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Hana-Bi - Feuerblume

(Japan 1998)

Originaltitel: Hana-Bi
Alternativtitel:
Regie:
Takeshi Kitano
Darsteller/Sprecher: Kayoko Kishimoto, Ren Osugi, Susumu Terajima, Tetsu Watanabe, Hakuryu, Yasuei Yakushiji,
Genre: - Drama


Den Polizisten Nishi erwischt ein Schicksalsschlag nach dem anderen. Einerseits erfährt er, dass seine Frau seit einiger Zeit an Leukämie erkrankt ist und aus diesem Grund in absehbarer Zeit sterben wird. Dann wird auch noch sein Kollege und bester Freund Horibe bei einem Einsatz zum Krüppel geschossen. Nishi wird immer wieder von wahnsinnigen Agressionsausbrüchen geplagt, was ihm bei der Polizei oft Schwierigkeiten bereitet. Außerdem hat er sich bei den Yakuza Geld geliehen, die ihn seitdem nicht mehr in Ruhe lassen. Nishi quittiert seinen Dienst und plant einen Banküberfall, um den Yakuza ihr Geld zurückzuzahlen, Horibe teure Zeichenuntensilien zu kaufen und mit seiner Frau einen Urlaub an den Fujiyama zu unternehmen...doch die Vergangenheit holt Nishi immer wieder ein.

Takeshi Kitano`s mittlerweile siebter Film ist wirklich einzigartig und hinterlässt auf jeden, der ihn sieht, einen markanten Eindruck und regt zum Nachdenken an, wie kaum ein zweiter Film. Der Film ist in seiner Kombination ebenfalls völlig einmalig. Denn überwiegend ist der Film extrem langsam und ruhig, oft denkt man, dass eine Einstellung zu lang ist, wenn schon alle Protagonisten aus ihr verschwunden sind, doch gerade solche Dinge machen den Film so einzigartig. Diese melancholischen Szenen machen wirklich den Hauptteil des Films aus, aber sie enden dann oft plötzlich und abrupt, wenn Nishi einen seiner Agressionsanfälle bekommt und die Szene in ein völliges Gemetzel ausartet. Kitano spielt seine Rolle absolut überzeugend und obwohl er, wie immer, kaum ein Wort spricht, weiß man immer was ausgedrückt oder gesagt werden sollte. Der Titel des Films passt wie die Faust aufs Auge... „Hana“ heißt übersetz Blume und steht sinnbildlich für das Leben, während „Bi“ Gewehrfeuer heißt und für den Tod steht.

Der Film ist international mit Preisen und Kritikerlob überhäuft worden und dies absolut zu Recht, so hat Hana Bi nicht nur den „Goldenen Löwen von Venedig“ sondern auch den „Europäischen Filmpreis als bester nichteuropäischer Film“ erhalten. Insgesamt ist Hana Bi sicher ähnlich zu anderen Filmen Kitanos (Violent Cop, Sonatine), aber all diese besitzen einfach nicht diesen absoluten Feinschliff, den man Hana Bi jede Sekunde anmerkt, somit ist es Kitanos bis dato besser und genialster Film.

Den Film gibt es als deutsche VHS, um eine DVD zu bekommen, müsst ihr auf den UK-Import zurückgreifen. Die VHS solltet ihr eigentlich ohne größere Probleme z.B. bei Lost&Found bekommen, die deutsche Synchro ist zwar nicht pefekt, aber zerstört den Film zum Glück nicht. Hana Bi wird desöfteren von dritten Kanälen ausgestrahlt, also Augen auf, wenn ihr das Fernsehprogramm durchseht. (Flextastic)

Nishi arbeitet als Polizist und ist dort für seine unkontrollierbaren Wutausbrüche bekannt. Im Moment aber macht eine sehr schwere Zeit mit. Seine Tochter ist vor einiger Zeit gestorben, seine Frau Miyuki leidet an Leukämie und hat nur noch wenige Tage zu leben, sein Partner und Freund Horibe wurde bei einem gemeinsamen Einsatz so schwer verletzt, dass er nur noch im Rollstuhl fortleben kann und zu allem Überfluss hat er jede Menge Schulden bei der örtlichen Yakuza, den er aufnehmen musste, um Medikamente für seine Frau bezahen zu können. Er plant, eine Bank zu überfallen, um seine Schulden zurückzahlen zu können und seiner Frau die letzten Tage so schön wie möglich zu gestalten. Seine moralischen Bedenken fallen, ein Leben, dass so schlecht zu ihm ist, verdient es nicht, es zu würdigen. Er klärt auf brutale Art und Weise seine Schulden bei der Yakuza und überfällt die Bank...

Wenn mich ein Film in der letzten Zeit beeindruckt hat, dann dieser hier. Er wechselt ab zwischen brutalen Gewaltorgien zu quälend melancholischen und todtraurigen Bildern. Bilder voller deprimierter Langsamkeit. Die Kamera arbeitet auf genau diese Weise und verstärkt diesen Eindruck noch um einige Grade. Im Gegensatz dazu sind die Gewaltszenen hart und sehr realistisch. Bitte nicht falsch verstehen, denn der Film ist wirklich kein Gewaltfilm, sondern ein wirklich stiller Vertreter seiner Art. Die Szenen gehören zur Charakterdarstellung von Nishi. Nishi-Darsteller Kitano Takeshi kennen wir bereits aus „VIOLENT COP“, der ein bisschen ähnlich ist und ebenfalls schon sehr fesselte, doch „HANA-BI – FEUERBLUME“ ist noch um einige Grade ergreifender. Ganz besonders die letzten Szenen, in denen Mann und Frau zusammen sterben, ein bekanntes Motiv japanischer Dramen. Man kann es nicht anders sagen, aber der Film ist ein absolutes Meisterwerk! (Haiko Herden)



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Alles von Takeshi Kitano in dieser Datenbank:

- Battle Royale 2 -Requiem (Japan 2003)
- Takeshi Kitanos Dolls (Japan 2002)
- Battle Royale (Japan 2000)
- Brother (USA / Japan / England 2000)
- Kikujiros Sommer (Japan 1999)
- Hana-Bi - Feuerblume (Japan 1998)
- Violent Cop (Japan 1989)

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