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Geister-Schocker – Episodenführer Folge 21-30 (Hörspielserie)

(BRD ab2011)

Originaltitel: Geister-Schocker – Episodenführer Folge 21-30 (Hörspielserie)
Alternativtitel:
Regie:
Markus Winter, Markus Auge, Simeon Hrissomallis, Thomas Tippner, Detlef Tams, M.P. Bachmann, Robert Missler, Marc Fehse
Darsteller/Sprecher: Marie Bierstedt, Philipp Schepmann, Jens Wendland, Walter Gontermann, Hildegard Meier, Oliver Baumann, Danny Elle, Karlheinz Tafel, Till Hagen, Marion von Stengel, Michael Che Koch, Peter Flechtner, Boris Tessmann, Thomas Danneberg, Johanna Hanke, Victoria Sturm, Heiner Heusinger, Tom Steinbrecher, Marius Claren, Ilona Otto, Jörg Ade, Simeon Hrissomallis, David Nathan, Lutz Riedel, Sven Matthias, Robert Ludwig, Nils Weyland, Christian Rode, Jan Kurbjuweit, Bernd Vollbrecht, Sarah Alles, Beatrice Fargo, Rene Dawn Claude, Eckart Dux, Frank Hildebrandt, Andreas Conrad, Katja Brügger, Suzanne Vogdt, Danny Elle, Charles Rettinghaus, Alexandra Schalaudek, Sascha Schiffbauer, Reiner Schöne, Bert Stevens, Marco Sand, Wolfgang Strauss, Anna Katharina Weyland, Sebastian Schäfer, Helmut Krauss, Martin Sabel, Helgo Liebig, Reent Reins, Robert Missler, Tanja Dohse, Leonie Landa, Detlef Tams, Fabian Soop, Rüdiger Schulzki, Mario Grete, Konrad Halber, Nathalie Wernsing, Karen Schulz-Vobach, Patrick Bach, Gordon Piedesack, Osina Jung, Sebastian Bäcker, Santiago Ziesmer, Wolfgang Jürgen,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery - Horspiel/Hörbuch


Geister-Schocker – Episodenführer Folge 21-30 (Hörspielserie)


Folge 21 – BESUCHER AUS DEM JENSEITS – 2011 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-940812-90-2
Das junge Paar Janine und Jean Marulin verbringt die Flitterwochen in einem Haus, das direkt an einer Steilküste liegt. Alles könnte wunderbar sein, doch Janine beginnt merkwürdige Dinge zu sehen, entstellte Leichen, blutiges Wasser aus der Leitung und einiges mehr. Sie beginnt, über die Vergangenheit des Hauses nachzuforschen und stößt auf ein schreckliches Geheimnis…

Die „Geister-Schocker“ aus dem Hause Romantruhe Audio sind eine meiner liebsten Grusel-Hörspiel-Serien. Klar, sind ab und zu mal schwächere Folgen dazwischen, aber insgesamt ist die Reihe genau das, was man als Umsetzung von Grusel-Heftromanen wünschen kann. Dass die Serie inzwischen bei Folge 21 angekommen ist, spricht dafür, dass noch einige andere Leute so denken wie ich. Da kann man es auch mal verzeihen, wenn eine ziemlich schwache Folge wie „Besucher Aus Dem Jenseits“ kommt, die wenig gruselig ist und eher Langeweile abliefert. Die Story bietet normalen Spukhaus-Horror ohne Überraschungen. Die wenigen Sprecher leisten gute Arbeit, aber das Dialogbuch ist sehr geschwätzig und die Erzähl-Passagen sind oft zu lang, was manchmal stark das Tempo raus nimmt. Das Beste ist diesmal tatsächlich das wie immer informative und interessante Booklet. Schade, aber einen Ausrutscher darf sich jede Serie mal erlauben.
Und wieder einmal gibt es den inzwischen popkulturellen Dr. McCoy-Spruch „Ich bin…, kein…“, diesmal von einem Kommissar. Die Variationen dieses Spruches in Filmen, Hörspielen, Büchern und im Fernsehen könnte man inzwischen auch sammeln.

