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KRITIK 1
KRITIK 2

BLACK PAST

Tommy Kronach ist ein normaler Schüler, der auch hin und wieder mal in der Schule Prügel beziehen muß. Erschwerend kommt auch noch hinzu, daß vor kurzem seine Mutter gestorben ist. Eines Abend entdeckt er auf dem Dachboden seiner Eltern eine Truhe, in der ein alter Spiegel und ein altes Tagebuch drin sind. Es ist das Tagebuch eines Mannes, der unter dem Einfluß des Spiegels seine Familie ermordet hat. Pappelapapp, denkt sich Tommy und hängt den Spiegel in seinem Zimmer auf. Als seine neue Freundin Petra hineinblickt, verläßt sie wie in Trance das Haus und wird auf der Strasse von einem BMW überfahren (wovon sonst?). Doch die tote Petra kommt zurück und sie will Tommy an den Kragen. Nachdem er sie zerstückelt hat, glaubt er, es sei ein Traum gewesen. Übelste, blutigste Träume verfolgen ihn auch weiterhin und sie werden immer schlimmer. Und dann ist es soweit. Im Badezimmer verwandelt sich Tommy in ein blutrünstiges Monster und tötet alle, die noch am Leben sind und alles geht unter in einem unglaublichen Blutbad...

Absolut heiß an diesem Homevideo ist die bayerische Aussprache der Schauspieler, was die Akteure teilweise etwas lächerlich macht und dem restlichen Deutschland manchmal Verständnisschwierigkeiten bereitet. Oftmals ist leider auch die Musik viel zu laut, um irgendwas zu verstehen. Doch das sollte es dann auch mit den gestrengen Worten sein, denn das muß man Olaf Ittenberg lassen: Er hat ein Gespür für die Filmerei, einen guten Blick für Perspektiven, Farben und ein gutes Händchen für Schnitte, die die einzelnen Szenen rund und flüssig erscheinen lassen. Auch für einfache, aber wirkungsvolle Effekte kann man ihn auszeichnen, wie z.B. die Szene mit dem Kinderwagen. Und nicht zuletzt und ganz besonders die extrem blutigen Goreeffekte, die diesen Streifen wohl am ehesten charakterisieren. Zur unglaublichen Splatterorgie gegen Ende hat Olaf auch psychedelische Soundeffekte eingebaut, die noch zusätzlich an den Nerven zerren. Sicherlich gibt es auch einige Regiefehler: Tommy zieht sich einen Pullover über, geht ins Bad, zieht seinen Pullover aus (wieso hat er ihn erst angezogen) und hat plötzlich ein anderes T-Shirt unter. Aber das ist sicherlich verziehen...

Originaltitel: Black Past

Regie: Olaf Ittenbach

Darsteller: Olaf Ittenbach, Andrea Arbter

BRD 1991

(H.H.)


BLACK PAST

Tommy entdeckt einen magischen Spiegel, der kurz darauf Besitz von seiner Freundin ergreift, die aber, besessen von einem Dämon, nichts besseres zu tun hat, als vor ein Auto zu laufen. Tommy schmerzt dieser Verlust sehr und er hat immer wieder ziemlich blutige Aplträume, in denen seine Freundin von den toten aufersteht und ihn jagt. Es scheint so, als wenn der Wahnsinn in die eigentlich heile Welt Einzug hält...

BLACK PAST“ war der erste vermarktete Film von Olaf Ittenbach, der bald darauf mit „THE BURNING MOON“ sein Zweitwerk veröffentlichte und zuletzt mit „PREMUTOS - DER GEFALLENE ENGEL“ den Schritt zu mehr Professionalität wagte. Dieses Erstlingswerk ist absolut eindeutig ein Amateurfilm, gedreht auf Video, wobei man ab und zu Abstriche bei der Bildqualität machen muß, was aber nicht weiter schlimm ist, den man merkt, wie sehr Ittenbach sein Herzblut in diese Produktion gesteckt hat. Was Splatter- und Gore-Effekte angeht, dürfte dieser junge Filmemacher ziemlich konkurrenzlos auf dem deutschen Underground-Markt sein (wenn man mal von den neueren Schnaas-Werken absieht). Die Story von „BLACK PAST“ ist schlicht und einfach banal und uninteressant, der Film lebt ausschließlich von den bis an die erträgliche Grenze gehenden Bluteffekten. Leichte Anleihen an „TANZ DER TEUFEL“ sind nicht von der Hand zu weisen, aber Ittenbach entwickelt schon hier seinen eigenen Stil, den er mit den Folgewerken perfektioniert. Frank Trebbin schreibt in seinem Standardwerk „Die Angst sitzt neben Dir“: „Gebt dem Mann eine richtige Kamera“, was diese Kritik eigentlich auf den Punkt bringt und was sich der Regisseur dann auch zu  Herzen nahm. Schwachpunkt bei dieser Produktion, wie bei eigentlich allen deutschen Undergroud-Produkten, sind die mehr als peinlichen Darsteller, die selten dämlich rüberkommen. Auch das Drehbuch wurde wohl künstlich gestreckt, den Hauptdarsteller (und Regisseur) Ittenbach zieht sich dauernd in diesem Film um, wobei er einmal den Pullover auszieht, weil dieser stinkt, das T-Shirt darunter aber anläßt und einen frischen Pullover darüberzieht. Selten peinliche Unlogik, denn müßte das T-Shirt nicht noch mehr stinken, als der Pullover? Auch scheint Ittenbach ein Fuß- oder zumindest Schuh-Fetischist zu sein... Zuguterletzt muß ich noch die furchtbaren Dauerwellen der beteiligten Darstellerinnen erwähnen, entweder ist das ganze Ittenbach-Umfeld fies prollig, oder man hat sich spaßeshalber an den typischen DDR-Frisuren der 80er-Jahre orientiert. Mein Gott, wie kann man bloß´als Frau so rumlaufen!!! Mal ganz von Olaf´s eigener Vokuhila-Frisur abgesehen. Unabhängig davon sollte man sich den Film unbedingt unter den Nagel reißen, wenn man ihn denn irgendwo erwischen kann, denn er ist inzwischen ziemlich selten geworden. Gorehouds kommen in jedem Falle voll auf ihre Kosten, so daß sogar Frank Trebbin 9 von 10 Splatterpunkten vergeben hat. 
Originaltitel: Black Past

Regie: Olaf Ittenbach

Darsteller: Olaf Ittenbach, Andrea Arbter

BRD 1991

Imas

(A.P.)



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