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Irgendwo in Afrika

(BRD 2001)

Originaltitel: Nirgendwo in Afrika
Alternativtitel:
Regie:
Caroline Link
Darsteller/Sprecher: Juliane Köhler, Regine Zimmermann, Merab Ninidze, Matthias Habich, Gabrielle Odinis, Karoline Eckertz, Herbert Knaup, Lea Kurka, Sidede Onyulo,
Genre: - Drama


1938 in Deutschland. Endlich kommt für Jettel Redlich und ihre fünfjährige Tochter Regina die Nachricht, dass sie ihrem Mann Walter nach Kenia folgen kann. Er war nämlich hundertprozentig davon überzeugt, dass es den Juden unter der Naziherrschaft schlecht gehen wird und hat sich schon vorab abgesetzt und holt nun seine Familie nach. Jettel und Tochter fahren zu ihm, nach Kenia, denn er hat dort einen Job als Bewirtschafter einer kleinen Farm namens Rongai. Dort angekommen packt sie das Entsetzen, denn es herrschen natürlich einigermaßen primitive Zustände. Jettel kann sich beim besten Willen nicht damit anfreunden, denn sie stammt aus einem gutbürgerlichen Haus und auch die Schreckensnachrichten aus der Heimat berühren sie nicht und dämpfen ihr Heimweh nicht. Kenia ist für sie in allen Belangen schrecklich und dass die Flucht ihr und ihrer Familie das Leben gerettet hat, will sie nicht wwahrhaben. Regina allerdings findet sich schnell zurecht in ihrer neuen Heimat, blitzschnell erlernt sie die Sprache und findet Freunde. Die Ehe von Jettel und Walter ist alles andere als rosig zu dieser Zeit. Als der Krieg ausbricht, werden alle Deutschen in Kenia von den Engländern in Haft gesteckt, da sie ja alle Feinde sind. Jettel und Regina werden von Walter getrennt und in en Gefängnis gesteckt, welche in Wirklichkeit ein feines Hotel ist, da es nicht genügend Knäste gibt. Obwohl es ihr hier besser geht, nimmt Jettel es mit der neuen Situation auf und erreicht, dass die Frauen ihre Männer in dem weniger bequemen Knast besuchen dürfen. Bei Walter angekommen, muss sie erfahren, dass er gekündigt wurde und nun ohne Job keine Chance hat, aus dem Knast zu kommen...

Super, ich habe schon lange keinen so guten Film aus deutschen Landen mehr gesehen. Die Darsteller haben nichts künstliches an sich, wie es in deutschen Produktionen leider so oft der Fall ist. Das gilt auch vor allem für die Kinderdarsteller. Dazu dann noch eine absolut geistreiche Story, die auf der einen Seite ein gutes Portrait der damaligen Zeit zeigt, auf der anderen Seite auch eine gelungene Abhandlung über die Liebe und über das Leben. Inmitten der Wildnis müssen sich Walter und Jettel darauf besinnen, was Leben wirklich bedeutet, dass die Liebe nicht nur in guten Zeiten klappt, sondern auch in schlechten und dass man seinen Partner als Mensch lieben sollte und nicht und nicht für die Rolle, die er spielt. Aus ihrem schönen Leben in Deutschland herausgerissen, muss sich Jettel ohne Luxus und Geld wiederfinden. Viele Täler muss sie und ihr Mann durchschreiten, ehe sie beide kapieren, worum es im Endeffekt geht. Das Kind hingegen hat es sofort kapiert. Ohne Vorurteile geht es auf die Afrikaner zu, lernt wie selbstverständlich die englische Sprache und macht aus der Situation das beste. Hier kann man wieder den alten Spruch „Kinder an die Macht“ bringen, das Leben wäre garantiert schöner und einfacher.

Die bewegende Story wird noch extra schön durch die wirklich atemberaubende Musik. Eine tolle Mixtur aus orchestralem Monumentalscore und afrikanisch-traditionellen Rhythmen und Gesängen. Dazu dann noch eine gelungene und sensible Regie, die alle Fäden fest in den Händen hält und das ganze Paket absolut stimmig macht. Wirklich super. Das ganze hätte so unendlich kitschig werden können, wie zum Beispiel in „JENSEITS VON AFRIKA“, aber das wird gekonnt umschifft. Der Roman ist übrigens von Stefanie Zweig und beschreibt ihre eigene Lebensgeschichte. Zusammenfassend gesagt: Das ist einer der, wenn nicht sogar der beste deutsche Film der vergangenen Monate.

Die deutsche Doppel-DVD von MC One präsentiert den Film in Deutsch (Dolby Digital 5.1 und Dolby Digital 2.0) sowie im Bildformat 1:2.35 (16:9 anamorph). Untertitel sind in Deutsch für Hörgeschädigte verfügbar. Als Extras gibt es auf der ersten Disk einen Audiokommentar mit der Regisseurin Caroline Link, der Darstellerin Juliane Köhler, dem Produzenten Peter Herrmann und dem Ethnologen Benedict Mirow. Auf der zweiten Disk gibt es ein wunderbares Making Of (28:34 Min.), eine Dokumentation über die Premiere in München (11:19 Min.), eine Dokumentation mit Titel „Magical Kenya“ und vielen Infos über das Land (15:21 Min.), entfallene Szenen im Originalton oder wahlweise mit Audiokommentar der Regisseurin (gesamt 10:19 Min.) Interviews mit Juliane Köhler (20:30 Min.), Merab Ninidze (19:27 Min.), Matthias Habich (17:23 Min.), Sidede Onyulo (8:31 Min.) und Lea Kurka (1:30 Min.). Dann folgt eine Talkrunde mit der Regisseurin, dem Produzenten und der Autorin Stefanie Zweig (31:33 Min.), Casting-Videos mit Juliane Köhler und Merab Ninidze (1:48 Min.) und Lea Kurka und Karoline Eckertz (3:32 Min.), einen Storyboard- und Filmvergleich der Heuschreckenszene (2:58 Min.), eine interessante Behind The Scenes-Diashow mit Audiokommentar des Produzenten (18:45 Min.), vier Stücke von Niki Reisers Soundtrack (gesamt 12:18 Min.), den Trailer (3:06 Min.), Biographien sowie Informationen zur Mukutani Foundation. Zu guter Letzt gibt es noch Trailer zu „BELLA MARTHA“, „GOOD ADVICE“ und „KNALLHARTE JUNGS“. Mehr geht einfach nicht. Eine vorbildliche DVD, die obendrein noch in einem schönen Digipack mit informativen Booklet kommt. (Haiko Herden)




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- Junge muss an die frische Luft, Der (Deutschland 2018)
- Irgendwo in Afrika (BRD 2001)

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