Vorlage: Bob Collins


Folge 22 – DAS GRAUEN AUS DEM EIS – 2011 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-940812-91-9

Während des zweiten Weltkrieges befreit eine Expedition aus Nazi-Deutschland in den Alpen versehentlich eine schreckliche im Eis gefangene Kreatur. Jahrzehnte später taucht dieses vergessene Wesen wieder auf und wütet in einem Skigebiet unter den Touristen. Eine kleine Gruppe sucht nach ihrem verschwundenen Freund und entdeckt Schreckliches…

Horrorgeschichten, die im ewigen Eis spielen gibt es zahlreiche. Man kennt die verschiedenen Verfilmungen von „Das Ding Aus Einer Anderen Welt“, man kennt Folgen aus Mystery-TV-Serien wie „Akte X“ und auch im Hörspielbereich wurde das Thema mehrfach aufgegriffen. Kein Wunder also, dass auch in der sympathischen „Geister-Schocker“-Reihe mal so eine Geschichte vorkommt. Es handelt sich mal wieder um eine Original-Erzählung von Produzent Markus Winter und nicht um die Vertonung eines alten Heftromans. Winter hat inzwischen aber diesen Stil gut drauf und so ist kein Bruch innerhalb der Serie zu erkennen. Dabei sind die Zutaten zahlreich, Monster-Horror, eine Prise Science Fiction, ein paar Mad Scientist-Motive, etwas Lovecraft, Nazi-Verschwörungen, ein hoher Trashfaktor und auch eine Menge Atmosphäre aufgrund der wirklich guten Produktion. Ja, die Machart dieses Hörspiels erzeugt tatsächlich einen Film vor meinem inneren Auge und das ist sicherlich mit das größte Lob, das man einem Hörspiel machen kann. Die Sprecher, allesamt Meister ihres Faches, kennt man inzwischen nur zu gut, da sie schon in vielen Folgen der Serie aufgetreten sind. Aber sie machen ihre Sache sehr gut. Einziger kleiner Kritikpunkt ist vielleicht die Laufzeit, die etwas zu lang geraten ist. Trotzdem ist das Tempo hoch und Langeweile kommt nicht auf, hier und da hätte man aber doch etwas straffen können.
Konnte man die „Geister-Schocker“ in der Vergangenheit oft mit der alten „Europa-Grusel-Serie“ oder „DreamLand-Grusel“ vergleichen, kommt diese Folge eher wie eine Mischung aus Maritims „Danger“ und der leider viel zu früh vom Markt verschwundenen „Meteor-Horror“-Reihe daher. Inhaltlich sicher nichts innovativ Neues, aber dafür pure Horror-Unterhaltung der leichteren Art. Das Booklet enthält, neben einer Werbung für die Produktionen des Labels, auch wieder Kurzporträts einiger Sprecher und des Autors, sowie eine Kurzgeschichte von Joachim Otto, die natürlich auch wieder als Bonus am Ende der CD vertont wurde.

Vorlage: Markus Winter


Folge 23 – DIE SUMPFHEXE – 2011 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-940812-92-6

Eine Gruppe von Schatzsuchern forscht vor der Küste Floridas erfolglos nach alten spanischen Galeonen. Erst als sie Hinweise von einer alten, als Hexe verschrieenen Frau bekommen, entdecken sie tatsächlich unfassbare Schätze, doch der Preis, den sie dafür zahlen müssen ist groß. Sie werden mit einem unfassbaren Grauen konfrontiert…

Nach den kalten Bergen der Alpen in der letzten Folge verschlägt es den Hörer diesmal in die warmen Gewässer und Sümpfe von Florida. Diese Abwechslung macht die „Geister-Schocker“ so unterhaltsam. Jede Episode ist anders und meist wird man zumindest gut unterhalten. Die Story um eine alte Hexe ist solide, sicher nicht ganz neu, aber doch guter Horror, der vor allem durch die schwüle Atmosphäre des Settings lebt. Alte Flüche, Vampire…hier spielt man mit so manchen Standards des Genres, es bleibt aber lange unklar, ob es sich hier wirklich um übersinnliche Phänomene handelt. Das erinnert alles ein bisschen an die Serie „Die Psi-Akten“, was aber auch kaum überraschend ist, wenn man entdeckt, dass Simeon Hrissomallis von der Russel & Brandon Company an der Produktion mitgewirkt hat.

