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Hände Voller Blut

(England 1971)

Originaltitel: Hands Of The Ripper
Alternativtitel:
Regie:
Peter Sasdy
Darsteller/Sprecher: Eric Porter, Jane Marrow, Angharad Rees, Derek Godfrey, Dora Bryan,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery




Als kleines Mädchen musste Anna mit ansehen, wie ihr Vater „Jack The Ripper“ ihre Mutter umbrachte. Seitdem war sie bei ihrer Tante untergebracht, wo sie heimlich bei getürkten Seancen mitspielen und auch zahlungsfähigen Männern zu Willen sein musste. Eines Tages, Jahre später, hört sie die Stimme ihres Vaters und bringt die Tante um, wobei aber zunächst kein Verdacht auf sie fällt, da sie ja nur ein „schwaches Mädchen“ ist. Der Arzt John Pritchard, der von den Lehren Siegmund Freuds beeinflusst ist, nimmt das Mädchen in sein Haus auf, um ihre Schizophrenie zu untersuchen, doch es kommt zu weiteren, grausamen Morden...

„Hände Voller Blut“, übrigens eine gelungene Eindeutschung des Originaltitels, ist einer der weniger bekannten Hammer-Horror-Filme, der in den frühen 70er Jahren entstand, gedreht von Peter Sasdy („Comtesse Des Grauens“). Der Film hat all das, was Hammer groß gemacht hatte, nämlich tolle Kulissen, eine perfekte Ausstattung, sehr gute Darsteller und jede Menge Atmosphäre. Dazu eine gute Story, die eine sehr schöne Variation des Jack The Ripper-Mythos ist. Die Spannung ist natürlich nicht allzu groß, da man ja die ganze Zeit weiß, wer für die Morde verantwortlich ist, aber einige, für die Hammer-Produktionen dieser Zeit typische, recht blutige Szenen und etwas Erotik (bei der Szene in der Badewanne) entschädigen dafür problemlos. Dass die Darstellerinnen wie fast immer eine Augenweide sind, muss man kaum extra erwähnen. Schauspielerisch bleibt Angharad Rees in der Rolle der Anna allerdings etwas blass, während Eric Porter als Dr. Pritchard eine ganz große Vorstellung abliefert. Die Jack the Ripper-Geschichte erinnert hier und da auch ein bisschen an die klassische Dr. Jekyll And Mr. Hyde-Story, aber es war bei Hammer ja nicht ungewöhnlich, dass man klassische Horrorstoffe recht frei anging. Auf jeden Fall ist „Hände Voller Blut“ ein durchgehend unterhaltsamer Streifen, den kein Liebhaber guten alten Gothic-Horrors verpassen sollte.

Die deutsche DVD erscheint in der Reihe „British Horror Classics“ bei Anolis/E.M.S.

An Bild und Ton gibt es kaum etwas auszusetzen, was aufgrund des Alters des Films nicht selbstverständlich ist. Wie gewohnt hat man das Bestmögliche herausgeholt. Die Abtastung erfolgte in anamorphen Widescreen und als Sprachen gibt es Englisch und Deutsch zum auswählen. Wer möchte, kann auch noch deutsche Untertitel zuschalten.

Das Bonusmaterial ist zwar nicht umfangreich, aber interessant. Ein englischer Trailer, der alte deutsche Filmvorspann und diverse Bildergalerien mit Aushang- und Szenenfotos und Plakatmotiven, sowie mehreren gut abgeschwenkten Werberatschlägen und Presseheften. Mehr gibt es hier wahrscheinlich nicht. Dafür hat Uwe Sommerlad mal wieder einige interessante Fakten für das Booklet zusammen geschrieben. Alles in allem also die gewohnte, ordentliche Ausstattung in der Reihe „British Horror Classics“, sowohl inhaltlich, als auch qualitativ. (A.P.)




Alles von Peter Sasdy in dieser Datenbank:

- Hände Voller Blut (England 1971)
- Comtesse Des Grauens (England 1970)
- Wie schmeckt das Blut von Dracula? (England 1969)

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