//GOOGLE ANALYTICS // FACEBOOK

Impressum

-
ALLE FILME VON A-Z ...

GENRES
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
ACTION / ABENTEUER
THRILLER / KRIMI
KOMÖDIE
SCIENCE FICTION / FANTASY
HORROR / SPLATTER / MYSTERY
DRAMA
KINDER / JUGEND
MUSIK / MUSICAL
KRIEG
EROTIK
WESTERN
ANIMATION
DOKUMENTATION / KURZFILM
FERNSEHSERIEN
HÖRSPIELE / HÖRBÜCHER
BÜCHER
SOUNDTRACK

DIE 25 NEUESTEN KRITIKEN
- Territory 8
(USA 2014)
- Carry On - Nicht so toll Süßer
(Großbritannien 1961)
- Das Haus der geheimnisvollen Uhren
(USA 2018)
- The Bad Batch
(USA 2016)
- Timesweep - Reise ins Grauen
(Großbritannien 1987)
- Nerve
(USA 2016)
- Wonder Woman
(China, Hongkong, USA 2017)
- Asso - Ein himmlischer Spieler
(Italien 1981)
- Daylight Robbery
(Großbritannien 2008)
- Nevada Pass
(USA 1975)
- The Cursed - Kleinstadt des Grauens
(USA 2010)
- Motor-Psycho - Wie die wilden Hengste
(USA 1965)
- Warlock - Das Geisterschloss
(USA 1999)
- Searching
(USA 2018)
- Verliebt in eine Hexe
(USA 2005)
- Utoya 22. Juli
(Norwegen 2018)
- Katharine von Alexandrien
(Großbritannien 2014)
- Wakefield - Dein Leben ohne dich
(USA 2016)
- Slender Man
(USA 2018)
- James Dean - Schnelles Leben, schneller Tod
(USA 1997)
- Mystikal - Eldyn, der Zauberlehrling
(Spanien 2010)
- Ist ja irre - Kopf hoch, Brust raus
(Großbritannien 1958)
- Mile 22
(USA 2018)
- The Affair – Staffel 2
(USA 2015)



Godzilla (1954)

(Japan 1954)

Originaltitel: Gojira
Alternativtitel:
Regie:
Ishiro Honda
Darsteller/Sprecher: Akira Takarada, Momoko Kouchi, Akihiro Hirata, Takashi Shimura, Raymund Burr,
Genre: - Science Fiction/Fantasy




Durch Atomversuche wird das urzeitliche Monster Godzilla aus seinem Jahrmillionen währenden Schlaf erweckt und macht sich aus dem Meer nach Tokio auf. Dort verbreitet das mythische Ungeheuer Tod und Zerstörung. Nur eine bisher geheim gehaltene Erfindung eines Wissenschaftler verspricht Erfolg im Kampf gegen das Urviech, doch der Wissenschaftler will diese extrem zerstörerische Erfindung aus Angst vor Mißbrauch nicht bekannt werden lassen...

„Godzilla“ war nicht der erste Film über riesige Monster, die sich in Großstädten austobten. Bereits in den 30er Jahren wütete „King Kong“ sich durch New York und ein urzeitlicher Saurier aus der Arktis griff in „Panik In New York“ bereits 1953 die amerikanische Metropole erneut an. Der letzt genannte Film muss dann wohl auch als direktes Vorbild für „Godzilla“ gesehen werden, das japanische Monster selbst jedoch als Auslöser für ein sich bis heute anhaltenden Erfolges erfreuendes Subgenre im Science Fiction-/Horror-Bereich. „Godzilla“ war weltweit ein derartig großer Erfolg, dass unzählige Fortsetzungen und jede Menge weitere Riesenmonster zukünftig Japan immer und immer wieder angriffen.

Dass dabei auch jede Menge purer Trash heraus kam, steht außer Frage. Dieses Original von Regisseur Ishiro Honda, bekannt auch als Mitarbeiter von Akira Kurosawa, dem wohl wichtigsten japanischen Filmemacher überhaupt, schuf einen der bekanntesten und wichtigsten Filme Japans und einen Meilenstein der Filmgeschichte.

Im Gegensatz zu vielen knallbunten Actionspektakeln, die folgten, war „Godzilla“ ein durchweg düsterer und ernsthafter Film, der das japanische Trauma der amerikanischen Atombomben-Angriffe von 1945 thematisiert. Wie eine „Atombombe“ fällt „Godzilla“ über Tokio her und sein radioaktiver Feuerstrahl vernichtet alles und jeden. Mit konventionellen Waffen des Militärs ist nichts auszurichten und so muss die Wissenschaft ran und eine eigentlich gefährliche Erfindung raus rücken, um der Bedrohung Herr zu werden. Der Erfinder hat jedoch moralische Bedenken und opfert sich lieber im Kampf gegen das Monster, als seine Erfindung in die falschen Hände geraten zu lassen. Mit solch einer Moralkeule dürfte man als Drehbuchautor und Filmemacher heute kaum noch kommen, in den 50er Jahren war das aber durchaus gang und gäbe.

In stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Bildern und ohne jeden Humor wird die Geschichte erzählt und vor allem durch die geniale Musik von Komponist Akira Ifukube zu einem Meisterwerk. Gerade die Musik trägt extrem viel zur wunderbaren Atmosphäre der teilweise schon an expressionistische Filme der 20er Jahre erinnernden Optik des Films bei. Obwohl viele der folgenden Monsterfilme mehr als unterhaltsam sind, kommt doch keiner an das Original heran, schon gar nicht Roland Emmerichs Amerikanisierung der 90er Jahre, die nicht mehr als ein völlig seelenloses Popcornspektakel ist.

Inszenatorisch orientiert sich „Godzilla“ schon ein wenig an den typischen Invasionsfilmen der 50er Jahre und erscheint hier und da sogar ein bisschen, wie ein Theaterstück oder Radiohörspiel, was aber gut gemacht ist. Natürlich steht und fällt solch ein Film mit den Spezialeffekten. Hier muss man eindeutig sagen, dass diese im Grunde besser sind, als bei allen Fortsetzungen. Natürlich stapft auch hier ein Mensch im Gummikostüm durch Miniaturlandschaften und vieles ist klar als Modell zu erkennen. Aber zum einen durch die Schwarz-Weiß-Optik und durch die Tatsache, dass man Godzilla kaum richtig zu Gesicht bekommt, erscheint das Ganze recht überzeugend. Entweder sieht man das Monster im Halbdunkel oder nur Details, selten nur den gesamten Giganten. Dadurch wird es nie lächerlich. Ich bin sogar ziemlich sicher, dass die Menschen sich 1954 im Kino richtig gegruselt haben, was bei den heutigen Trickeffekte-Orgien natürlich kaum noch nachvollziehbar ist. Insofern muss man „Godzilla“ nicht nur aufgrund des Inhalts klar als besten japanischen Monsterfilm einordnen.

Bei aller Ernsthaftigkeit und inhaltlicher Tiefe des Films sollte man aber nicht unerwähnt lassen, dass „Godzilla“ auch ein wahnsinnig unterhaltsamer Katastrophenfilm ist, den man immer mal wieder gerne anguckt.

In Deutschland ist der Film unter anderem von Splendid Entertainment als Doppel-DVD erschienen. Die erste DVD enthält die deutsche Schnittfassung, die auf der japanischen beruht, aber deutlich gekürzt wurde, was aber keine Zensur darstellt, sondern einfach für den deutschen Markt so angefertigt wurde. Die zweite DVD enthält die noch kürzere amerikanische Fassung, die teilweise anders geschnitten ist und einige für den US-Markt mit amerikanischen Darstellern nach gedrehte Szenen enthält. Ein Kuriosum, das damals aber üblich war, da man in Amerika nicht glaubte, ausländische Filme ohne jeden amerikanischen Schaupieler könnten dort erfolgreich sein. Noch heute dreht man deswegen ja meist schlechte Hollywood-Remakes erfolgreicher Filme, siehe „Ring“, „Codename: Nina“, „The Grudge“, „Dark Water“ und andere.

Das Vollbildformat dürfte an den Seiten leicht beschnitten sein, wie man am Vorspann erkennen kann, was aber wohl nicht viel ausmacht. Die Bildqualität ist für einen über 50 Jahre alten Film in Ordnung, ohne jedoch irgendwelche Referenzen setzen zu können. Monoton gibt es in Deutsch, Japanisch (mit deutschen Untertiteln) und Englisch, auch hier darf man natürlich nicht zu viel erwarten.

Auf Bonusmaterial wurde gleich ganz verzichtet.

Zum Ansehen eines der wichtigsten japanischen Filme ist diese Doppel-DVD durchaus geeignet, auf eine ultimative Veröffentlichung muss man allerdings noch warten. Dafür ist diese Veröffentlichung schon ziemlich billig zu bekommen. (A.P.)





Alles von Ishiro Honda in dieser Datenbank:

- Godzilla - Die Brut des Teufels (Japan 1975)
- Godzilla - Attack All Monsters (Japan 1969)
- Godzilla und die Urweltraupen (Japan 1964)
- Ufos vernichten die Erde (Japan 1962)
- Krieg im Weltenraum (Japan 1959)
- Godzilla (1954) (Japan 1954)

SUCHE

SUCHERGEBNISSE