Die Sprecherbesetzung ist wieder einmal großartig, wobei mit Lutz Riedel und Christian Rode auch zwei meiner absoluten Favoriten dabei sind, wenn auch nicht in Hauptrollen. Wie gewohnt gibt es produktionstechnisch keinen Anlass zur Kritik. Und dass man von einer Story von Altmeister Earl Warren zumindest gut unterhalten wird, steht ja eh außer Frage. Etwas schade ist, dass die Booklets nicht mehr ganz so viel Mehrwert bieten, wie früher, als jedes Mal ein Kapitel über die Geschichte des Horror-Heftromans in den 70er und 80er Jahren enthalten war. Sicher sind die Sprecherinfos ganz interessant, aber die Kurzgeschichten, die es seit einigen Folgen zu lesen (und auch hier wieder zu hören) gibt, sind meist doch eher dünn und der Werbeanteil hat stark zugenommen. Eine neue Artikel-Serie, vielleicht über Horror-Hörspiele seit den 70er Jahren, wäre weitaus interessanter.

Vorlage: Earl Warren


Folge 24 – DAS TEUFELSTESTAMENT – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-940812-93-3
Vor 13 Jahren sind Frau und Tochter von Peter Talbot unter tragischen Umständen gestorben. Jetzt läuft ihm eine junge Frau über den Weg, die seiner Frau zum verwechseln ähnlich sieht. Als er wieder einmal das Grab seiner Familie besucht, trifft er dort auf einen Mann, der scheinbar die Schuld für den Tod auf sich nimmt und genauso plötzlich verschwindet, wie er aufgetaucht ist. Peter erkennt in ihm den damaligen Totengräber. Und damit beginnen erst die merkwürdigen Ereignisse, die Peter Talbots Leben völlig verändern…

Besonders auffallen tut bei dieser Folge, dass sie zum einen eine etwas längere Laufzeit hat als sonst und vor allem, dass hier viele Sprecher dabei sind, die nicht unbedingt zur Stammbesetzung der Serie gehören. Alleine das gibt dem Hörspiele schon eine gewisse Frische, denn auch, wenn man bestimmte Sprecher immer gerne hört, so ist Abwechslung doch auch wichtig. „Das Teufelstestament“ ist eine recht klassische Gruselgeschichte, die lange mysteriös bleibt und nicht zu früh verrät, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt. Das sorgt für gruselige Stimmung und Spannung und eine Menge Atmosphäre. So muss ein Grusel-Hörspiel sein und „Das Teufelstestament“ befindet sich damit im oberen Drittel der nun schon recht langlebigen Serie.
Auch das Booklet gibt diesmal wieder mehr her. Neben den Sprecherinfos und der üblichen Kurzgeschichte von Peter Menningen, die auch diesmal wieder am Ende der CD vertont wurde, gibt es Infos über den Autor der Vorlage, den Zeichner des Covermotivs und eine Fortsetzung der Artikelserie über die Grusel-Heftromane der 70er und 80er Jahre. Man fragt sich nur, warum hier das legendäre Covermotiv von John Sinclairs „Das Buch Der Grausamen Träume“ verwendet wurde. Das ist so bekannt, dass es schon etwas merkwürdig ist, dass man es nun in einem anderen Zusammenhang wiederverwertet.

Vorlage: Bob Collins

Folge 25 – DER HORRORGARTEN DES SAMURAIS – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-940812-94-0

Der Asienforscher und Japanologe Professor Barlett unternimmt mit seiner Tochter Susan und deren Freund Mike Harris eine Forschungsreise zum steinernen Garten eines gefürchteten Shogun, der im Mittelalter in einer furchtbaren Schlacht besiegt wurde. Am Tag ist das Gebiet eine völlige Ödnis, aber nachts erwacht wie durch Magie ein prächtiger Garten, der schreckliche Gefahren für alle birgt, die ihn betreten…

