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Lisa Und Der Teufel

(Italien / Spanien / BRD 1972)

Originaltitel: Lisa e il Diavolo
Alternativtitel: Teuflische, Der
Regie:
Mario Bava
Darsteller/Sprecher: Telly Savalas, Elke Sommer, Sylvia Koscina, Alessio Orano, Gabriele tinti, Alida Valli,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Kritik 1: (Fassung: LISA UND DER TEUFEL)


Die junge Lisa ist als Touristin in Europa unterwegs. Nachdem sie ein verstörendes Wandbild des Teufels gesehen hat, verirrt sie sich in den Gassen einer kleinen Stadt und wird, um Hilfe bittend, von einem Paar und deren Chauffeur im Auto mitgenommen. Als sie eine Panne haben werden sie für die Nacht bei einer blinden Adligen und ihrem Sohn aufgenommen, die mit ihrem Butler in einem alten Landhaus leben. Dort wird Lisa in mysteriöse Geschehnisse hineingezogen und nicht jeder wird die Nacht überleben…

Mario Bava, der große Mario Bava…

Mit „Lisa Und Der Teufel“ hat er unter völliger künstlerischer Freiheit – die ihm gewährt wurde, weil sein vorheriger Film „Baron Blood“ ein ordentlicher Erfolg war – seinem dem vernehmen nach persönlichsten Film geschaffen, der Mitte der 70er Jahre leider kein großer Erfolg war. Die Zuschauer waren inzwischen härtere Horrorkost im Kino gewohnt und die Verleiher trauten einem eher atmosphärischen und in großen Teilen verträumt-poetischen Gruselfilm wohl keine kommerziellen Chancen zu.

Dass Mario Bava ein Großmeister der Gestaltung von wundervollen Bildern war, ist kein Geheimnis und auch hier gelingen ihm Szenen, die in Erinnerung bleiben. Mit Farben, ungewohnten Perspektiven und Licht und Schatten schafft er es, dem Film eine ganz wunderbare Atmosphäre zu geben. Ein Beispiel ist die Szene, in der die Hauptfiguren hintereinander des nächtens über eine Brücke im Garten des Landhauses gehen.

Der Film selber kombiniert Elemente aus Bavas sonstigen Arbeiten und ist somit eine Mischung aus Giallo, Psychothriller und Gothic-Horror, wie es sich für die frühen 70er Jahre beim europäischen Film fast schon gehörte, mit etwas Nudity und ein paar blutigen Effekten. Die Geschichte erscheint oft unwirklich und man weiß manchmal nicht, ob das gerade Traum oder Realität ist, was man auf dem Bildschirm sieht. Das erinnert hier und da an Werke von Harry Kümel und Jean Rollin, die eine ähnliche Bildsprache und Atmosphäre und vor allem den Hang zu nicht gradlinigen Geschichten hatten. Style over Substance, wie man heute oft gesagt bekommt. Mario Bava, ein begnadeter Handwerker im Filmbereich, kann hier problemlos mit den Kollegen mithalten.

Die Besetzung dieser europäischen Co-Produktion ist hochkarätig…Telly Savalas – noch vor seiner Rolle als „Kojak“ aber schon mit Lolly -, Elke Sommer, jung und attraktiv, Silvia Koscina, Alida Valli und Gabriele Tinti…alles bekannte und erfolgreiche Schauspieler. Als Regieassistent war übrigens Mario Bavas Sohn Lamberto dabei, der später auch eine eigenständige, recht erfolgreiche Karriere als Regisseur gemacht hat.

Sicher ist „Lisa Und Der Teufel“ nicht leicht zu konsumieren und alles andere als ein straighter Horrorfilm. Fans von Mario Bava werden aber große Freude an dem Film haben. Dass haben die amerikanischen Vertragspartner in den 70er Jahren wohl nicht so gesehen und vom Produzenten Alfredo Leone verlangt, dass zusätzliche Szenen gedreht werden, um den Film damit als „Der Exorzist“-Rip off zu vermarkten, was aber gnadenlos schiefgegangen ist, da das Werk dadurch alle Poesie und Atmosphäre verliert. Leider war diese Fassung jahrelang die bekanntere – in Deutschland unter dem Titel „Der Teuflische“ - und erst im neuen Jahrtausend endlich in der ursprünglichen Fassung veröffentlicht.

Die deutsche DVD erschien als Erstveröffentlichung 2007 bei E-M-S in der „The Films Of Mario Bava“-Reihe. Wie üblich steckt die Hülle in einem Schuber aus fester Pappe, die erfreulicherweise ein anderes Covermotiv zeigt, als der DVD-Einleger. So muss das sein, wenn ein Pappschuber Sinn ergeben soll. Die Hülle enthält ein 8seitiges Booklet mit Anmerkungen von Dr. Marcus Stiglegger, die gewohnt kompetent sind.

Die Bildqualität ist ordentlich. Hier und da wirkt das Bild etwas weich und unscharf, was teilweise aber auch Stilmittel sein dürfte, vor allem in den träumerischen Sequenzen. Der Ton auf Deutsch, Englisch und Italienisch in originalem Mono 1.0-Klang geht auch in Ordnung. Viel mehr konnte man bei so einem alten und fast vergessenen Film wohl zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht erwarten. Ob eine HD-Neuabtastung da noch etwas rausholen kann, wird sich hoffentlich irgendwann zeigen. Deutsche Untertitel werden zudem auch noch angeboten.

Das Bonusmaterial ist leider – wenn man andere Veröffentlichungen der Reihe vergleicht – etwas knapp geworden. Es gib den Originaltrailer, ein paar Texttafeln und drei alternative/erweiterte Szenen, die was Sex und Splatter angeht, etwas expliziter sind als im Film. Wenigstens eine Bildergalerie wäre sicher noch möglich gewesen, danach sucht man aber vergeblich. Ein wirklicher Mehrwert wäre aber die veränderte amerikanische Fassung auf einer zweiten DVD gewesen, um beide Fassungen vergleichen zu können. In Veröffentlichungen anderer Länder war das möglich, hier leider nicht. Grundsätzlich ist dies natürlich trotzdem die beste in Deutschland erschienene Fassung von „Lisa Und Der Teufel“, auf eine optimale Veröffentlichung muss man aber trotzdem noch hoffen. (A.P.)



Kritik 2: (Fassung: DER TEUFLISCHE)


Eine Frau gerät in die Fänge einer komischen Familie und wird mit einem Dämon konfrontiert, der sich ihren Körper ausgesucht hat, um seinen Sohn zu gebären. Ganz schlimmer Gruselschinken von 1972, der alleine schon durch die Ulknudel-Darsteller Telly Savalas und Elke Sommer zu einer lachhaften Klamotte abdriftet. Das muß man sich mal vorstellen, Kojak als böser Dämon, da geraten doch die Bahlsen Petit per rückwärtiger Peristaltik ganz schnell halbverdaut an die Luft auf das Sofa. Auch Elke Sommer gehört eher in die Sesamstrasse als Frau von Herrn Huber, anstatt in diesen Gruselfilm, der auch das Sohn-des-Teufels-Gebär-Thema zum unendlich oftesten Mal verramscht hat, mitzuspielen. Absoluter Minustip!!! (Haiko Herden)




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