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Der Hexenjäger

(England 1968)

Originaltitel: Matthew Hopkins: Witchfinder General
Alternativtitel:
Regie:
Michael Reeves
Darsteller/Sprecher: Vincent Price, Ian Ogilvy, Rupert Davies, Hilary Dwyer, Robert Russell, Nicky Henson, Tony Selby, Bernard Kay,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Kritik 1:


In England tobt im 17. Jahrhundert der Bürgerkrieg. Der junge Cromwell-Soldat Richard ist glücklich, dass er die Erlaubnis erhält seine geliebte Sara zu heiraten, als ihr Onkel, der Dorfpfarrer, von dem durch die Lande ziehenden Hexenjäger Matthew Hopkins als Ketzer bezichtigt und aufgehängt wird. Auch, dass Sara sich ihm hingibt, um ihren Onkel zu retten, nützt nichts. Richard macht Jagd auf den Hexenjäger und seinen grausamen Gehilfen John Stearne, doch diese stellen ihm und Sara eine Falle und klagen sie als Hexer und Hexe an, um sie aus dem Weg zu schaffen…

Um 1970 herum gab es eine ganze Welle von Hexen-/Inquisitionsfilmen, die immer exploitativer und grausamer wurden. Ihren Ausgangspunkt nahm die Welle 1968 mit „Der Hexenjäger“ des leider sehr jung verstorbenen Regisseurs Michael Reeves, der allerdings trotz einiger brutaler Szenen, eher ein ernsthaftes Historiendrama ist, als ein Horrorfilm. Zwar spielen Folterungen, sexuelle Ausbeutung und heftige Hinrichtungsmethoden hier eine Rolle, allerdings immer als Teil der Handlung, die die Geschichte vorantreiben und nicht unbedingt als Selbstzweck wie später bei Filmen von Jess Franco oder Adrian Hoven.

Michael Reeves hat einen Filmklassiker geschaffen, der hier und da zwar an die Gothic Horror-Filme der Hammer Studios erinnert – aber keine übernatürliche Komponente hat – insgesamt aber „größer“ wirkt, vor allem, was die Außenaufnahmen angeht. Mit großer Ernsthaftigkeit und einer großartigen Schauspielertruppe – allen voran der große Vincent Price in einer seiner wahrscheinlich besten Rollen – wird eine tragische Geschichte erzählt, die auf der historischen Figur des Matthew Hopkins beruht. Die Foltermethoden werden recht realistisch und nicht übertrieben blutrünstig dargestellt, was sie aber gerade besonders bedrückend macht und die Schlussszene lässt den Zuschauer mit einem flauen Gefühl im Magen zurück.

Neben Vincent Price überzeugt vor allem Robert Russell als dessen Gehilfe John Stearne, der an den Folterungen Gefallen findet und sich auch sonst nicht gerade als liebenswerter Mensch erweist. Die Ausstattung ist toll und überzeugend, die Bilder sind fast schon poetisch und die Farbgebung besticht durch einen starken Kontrast zwischen trüb-grau-verwaschen und dem knalligen Rot des Blutes und der Uniformen der Soldaten.

Es ist ein echtes Unglück, dass Regisseur Reeves nicht mehr Filme drehen konnte. Wer weiß, wie er sich nach diesem Meisterwerk weiterentwickelt hätte. So bleibt er den Genrefans aber fast ausschließlich mit „Der Hexenjäger“ in Erinnerung und als Mann, der mit nur einem Film ganz alleine ein eigenes Subgenre begründet hat, für dessen besten Film er selbst verantwortlich war.

´84 Entertainment hat die ungeschnittene Fassung von „Der Hexenjäger“ in Deutschland in verschiedenen Versionen veröffentlicht. Die schönste ist wohl die 3-Disc Limited Collector´s Edition, die in mehreren Mediabooks mit unterschiedlichen Covermotiven erhältlich ist. Sie enthält den Film auf Blu Ray und DVD und dazu noch eine Bonus-DVD. Die Bild- und Tonqualität der Blu Ray ist sehr gut und man hat den Film wohl vorher noch nie in so hochwertiger Form gesehen. Ton und Untertitel gibt es in Deutsch und Englisch.