Eine spannende Geschichte vom guten alten Earl Warren, die zur Abwechslung mal in eine ganz andere, uns fremde Ecke der Welt führt. Die Geschichte an sich, eine Gruppe von Leuten versucht einem alten Fluch auf die Spur zu kommen, ist natürlich weder neu, noch innovativ, funktioniert aber gut vor dem exotischen Hintergrund. Dazu trägt auch die wie immer gelungene Geräuschkulisse und die musikalische Untermalung bei, wobei diese recht dezent eingesetzt wird. Und dann sind da natürlich noch die wie immer gut aufgelegten Sprecher, allen voran mein Lieblingssprecher Christian Rode, dem man allerdings inzwischen sein Alter von über 75 Jahren anhört. Trotzdem bleibt er einer der Besten! Auch Helmut Krauss gehört zu meinen absoluten Favoriten und hat hier eine kleine Rolle. Trotzdem kommt man bei dieser Folge nicht an etwas Kritik vorbei: sie ist definitiv etwas zu lang geraten und das Tempo ist deswegen nicht besonders hoch, hier hätte man sicher etwas straffen können. Sonst gibt es aber nichts auszusetzen.
Als Bonus gibt es, auch dies ist schon eine kleine Tradition in der Serie, eine Kurzgeschichte im Booklet, die auch, gesprochen von Reent Reins, auf der CD vertont wurde. Das Booklet enthält weiterhin Sprecherinfos, Infos zum Coverzeichner, einen Ausschnitt aus den „Geister-Schocker“-Comics und eine weitere Folge über die Heftromane der guten alten Zeit, wobei man inzwischen in den 90er Jahren angekommen ist. Wieder eine runde Sache.

Vorlage: Earl Warren


Folge 26 – VENEDIG SEHEN UND STERBEN / BLUTNÄCHTE IN WHITECHAPEL – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-86473-003-0

Venedig wird nachts immer wieder von unheimlichen Monstern, Geistern und Untoten heimgesucht. Opfer unter den Einwohnern gab es zwar noch nicht, aber die seltsamen Phänomene werden immer bedrohlicher. Malcolm Max reist im Auftrag des Großmeisters der Geheimloge „Hüter des Lichts“ mit der Halbvampirin Charisma Myskina in die Lagunenstadt, um herauszufinden, was dort vorgeht. Sie stoßen auf ein Geheimnis, das nicht nur Venedig, sondern die ganze Menschheit bedroht…

Malcolm Max kehrt zurück, und zwar mit einem neuen Abenteuer aus der Feder von Peter Menningen und wiederum einer Bonus-CD mit dem Hörspiel „Blutnächte in Whitechapel“, das erstmals im Rahmen der „Gespenster Geschichten“-Comics erschienen ist. Hier geht es um den legendären „Jack, the RIpper“. Bereits bei „Tod in Paris“ gabe es eine Bonus-CD, als „Im Banne der Untoten“ beilag. Das ist echter Mehrwert, denn die „Gespenster Geschichten“-CDs werden nicht viele Leute besitzen.
Mit Malcolm Max versucht Peter Menningen eine Horrorserie zu etablieren, die sich von all den modernen Geisterjägern mit großer technischer Unterstützung abhebt, vor allem schon dadurch, dass die Handlung im späten 19. Jahrhundert angesiedelt ist. Das gibt dem Ganzen einen gewissen Gothic-Horror-Anstrich. Da ist dann auch wie gehabt die Machart – sicher bewusst – etwas altmodisch, allerdings natürlich umgesetzt mit heutigen Produktionsmitteln. Bestimmt ist dieser nostalgische Touch gewollt und somit eigentlich kein Kritikpunkt. Die Handlung überzeugt noch etwas mehr als „Tod in Paris“, vielleicht weil Venedig einfach ein schönes Setting für eine klassische Gruselgeschichte bietet oder aber, weil es insgesamt etwas gruseliger zugeht. Dies aber immer sehr locker, actionreich und gradlinig, so dass der Unterhaltungswert hoch ist, auch, weil es diesmal keine Überlänge gibt.
Das Booklet ist etwas dünner als gewohnt geworden, wohl aus Kostengründen, denn immerhin gibt es ja eine Doppel-CD. Zu Lesen gibt es Sprecherinfos, Infos zum Hintergrund der Serie und zum Zeichner des Covermotivs.
Auch, wenn die „Malcolm Max“-Geschichten nicht unbedingt die Höhepunkte der „Geister-Schocker“ sind, so freue ich mich dennoch auf eine baldige Fortsetzung.

