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Wie schmeckt das Blut von Dracula?

(England 1969)

Originaltitel: Taste The Blood Of Dracula
Alternativtitel: / Blut von Dracula, Das
Regie:
Peter Sasdy
Darsteller/Sprecher: Christopher Lee, Linda Hayden, Geoffrey Keen, Peter Sallis, John Carson, Gwen Watford, Isla Blair, Anthony Higgins, Martin Jarvis, Russel Hunter, Ralph Bates, Roy Kinnear, Michael Ripper, Madeline Smith,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Kritik 1:


Drei angesehene, wohlhabende Herren der feinen Gesellschaft haben jenseits ihres öffentlichen Auftretens das geheime Verlangen, ihre dunkle Seite auszuleben und immer neue Tabus zu brechen. Als sie den jungen Lebemann Lord Courtley kennenlernen, der den Ruf hat, ein Teufelsanbeter zu sein, lassen sie sich mit ihm ein. Bei einer Schwarzen Messe in einer entweihten Kirche will Courtley mittels der Überreste von Graf Dracula den Vampir wieder erwecken. Die Herren bekommen Panik, töten Courtley und fliehen, nicht ohne zu verabreden, den Mord zu vertuschen. Sie ahnen nicht, dass das Ritual erfolgreich war und Dracula schwört Rache für den Tod seines Dieners. Hierzu bemächtigt er sich des Nachwuchses der Mörder...

Ende der 60er Jahre waren die typischen Hammer-Horror-Filme, die meist in viktorianischer Zeit spielten, zwar durchaus noch erfolgreich, doch das Studio merkte, dass die Zeiten sich änderten und das Publikum begann, sich für eine andere Art von Horror zu interessieren. Es ging weniger um die Atmosphäre, sondern mehr um Schauwerte, was Sex und Gewalt anging. „Wie Schmeckt Das Blut Von Dracula“ war der fünfte „Dracula“-Film und schloss direkt an den vor allem in den USA erfolgreichen „Draculas Rückkehr“ an. Gleich in der Pre-Titel-Sequenz wird die Todesszene von „Dracula“ noch einmal gezeigt und dabei gleich eine Erklärung für seine Auferstehung geliefert. Christopher Lee wollte eigentlich nicht erneut den Vampir spielen, weil er die Figur nicht als schauspielerische Herausforderung sah und verlangte eine Gage, die Hammer ablehnen musste. Die amerikanischen Produzenten bestanden aber auf Lee und so wurde er dann doch engagiert, was zum einen Einsparungen an anderer Stelle nötig machte - so wurde Vincent Price nicht wie geplant besetzt - und natürlich auch Drehbuchänderungen nach sich zog.

Herausgekommen ist ein zweifellos gewohnt unterhaltsames „Dracula“-Werk, das aber als eine Art „Übergangsfilm“ zwischen der klassischen Hammer-Ära und den Produktionen in der ersten Hälfte der 70er Jahre wie „Dracula Jagt Mini-Mädchen“, „Captain Kronos“ oder der „Karnstein“-Trilogie. Zwar ist die Geschichte noch ganz oldschoolig um die Jahrhundertwende angesiedelt, aber der Zeitgeist des Produktionsjahrs 1969 ist stark spürbar. Es gibt schon deutlich offenere sexuelle Anspielungen - die ja sowieso in jeden Vampirfilm gehören - und tatsächlich nackte Tatsachen und auch gewalttätigere Szenen, die in den Folgejahren immer weiter ausgebaut wurden.Die Kamera bietet einige fast schon psychedelische Szenen und der Schlangentanz im Bordell (übrigens mit recht offensichtlich schwulem - natürlich sehr klischeehaft - Betreiber des Etablissements - auch ein kleiner Tabubruch) deutet schon an, was die Tanzszene in „Circus Der Vampire“ ein paar Jahre später perfektionierte. Die Häuser sehen moderner aus, es wird bereits von Automobilen gesprochen und die jungen Leute sehen erscheinen auch schon zeitgemäßer.

