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Stark - The Dark Half

(USA 1992)

Originaltitel: Dark Half, The
Alternativtitel: Stephen Kings Stark
Regie:
George A. Romero
Darsteller/Sprecher: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Julie Harris, Robert Joy, Chelsea Field, Royal Dano, Rutanya Alda, Beth Grant, Kent Broadhurst, Tom Mardirosian,
Genre: - Thriller - Horror/Splatter/Mystery


Kritik 1:


Thad Beaumont unterrichtet Literatur an der Universität und schreibt unter dem Pseudonym George Stark erfolgreiche - und sehr sexualisierte, gewalttätige - Schundromane, was ihm und seiner Frau mit den beiden kleinen Zwillingen ein sorgenfreies Leben ermöglicht. Als ein junger Mann die echte Identität des Erfolgsautors Stark herausfindet und Thad damit erpressen will, beschließt dieser, das Geheimnis öffentlich zu lüften, um dem Erpressungsversuch zu entgehen. Bald darauf beginnt eine Mordserie unter Bekannten von Beaumont und er gerät schnell selbst in Verdacht. Nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass jemand als George Stark die Morde verübt, damit Beaumont einen neuen Roman schreibt...oder hat sich die Kunstfigur verselbstständigt und ist real geworden?

Stephen King-Romane werden praktisch immer verfilmt, oft werden die Filmrechte schon verkauft, bevor die Romane erscheinen. Ende der 80er Jahre war Stephen King bereits einer der erfolgreichsten Schriftsteller aller Zeiten und als 1989 „The Dark Half“ - im Deutschen „Stark“ - erschien, war es wenig überraschend, dass auch bald eine Verfilmung angekündigt wurde. Als Regisseur für den 1993 aufgeführten Film wurde George A. Romero engagiert, der seit langem gut mit Stephen King befreundet war und mit ihm bereits an „Creepshow“ zusammengearbeitet hatte. Romero kennt man natürlich hauptsächlich durch seine erste „Living Dead“-Trilogie, mit der er die moderne Form der „Zombies“ erschaffen hat, die sich ja heute mehr denn je großer Beliebtheit erfreut. Trotz seiner Erfolge schaffte es Romero nie in die A-Riege der amerikanischen Regisseure und musste jede Menge Flops verkraften, was immer niedrigere Budgets zur Folge hatte. Bei „Stark - The Dark Half“ war das Budget aber solide und es wurde der vielleicht mainstreamtauglichste Film des Regisseurs. Ein richtiger kommerzieller Erfolg wurde der Film dennoch nicht und hat sein Geld wohl erst durch die Video- (und späteren DVD- und Blu Ray-) Veröffentlichungen eingespielt.

Dabei ist der Film eine der besseren Stephen King-Verfilmungen der damaligen Zeit und gibt die Geschichte der Buchvorlage recht genau wieder, ohne sich allzu viele Freiheiten zu erlauben. Hier hatte die enge Zusammenarbeit von King und Romero sicher positiven Einfluss, wobei aber das Studio dann doch einiges an Kompromissen durchsetzte.

Roman und Film bieten viele typische King-Elemente. So ist einmal mehr ein Schriftsteller die Hauptfigur, die eine Menge autobiographische Züge trägt. Mit „The Dark Half“ hat der Autor sehr stark die Aufdeckung seines eigenen Pseudonyms Richard Bachmann aus den 80er Jahren thematisiert. Auch die Tatsache, dass von einem Schriftsteller verlangt wird, ein neues Buch zu schreiben kennen wir bereits aus „Misery“ - deutsch „Sie“. Es tauchen bekannte Orte aus Kings Werk wie Castle Rock und immer mal wieder verwendete Figuren wie Sheriff Pangborne auf. Andererseits erfährt man erst in zwei späteren Büchern, was aus Thad Beaumont nach den Ereignissen in „Stark“ geworden ist. Wie kaum ein anderer Autor schafft King, seine eigentlich unabhängig voneinander stehenden Werke zu verknüpfen.