Vorlage: Peter Menningen


Folge 27 – DIE STUNDE DES HENKERS – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-86743-004-7

Durch Wien streift ein geisterhafter Henker, der den alten Jakob Neumann umbringt. Dessen Sohn Paul und seine Freundin Karin nehmen trotz ihrer Trauer Nachforschungen auf. Was steckt hinter dem Henker, der direkt aus der Vergangenheit zu kommen scheint und eine alte Rechnung begleicht? Die Geheimnisse, auf die das junge Paar stößt sind schrecklicher, als alles, was es sich vorgestellt hatte…und Paul und Karin geraten selbst ins Visier des Henkers. Paul scheint dem Wahnsinn nahe zu sein…

Das Cover dieser neuen „Geister-Schocker“-Folge lässt eigentlich auf klassischen Gothic-Grusel schließen. Stattdessen gibt es aber eine in der modernen Zeit angesiedelte Mischung aus typischem „Rache aus der Vergangenheit“-Horror und Geister-Geschichte. Oder ist es doch eher ein Psycho-Thriller? Das muss der Hörer ganz alleine herausfinden. Mit kleiner Besetzung – aber großen Namen – und straffer 45-Minuten-Laufzeit kommt keine Langeweile auf, vor allem, weil die zunächst scheinbar so vorhersehbare Story doch einen anderen Verlauf nimmt, als erwartet. Das Booklet enthält neben Sprecherinfos und dem großformatigen Titelmotiv auch Infos zum Autor A.F. Morland und Hintergründe zum als Vorlage dienenden Roman und vor allem ein ganz interessantes aktuelles Interview mit dem Autor. Runde Sache also, wie gewohnt.

Vorlage: A.F. Morland


Folge 28 – 100 STUFEN ZUR VERDAMMNIS – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-86473-005-4 - angekündigt

Bob Henderson, ein engagierter, aber nicht gerade erfolgreicher Geschichtswissenschaftler kauft günstig ein altes Schloss. Das scheinbare Schnäppchen ist aber nicht nur sehr renovierungsbedürftig, sondern birgt auch schreckliche Geheimnisse. Als Bob mit einigen Freunden mit der Sanierung beginnen will, geraten sie in mörderische Ereignisse, die alle Anwesenden mit dem Tod konfrontieren…

Bob Collins gehörte zu den produktivsten Autoren der alten Heftromanserie „Gespenster-Krimi“, die oft als Vorlage für die „Geister-Schocker“ dient und so taucht sein Name natürlich auch häufig bei den Vertonungen auf. „100 Stufen Zur Verdammnis“ ist die klassische Geschichte um ein Geister-Schloss, bietet aber ein recht nettes Ende. Auffällig ist, dass Romantruhe Audio im Moment Geschichten auswählt, die in der Hörspielbearbeitung eine kurzer Laufzeit haben (hier rund 43 Minuten) und mit einer kleinen Besetzung auskommen. Ob das Zufall ist, aus Kostengründen geschieht oder einfach dem hohen Veröffentlichungsrhythmus geschuldet ist, wäre mal interessant zu erfahren. Auch beim Booklet hat man diesmal gespart, so ist es dünner als gewohnt und enthält neben den üblichen Sprecher-. Autoren-, Cover-Illustrator- und Vorlageninfos kein zusätzliches Material. Natürlich ist trotzdem ein unterhaltsames Hörspiel herausgekommen, das auch wegen der kurzen Laufzeit fast in die alte Europa-Gruselserie gepasst hätte. Besonders gut hat mir diesmal auch die musikalische Untermalung gefallen, die sehr abwechslungsreich ist.

Vorlage: Bob Collins


Folge 29 – IM HÖLLENSUMPF DER KANNIBALEN – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-86473-006-1 - angekündigt

Malcolm Max und seine Gefährtin Charisma bleiben auf einer ihrer Reisen in einem Sumpfgebiet stecken. Um das Moor ranken sich grausige Legenden über einen Pakt, den die Bewohner mit unheimlichen Mächten geschlossen haben. Es soll zu Kannibalismus gekommen sein. Malcom Max und die Halbvampirin geraten in ein Abenteuer, in dem sie selbst als die Opfer ausgewählt sind…

Der Veröffentlichungsrhythmus der „Malcolm Max“-Abenteuer innerhalb der „Geister-Schocker“-Reihe wird angezogen. Wie gewohnt gibt es eine Doppel-CD, wobei die zweite CD ein von Robert Missler gelesenes Hörbuch bietet. So bekommt man wieder gleich zwei Abenteuer von „Malcolm Max“ zu hören, was natürlich ein toller Gegenwert für den Kaufpreis ist. Unterhaltsam ist das sowieso. Da nimmt man das dünnere Booklet gerne in Kauf. Mit nur fünf Sprechern im Hörspiel erscheint dies eher wie eine inszenierte Lesung und Erzähler Karlheinz Tafel (leider im April 2012 verstorben) rückt stark in den Vordergrund.
Insgesamt scheint die „Geister-Schocker“-Serie derzeit ein bisschen einen Umbruch durchzumachen. Vielleicht hat man sich mit der monatlichen Erscheinungsweise arbeitsmäßig oder auch finanziell etwas übernommen, jedenfalls wirkt es so, als wenn überall ein bisschen gespart wird. Außer bei der Qualität der Hörspiele selbst, da gibt es nichts auszusetzen. Mir wäre aber ein etwas zurückgeschraubter Veröffentlichungsrhythmus lieber, als dass die Serie aus welchen Gründen auch immer an Qualität verlieren würde.