Aus der Tatsache, dass Dracula die Kinder seiner Gegner benutzt, um Rache zu üben, kann man, wenn man unbedingt möchte, als Metapher auf das Aufbegehren der Jugendlichen gegen die Elterngeneration Ende der 60er ansehen. Das führt so weit, dass sich die Tochter gegen die drohenden Prügel ihres Vaters wehrt. In einem winzigen Moment kann man fast auch einen bevorstehenden inzestiösen Übergriff erahnen. Vielleicht eine Überinterpretation. Es ist wohl nicht allzu weit hergeholt, dass Hammer mit diesen Zeitgeist-Anleihen ein junges Publikum ansprechen wollte, ohne gleich das klassische Publikum zu verprellen.

Leider gibt die Geschichte für „Dracula“-Fans nicht allzu viel her. Zum einen hat der Vampir relativ wenig Screentime, zum anderen ist es eher eine Teufelanbeter-Story als eine Vampirgeschichte. Man muss schon sagen, dass die Figur des Dracula eigentlich für die Geschichte nicht nötig gewesen wäre, aus kommerziellen gründen aber eben gebraucht wurde. So wurde Christopher Lee, ein grandioser Schauspieler, kaum gefordert und darf hauptsächlich grimmig in die Kamera gucken und armselige One-Liner von sich geben. Das dann auch erst in der zweiten Hälfte (mal abgesehen von der Eröffnungsszene). Insgesamt entwickelt die erste Hälfte sich arg langsam.

Die übrige Besetzung ist Hammer-typisch solide. Die Hauptrolle spielt die blutjunge Linda Hayden („In Den Krallen Des Hexenjägers“, „Die Nacht Der Tausend Augen“, „Das Schreckenshaus Des Dr. Death“), die hübsch anzuschauen ist, in anderen Rollen aber deutlich weniger bieder agierte. Weiter dabei Stars wie Geoffrey Keen, Peter Sallis, Anthony Higgins und der mehrfach in Hammer-Filmen besetzte Ralph Bates. Natürlich hat auch Hammer-Ikone Michael Ripper seinen kleinen Auftritt. Für Regisseur Peter Sasdy war „Wie Schmeckt Das Blut Von Dracula“ der erste Film für Hammer, dem Werke wie „Comtesse Des Grauens“ und „Hände Voller Blut“ folgten. Natürlich sieht der Film auch wieder sehr schön aus, was die Ausstattung angeht. Neben den üblichen Studiosets gab es auch einige Außenszenen, so auf dem wunderbaren Londoner Highgate Friedhof. Sehr sehenswert und aufwendig ist auch das Kirchen-Set.

Es ist wohl kein allzu großer Spoiler, dass Dracula am Ende natürlich wieder einmal (vorübergehend) besiegt wird. Interessant hingegen ist die Art und Weise, die im Grunde an das Stendhal-Syndrom angelehnt ist. Als alter Dracula-Fan hat man sich sicher damals, wie auch heute, darüber wohl am meisten gewundert. Ob einem das gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

„Wie Schmeckt Das Blut Von Dracula“ ist auf jeden Fall ein unterhaltsamer Film und nimmt bei Hammer Films im allgemeinen und bei der „Dracula“-Reihe im besonderen eine gewisse Sonderstellung ein. Es ist schon erkennbar, dass Änderungen im Stil anstanden, man sich aber noch nicht ganz von der Tradition lösen konnte und wollte. Ein „Dracula“-Film ist es im Grunde nicht, die Figur wäre verzicht- beziehungsweise ersetzbar und der große Christopher Lee ist hier ziemlich verschenkt. Als Übergang ist er aber filmhistorisch höchst interessant und zudem keinesfalls langweilig. Man sollte nur nicht unbedingt etwas im Stile der ersten Vampirfilme des Studios erwarten.