Das Bonusmaterial ist umfangreich. Blu Ray und DVD enthalten identischerweise zwei Audiokommentare, Trailer, Bildergalerie, alternative Credits, alternative (freizügigere) Szenen, eine Featurette über Michael Reeves und einen Kurzfilm von ihm, der schon viel von dem vorwegnimmt, was später als „Home Invasion“-Genre bekannt wurde. Die Bonus-DVD enthält die „Export“-Version des Films, die die alternativen Szenen enthält, ein Interview mit Victoria Price und zwei Super 8-Fassungen des Films. Schließlich gibt es im Mediabook noch ein schönes 20seitiges Booklet mit einem Essay von Dr. Marcus Stiglegger über das Subgenre des Hexenfilms. Rundum gelungen und den leider etwas hohen Preis letztlich aber wert. (A.P.)



Kritik 2:


England, 1645, der Bürgerkrieg zieht durch das Land. Just zu dieser Zeit, die Not der Leute nutzend, zieht Hexenjäger Matthew Hopkins und sein Gehilfe im Auftrag der Krone von Dorf zu Dorf und richten über angebliche Hexen. Sie foltern die armen Frauen und auch Männer im Namen der Inquisition und kassieren von den Dorfbewohnern viel Geld. Die Stadt, in der er sich gerade befindet, hat Angst vor dem Priester John Lowes und verdächtigt ihn der Hexerei, woraufhin Hopkins ihn sich zur Brust nimmt und foltert. Die Nichte des Priesters will Hopkins umstimmen und steigt mit ihm ins Bett, doch auch sie kann nicht verhindern, dass der Priester getötet wird. Auch andere Frauen mussten inzwischen das Zeitliche segnen. Dann kehrt Saras Verlobter Richard wieder nach Hause zurück und muss das Elend erkennen. Er ist beseelt von Rache…

„DER HEXENJÄGER“ ist der Urvater der Hexen-Inquisitionsfilme und wahrscheinlich sein überzeugendster Vertrete, obwohl es gar nicht so viel explizit dargestellte Gewalt gibt, wie in einigen anderen Machwerken insbesondere deutscher Herkunft, die aufgrund des Erfolges von „DER HEXENJÄGER“ entstanden sind. Schockierend ist er aber dennoch, insbesondere bei den Hexentests, die fies und ungerecht sind. Auch die Rolle des Richard ist schön ambivalent gezeichnet, erst die Sanftmut in Person, am Ende das genaue Gegenteil. Und Vincent Price als Hexenjäger liefert hier wahrscheinlich seine beste Schauspielerleistung überhaupt ab. Man munkelt, dass der Regisseur damit die 68er-Konflikte zwischen Jung und Alt thematisieren wollte, was man aber weder bestätigen, noch von der Hand weisen kann. Fakt jedenfalls ist, dass er sich nur kurz nach dem Film per Selbstmord aus dem Leben verabschiedete.

Die deutsche DVD von McOne präsentiert den Film in Deutsch und Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono) sowie im Bildformat 1:1.85 (16:9 anamorph). Als Extras gibt es eine Dokumentation über den Regisseur Michael Reeves (23:00 Min.), den Trailer (2:25 Min.), eine Fotogalerie mit Artworks, Presseheft, Promofotos sowie Biographien zu Vincent Price, Ian Ogilvy, Rupert Davies und Michael Reeves. Weiterhin gibt es noch Trailer zu „INFERNAL AFFAIRS 2“, „DONNIE DARKO“, „CYPHER“, „THE COOLER“, „THE MUSKETEER“, „NIRGENDWO IN AFRIKA“, „NAKED WEAPON“, „WRONG TURN“, „THE BLUES“, „HAPPY TREE FRIENDS VOL. 1”, “GRABGEFLÜSTER”, “MAY” und “BELLA MARTHA”. Es gibt eine FSK16- und eine FSK18-Version des Filmes. Die FSK16-Fassung ist geschnitten, aber auch die andere Fassung weist Schnitte auf, denn es handelt sich um die UK-Fassung des Filmes, wo ein bisschen Gewalt und Nacktheit entfernt wurde. (Haiko Herden)



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