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Willard

(USA 1971)

Originaltitel: Willard
Alternativtitel:
Regie:
Gilbert A. Ralston
Darsteller/Sprecher: Bruce Davison, Ernest Borgnine, Elsa Lanchester, Sandra Locke,
Genre: - Drama - Horror/Splatter/Mystery


Kritik 1:


Willard ist Mitte 20, hat keine Freunde und lebt bei seiner dominanten Mutter. Zudem leidet er in seinem öden Bürojob unter dem herrischen Boss. In seinem Frust beginnt er, ein paar Ratten im verwilderten Garten des baufälligen Elternhauses zu dressieren. Als seine Mutter überraschend stirbt und die Schulden für die Hypothek drücken, bietet sein Chef Willard an, das Haus zu kaufen, doch dem jungen Mann ist klar, dass Martin ihn über den Tisch ziehen will. Als dieser auch noch Willards Lieblingsratte Socrates tötet, reift in ihm ein Plan, wie er mit Hilfe seiner pelzigen Freunde Rache nehmen kann...

Als das Label Anolis die Blu Ray-Veröffentlichung von „Willard“ ankündigte, musste ich wirklich nachdenken, ob ich den Film überhaupt kannte. Der Name ist wohl jedem Horrorfan geläufig, der mit dem Videoboom der 80er Jahre aufgewachsen ist und dass ich den Film damals wohl tatsächlich nicht gesehen habe, wurde mir klar,als ich erkannte, dass ich ihn für ein 80er Jahre-Werk gehalten habe. Nun stammt der Film aber von 1971, was ihn in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. In den 80er Jahren wäre „Willard“ wohl zu einem fiesen Splatterfilm mit Teenagern geworden, ganz im Stile der zu dem Zeitpunkt schon zahllosen Tierhorrorfilmen auf dem Markt. 1971 war „Willard“ aber noch ein wenig für sich alleinstehend und wohl der erste Horrorfilm mit Ratten als „Hauptcharakteren“. Sicher gab es vorher schon Hitchcocks „Die Vögel“ - von den amerikanischen Tiermonsterfilmen der 50er/60er-Jahre mal ganz abgesehen -, aber trotzdem kann man „Willard“ als eine Art Vorreiter für das Genre sehen.

Im Grunde ist es eher ein Außenseiter-Drama, erst zum Ende hin gewinnt der Horror die Oberhand. Die Beziehung Willards zur Mutter erinnert entfernt an „Psycho“, wie auch das alte Haus, in dem die beiden Leben. Der Tod der dominanten Mutter löst in dem Einzelgänger, der gerade ganz zaghaft zarte Bande mit seiner hübschen Arbeitskollegin knüpft, etwas aus, was ihn in den Wahnsinn treibt. Und in dem Moment, wo seine Rache vollendet ist und er glaubt, nun ein normales Leben führen zu können, muss er erkennen, dass er längst die Kontrolle über seine „Freunde“ verloren hat.

„Willard“ ist vom ersten Bild an als Produkt seiner Zeit zu erkennen. Kameraführung, Schnitt und Bilkomposition sind so, wie man es aus Filmen dieser Zeit kennt. Allerdings sieht vieles eher wie in einem Fernsehfilm aus, für die ganz großen Bilder und Szenen fehlt vermutlich das Budget. Trotzdem stimmt hier handwerklich alles. Regisseur Daniel Mann, keiner der ganz Großen in Hollywood, aber ein solider Filmemacher, dessen bekanntestes Werk „Telefon Butterfield 8“ mit Elisabeth Taylor war, hat mit „Willard“ ein durchaus einflussreiches und damals erfolgreiches Horror-Drama abgeliefert, das sogar noch die Quasi-Fortzsezung „Ben“ nach sich zog und in den Nuller-Jahren ein eher unbeachtetes Remake von Regisseur und Produzent Glen Morgan („Akte X“-TV-Serie) erhielt.

Ratten-Horror-Filme gab es danach bis in die 80er Jahre hinein einige, diese entpuppten sich aber eher wie erwartet als expolitativ und mehr auf Schauwerte als auf Charakterzeichnung ausgerichtet.

Zu den großen Pluspunkten von „Willard“ zählt neben der Tatsache, dass es sich um die Verfilmung einer Romanvorlage handelt - was schon mal deutlich ausgearbeitetere Figuren bedeutet, als bei einem Original-Drehbuch -, vor allem die tolle Besetzung der Hauptrollen. Bruce Davison bringt die Wandlung des unsicheren Willard gut rüber. Seine Mutter wird von Elsa Lanchester in einer späten Rolle gegeben. Lanchester hatte da bereits eine über 40-jährige Karriere hinter sich und dürfte JEDEM Horrorfan wohl als „Frankensteins Braut“ bekannt sein - eine wahrlich ikonische Figur. Die hübsche Sondra Locke - lange Jahre Lebensgefährtin von Clint Eastwood und auch in einigen seiner Filme vertreten - als Love-Interest „Joan“ wird leider etwas verschenkt, da hätte das Drehbuch gemäß der Buchvorlage mehr draus machen können. Über allen steht aber natürlich der unvergessene Ernest Borgnine als fieser Chef Mr. Martin. Borgnine ist nun wirklich eine Ikone, die hier ohne große Anstrengung alle anderen Darsteller überstrahlt, richtig schön schmierig und fies. Grundsätzlich muss man sagen, dass ausnahmslos alle Figuren stark überzeichnet werden, was aber wohl als Stilmittel gewollt war und den Wahnwitz der Story unterstreicht. Sehr gelungen sind auch die Rattenszenen, die mit echten Tieren gefilmt wurden. Dressur und geschickte Schnittarbeit sorgen für durchweg überzeugende Szenen. Ein schöner, old-schooliger (damals natürlich zeitgemäßer) Soundtrack, der oft im Kontrast zur eher düsteren Story steht, ist dann noch eine weitere Zugabe.