Mit „Wie Schmeckt Das Blut Von Dracula“ setzt Anolis Entertainment nach einer kleinen Pause die hauseigene „Hammer Collection“ fort. Wie gewohnt mit mehreren Mediabook-Covermotiven und als Amaray-Version für den kleineren Geldbeutel. Diese Veröffentlichungspolitik ist vorbildlich und vermeidet von vornherein die immer gleichen Verpackungs-Diskussionen in den Filmforen. Dieser Besprechung lag die Amaray vor, aber wie man es von Anolis gewohnt ist, dürfte es an den Mediabooks nichts auszusetzen zu geben. Beim Upgrade auf HD hat man bildqualitativ echt was rausgeholt. Strahlende Farben (damals war Blut noch richtig rot!), gute Schärfe und keine nervigen Filter, die das Bild unnötig glattbügeln würden. Beim Ton beschränkt man sich wie immer auf Mono 2.0 in Deutsch und Englisch, was völlig ausreicht. Dazu deutschsprachige Untertitel.

Das Bonusmaterial ist mal wieder wundervoll. Klar, dass der gewohnte Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen (der die Reihe ja kuratiert) zusammen mit Uwe Sommerlad dabei ist. Wie immer erfährt man Interessantes, Hintergründiges, Abschweifendes und auch mal Überraschendes zu allen Aspekten des Films. Ich habe mir wirklich angewöhnt, bei dieser Reihe, den Film immer direkt zweimal hintereinander anzusehen, einmal „normal“ und einmal mit Audiokommentar. Die Zeit muss man sich natürlich nehmen, aber es lohnt. Dazu wurde speziell für diese Veröffentlichung eine neue über 40minütige Dokumentation zum Film mit vielen Interviews damals Beteiligter produziert. Da ahnt man mal, woher die oft kritisierten Verkaufspreise (vor allem bei Mediabooks) kommen - hier bekommt man was für sein Geld. Zwei unterschiedliche Super-8-Fassungen, verschiedene Trailer und mehrere Bildgalerien runden das Wohlfühlpaket ab. (A.P.)



Kritik 2:


Drei zu Tode gelangweilte ältere Adlige namens Sackle, Paxon und Haargood treffen den merkwürdigen Typen Lord Courtley, der ihnen eine neue Erfahrung bieten möchte. Die Drei sollen nämlich ihre Seele dem Teufel verkaufen. Lord Courtley, ein Diener Draculas, besorgt mit ihrem Geld die alten Reliquien des Grafen (eine Art Brosche, einen Siegelring, einen Umhang und Draculas pulverisiertes Blut in einer Glasröhre). In einer unappetitlichen Zeremonie trinkt Courtley einen Trank aus dem Pulver und beginnt markerschütternd zu schreien und zu keuchen. Den drei Adligen wird es zu unheimlich und in einem Anfall von Panik erschlagen sie den Lord und flüchten nach Hause. Doch aus dem Lord Courtley materialisiert sich der Graf Dracula und der will für seinen toten Diener Rache. Er bringt Haargood´s Tochter Alice in seinen Bann und läßt sie ihren eigenen Vater mit einer Schaufel erschlagen. Ihre Freundin Lucy nutzt er zur Durststillung, doch die Rache ist noch längst nicht gestillt. Noch leben zwei der verhassten Adligen, aber nicht mehr lange...

Tja, obwohl die Handlung dieses Streifens mehr als dünn ist, so hat der Film doch einiges positives zu bieten. Abgesehen davon, dass er aus den legendären Hammer-Produktions-Studios stammt, kann er weiterhin mit gruseligen, teils recht künstlich anscheinenden Kulissen aufwarten und vor allem durch gelungene Regieleistung und einer guten Atmosphäre. (Haiko Herden)




Alles von Peter Sasdy in dieser Datenbank:

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- Wie schmeckt das Blut von Dracula? (England 1969)

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