anderen Gefangenen müssen um ihr Leben kämpfen.

Oliver Hirschbiegel gelang mit seinem Kinodebüt ein meisterhafter Psychothriller, an dem einfach alles stimmt: Die Schauspieler sind ausnahmslos brillant (neben den großartigen Moritz Belibtreu und Justus von Dohnany begeistert vor allem Oliver Stokowski als mitleiderregender Verlierertyp Schütte) und die Inszenierung ist packend und fesselt den Zuschauer bis zur letzten Sekunde. Obwohl der Film wirklich knallhart ist und bestimmt nichts für schwache Nerven oder zarte Gemüter ist, ist er doch alles andere als oberflächlich. Hirschbiegel konzentriert sich erfreulicherweise doch sehr auf die psychologischen Aspekte des Films und skizziert eindrucksvoll die Mechanismen der Macht mit ihren Begleiterscheinungen wie Erniedrigung, Unterwerfung, Auflehnung und Mitläufertum.Endlich mal ein hervorragender deutscher Thriller, der sich nicht im geringsten vor amerikanischen Produktionen verstecken muß. (Haiko Herden)

Leser-E-Mail: du schreibst in deiner kritik, dass du nicht beurteilen kannst, in wie weit ein solches experiment realistisch ist. dazu folgendes:

das experiment hat tatsächlich stattgefunden. irgendwann in den 60er jahren in amerika. das echte experiment musste nach 3 (!) tagen abgebrochen werden (geplant waren wie im film 14 tage). im grossen und ganzen lief es wie im film bis zu der "feuerlöscher-szene". bei aktuellen interviews (so um die zeit des deutschen film-starts) mit den teilnehmern wurde erschreckend deutlich, dass einige "wärter", auch nachdem ihnen die damaligen bilder nochmal vorgespielt wurden, ihr verhalten völlig angemessen finden und dass, obwohl beim echten experiment keinerlei provokation von den "gefangenen" ausging (was man ja im film schon eher behaupten kann. (moe)




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