Zu den ganz großen Genre-Klassikern gehört „Willard“ letztlich nicht, dafür ist er zu sehr Drama und zu wenig Horror, aber eine kleine Perle der 70er Jahre ist der Film allemal. Nicht umsonst hat er seinen guten Ruf schon weit über 40 Jahre behalten. Natürlich muss man diesen 70er Jahre Stil mögen, denn mit der Videoclip-Ästhetik der 80er und dem Stroboskop-Schnitt seit den 90er Jahren hat das alles nichts zu tun. Eine ruhige Kameraführung reizt Szenen auch mal länger aus, was ein schön nostalgisches Erlebnis bedeutet.

Dank Anolis Entertainment erscheint „Willard“ in Deutschland erstmals auf einem digitalen Medium. Vorher musste man sich nach der alten VHS-Cassette umsehen oder irgendwo im Nachtprogramm auf rare Fernsehausstrahlungen hoffen. Nun gibt es den Film als Blu Ray in zwei schön gestalteten Mediabooks - erfreulicherweise ohne sinnlose zusätzliche DVD, was sich zwar nicht so sehr auf den Verkaufspreis auswirkt, aber doch einiges an Rohstoffen spart. „Willard“ dürfte aber sowieso kein Film für die breite Masse sein, sondern ein sehr spezielles Sammlerpublikum ansprechen, das aber auch bereit ist, für gute Qualität zu bezahlen. Der Film erscheint als Nummer 1 in der Reihe „Die 70er“ (neben den Reihen „Die 80er“ mit der wundervollen „Mutant - Das Grauen Im All“-Veröffentlichung und demnächst „Die 60er“ mit „Geheimagent Barrett Greift Ein“). Die Fortsetzung „Ben“ ist hier auch bereits angekündigt.

Die Bildqualität ist wirklich sehr schön, kräftige Farben, gute Schärfe und nicht weggefiltertes Filmkorn überzeugen. Beim Ton sollte man, wenn man kann, den englischen Vorziehen, der deutlich weniger rauscht. Beim deutschen Ton sollte man keine Wunder erwarten, aber gut verständlich ist der auf die vorderen Lautsprecher gelegte Monoton allemal. Immer bedenken: dieser eher kleine Film wird in wenigen Jahren 50 Jahre alt! Deutschsprachige Untertitel gibt es natürlich auch.

Das Bonusmaterial umfasst einen Audiokommentar von Hauptdarsteller Bruce Davison, der bis heute eine lange Karriere in Kino und Fernsehen vorweisen kann, ohne je den ganz großen Durchbruch geschafft zu haben. Aber vermutlich hat fast jeder Film- und Serienfan ihn irgendwo schon mal in einer Rolle gesehen. Zudem gibt es noch ein interessantes und unterhaltsames Interview mit ihm, in dem er mit positiven Gefühlen auf „Willard“ zurückblickt. Auf einen eigenen deutschen Audiokommentar hat man diesmal leider verzichtet. Trailer und Radiospots, sowie Bildergalerien gibt es zu bewundern und schließlich noch eine knapp 20minütige Super 8-Fassung, die den Horroraspekt des Films mehr in den Vordergrund rückt und fast schon eine expressionistische Atmosphäre hat. Das Mediabook enthält neben Bildmaterial zwei Essays zum Film von Ingo Strecker und David Renske. (A.P.)



Kritik 2:


Der 27-jährige Willard Stilles ist schüchtern und läßt sich von seinem Chef und seiner Mutter unterdrücken. Außerdem muß er in ärmlichen Verhältnissen leben, weil sein Chef seinen Vater um die Firma betrogen hat. Willard freundet sich mit Ratten an und beginnt sie zu dressieren. Als Leittier kürt er Sokrates, dem er Befehle geben kann und dieser leitet ihn an an die Rattenschar weiter. Den ersten Einsatz haben sie auf einer Party seines Chefes, wo sie ein heilloses Durcheinander anrichten. Dann stirbt Willard´s Mutter und er sieht sich den Attacken seines Chefes Al Martin völlig alleine gegenüber. Als Martin das Leittier Sokrates erschlägt, übernimmt die boshafte Ratte Ben die Führung...

Das beste an diesem Film sind natürlich die Rattenszenen von Moe DiSesso, der die bahnbrechende Entdeckung machte, dass man Ratten im Alter von drei Wochen dressieren muß, weil sie dann noch blind sind. Nach einem Buch von Stephen Gilbert mit dem Titel "Aufstand der Ratten" von 1970. (Haiko Herden)



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