Dieser Film ist handwerklich solide produziert...man erkennt schon einige Elemente, die Romero ausmachen, auch, wenn er eigentlich nie einen ganz eigenen Stil entwickelt hat, an dem man seine Filme sofort erkennt. In erster Linie handelt es sich um einen Psycho-Thriller, der aber natürlich sehr stark zum Horror - durchaus mit einigen blutigen Szenen - tendiert und in der Mitte zwischenzeitlich fast zum Slasher wird. Stilistisch ist der Film noch stark in den 80er Jahren verwurzelt, sowohl, was die Optik angeht, aber auch technisch gesehen. Der sich in den 90er Jahren immer weiter durchsetzende Stil der kurzen, stroboskopartigen Schnitte ist hier noch gar nicht vorhanden. Dafür aber starke Einflüsse des 80er Jahre Body-Horrors, der besonders von David Cronenberg geprägt wurde. Hier und da fühlt man sich fast ein bisschen an dessen „Die Unzertrennlichen“ erinnert, sicher nicht nur aufgrund der „Zwillings“-Thematik. Eine Verfilmung von Cronenberg hätte ganz sicher auch ihren Reiz gehabt, doch dieser hatte sein King-Werk bereits mit „Dead Zone“ vorgelegt. Und klar: das ganze ist natürlich eine offensichtliche Variation der „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Thematik.

Abgesehen von einigen recht blutigen Effekten, die aber bis auf einen nicht allzu gorig sind, sind vor allem die Szenen mit den Vogelschwärmen (meist) recht gelungen. Was man heute relativ leicht durch CGI umsetzen würde, war damals doch eine ganze Spur aufwändiger und sieht dafür ganz gut aus - bis auf die letzte Vogelszene. Einige Szenen sind auch recht innovativ ausgeleuchtet, bis hin zu Erinnerungen an Dario Argento - ein weiterer Freund und Weggefährte des Regisseurs.

Die Darsteller sind solide, ohne, dass eine richtig große Starbesetzung aufgefahren worden wäre. Mit Timothy Hutton in der Hauptrolle ist aber immerhin ein Oscar-Preisträger dabei, der hier auch eine gute Doppelrolle vorlegt. Mit Michael Rooker („Henry - Portrait of a Serial Killer“) und Julie Harris („Bis das Blut gefriert“) sind zwei weitere bekannte Gesichter dabei.

„Stark - The Dark Half“ ist ein grundsolider 80er Jahre Horror-Psycho-Thriller - auch, wenn er erst 1993 entstanden ist -, der zu den besseren Nicht-Zombie-Arbeiten von George A. Romero gehört und auch bei den Stephen King-Verfilmungen kann man ihn ins obere Drittel einordnen. Mit gut zwei Stunden Laufzeit ist er allerdings etwas zu lang geraten. Lange Zeit war der Film in seiner ungeschnittenen Fassung in Deutschland indiziert, konnte aber 2017 „befreit“ werden und ist nach seiner Neuprüfung jetzt ab 16 Jahren freigegeben, was völlig in Ordnung ist.

In Deutschland bringt OFDb-Filmworks „Stark - The Dark Half“ nach der Listenstreichung vom Index erstmals als Blu Ray auf den Markt. Zum einen gibt es eine „Collector´s Edition“ (DigiPak im Schuber), der der Film auf Blu Ray und DVD und zusätzlich eine DVD mit Bonusmaterial beiliegt. Eine Einzel-DVD gibt es ebenfalls, wie auch eine beim Bonusmaterial abgespeckte Blu Ray im Keep Case, die dieser Besprechung zugrunde liegt. OFDb-Filmworks hat sich in kurzer Zeit zu einem sammelnswerten Label entwickelt, das stets auf gute Qualität, besondere Filme und schöne Ausstattung achtet. So gibt es auch hier nichts auszusetzen. Bild und Ton bewegen sich auf sehr gutem Niveau, wobei man sich beim Ton - zum Glück - auf den originalen Stereoton auf Deutsch und Englisch beschränkt und nicht unnötig daran rumgemurkst hat. Schärfe, Kontrast, Farben und Filmkorn machen einen guten Eindruck, ohne totgefiltert zu sein. Während die „Collector´s Edition“ das schöne alte Plakatmotiv präsentiert, hat man beim Keep Case ein neues (?) Motiv erstellt, das vielleicht nicht ganz zufällig entfernt an „Es“ erinnert, ein Film, der zeitnah zu „Stark - The Dark Half“ erscheint und im Kino ja ein großer Erfolg war.