Vorlage: Peter Menningen


Folge 30 – DIE RÜCKKEHR DER MUMIE – 2012 – Romantruhe Audio – ISBN 978-3-86473-007-8 - angekündigt

Im Himalaya-Gebirge kehrt der lange gefangene Dämon Mechnal zurück und schafft sich eine Mumien-Armee mit deren Hilfe er seine frühere Macht zurückgewinnen will.
Eine kleine Expedition in der abgelegenen Gebirgsregion gerät dabei in große Gefahr…und ist die einzige Chance, Mechnal noch zu stoppen…

Ein neuer Regisseur in der „Geister-Schocker“-Reihe…Marc Fehse kennt man aus der Vergangenheit vor allem durch seine Arbeit an einigen Underground-Splatter-Filmen. Er betätigt sich aber auch darüber hinaus recht vielseitig und jetzt bekommt er die Chance bei einer größeren Serie zu zeigen, was er kann. Um es vorweg zu nehmen: „Die Rückkehr der Mumie“ reiht sich problemlos in die Serie ein, was ein Kompliment ist.

Eine Mumien-Story ist eigentlich nicht besonders originell, gab und gibt es davon doch unzählige, die alle ziemlich ähnlich ablaufen. Der Unterschied hier ist, dass es nicht um eine altägyptische Mumie geht, sondern die Story in Nepal angesiedelt ist. Das ist eine nette Idee, aber man hätte sicher mehr daraus machen können, wenn man die Andersartigkeit der abgelegenen Himalaya-Region mehr betont hätte. Vieles läuft eben doch wie in den bekannten Geschichten ab. Stilistisch hätte „Die Rückkehr der Mumie“ auch gut in die alte Europa-Gruselserie gepasst oder in deren Quasi-Nachfolger „DreamLand Grusel“, nur, dass die Produktion natürlich zeitgemäß und fett ist. Trash bleibt es aber trotzdem, was ja sehr sympathisch ist. Allerdings scheint von dem Original-Roman von Bob Collins nicht mehr viel übrig geblieben zu sein. Selbst das schöne Titelbild des Romans wurde ausgetauscht und der Originaltitel „Die Pagode Der Mumien“ wurde ebenfalls geändert. Zudem schrieb Bob Collins den Roman unter dem Namen Frank de Lorca. Beides sind Pseudonyme vom verstorbenen Richard Wunderer. Mir persönlich würde es gefallen, wenn man in der Serie wieder ein bisschen näher zu den Vorlagen zurückkehren würde. Das heißt nicht, dass Bearbeitungen und Anpassungen nicht möglich sein sollten.
Unterhaltsam ist die Folge aber auch so, was an der stargespickten Sprecherschar und der nahezu perfekten Laufzeit von gut 50 Minuten liegt. Bei der Musik hätte man durchaus ein paar passende Klänge aus der Handlungsregion benutzen können, was sicher für noch mehr Atmosphäre gesorgt hätte. Die Geräuschuntermalung ist aber ansonsten sehr solide.

Als Bonus liest Santiago Ziesmer noch die Kurzgeschichte „Voodoo in New Orleans“, die diesmal nicht zusätzlich abgedruckt ist.

Vorlage: Bob Collins


Buch: Maureen Butcher, Joachim Otto, Markus Winter, Markus Auge, Simeon Hrissomallis, Thomas Tippner, Peter Menningen (A.P.)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von Markus Winter, Markus Auge, Simeon Hrissomallis, Thomas Tippner, Detlef Tams, M.P. Bachmann, Robert Missler, Marc Fehse in dieser Datenbank:

- Geister-Schocker – Episodenführer Folge 21-30 (Hörspielserie) (BRD ab2011)

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