Beim Bonusmaterial gibt es zum einen einen Audiokommentar des leider inzwischen verstorbenen George A. Romero, außerdem einen deutschsprachigen neu produzierten Kommentar von Marcus Stiglegger und Kai Naumann, der locker, aber trotzdem sehr informativ ist. Dazu gibt es eine 2014 produzierte Featurette, in der auch noch Romero einiges zu erzählen hatte und einige Trailer und TV-Spots. Die „Collector´s Edition“ bietet außerdem noch ein Booklet mit einem Text von Torsten Hanisch, weitere Featurettes, sowie nicht verwendete Szenen, Behind The Scenes-Material und Interviews. Das ist sehr solide und dürfte somit für längere Zeit die ultimative Veröffentlichung dieses Filmes sein. (A.P.)



Kritik 2:


Thad wollte schon immer Schriftsteller werden, doch er hat auch schon immer unter Kopfschmerzen gelitten. Als er eines Tages zusammenbricht, diagnostizieren die Ärzte einen Tumor in seinem Kopf. Sie entfernen ihn, doch sie wundern sich: Der Tumor ist wie ein kleines Baby mit Augen und Nase. Er wird entfernt und fortgeworfen, in diesem Augenblick ist der Himmel schwarz von Sperlingen. Nun ist Thad Beaumont erwachsen, verheiratet und Vater von Zwillingen. Außerdem ist er Bestseller-Autor und schreibt üble Horrorromane unter dem Pseudonym George Stark. Als ihm jemand droht, sein Pseudonym auffliegen zu lassen, beschliesst Thad, sich selbst zu outen. An dem Tag, an dem er für die Presse Stark symbolisch beerdigt, beginnen die Sperlinge wieder zu fliegen. Viele hundert Meilen entfernt wird kurz darauf der Fotograf ermordet, alles spricht dafür, dass Thad der Mörder ist, selbst die Fingerabdrücke stimmen überein. Es geschehen noch weitere Morde und immer sind es Menschen aus Thad´s Bekanntenkreis. Thad vermutet, dass sich sein zweites Ich namens George Stark irgendwie selbständig gemacht hat. Nachdem einige sehr blutige Morde geschehen sind, erfährt Thad, was George Stark eigentlich wirklich will: Er will, dass Thad ein neues Buch schreibt, damit er nicht sterben muß, denn er zerfällt zusehends und hat inzwischen auch noch Thad´s Familie in Gewahrsam genommen...

Nachdem George A. Romero so lange schon nichts vernünftiges, bzw. das geleistet hat, was er leisten könnte, hat er mit Stephen King´s Stark endlich mal wieder ein sehr gelungenes Filmwerk geschaffen. Gute Story, gute Tricks, gute Schauspieler und vor allem eine gesunde Adaption eines Stephen King-Buches, was ja bislang nur sehr, sehr selten geschah. Ganz besonders die Vogel-Massenszenen, die computertechnisch gemeistert wurden, erinnern ganz stark an Hitchcock´s Vögel. Der ganze Film gipfelt in einem höchst spannenden Showdown, der sehr genial gemacht worden ist. Im Ganzen eine der besten Stephen King-Verfilmungen aller Zeiten!!! Hat Stephen King eventuell mit dem Roman sogar mit seinem eigenen Pseudonym Richard Bachman abgerechnet? (Haiko Herden)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von George A. Romero in dieser Datenbank:

- Nightmares In Red, White And Blue (USA 2009)
- Survival Of The Dead (USA 2009)
- Bruiser (USA 2000)
- American Nightmare, The - Der amerikanische Albtraum (England, USA 2000)
- Stark - The Dark Half (USA 1992)
- Affe im Menschen, Der (USA 1988)
- Zombie 2 - Das letzte Kapitel (USA 1985)
- Creepshow (USA 1982)
- Zombie - Dawn Of The Dead (USA / Italien 1978)
- Crazies (USA 1973)
- Night Of The Living Dead (1968) (USA 1968)

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