Final Destination 6 - Bloodlines(USA 2025)Originaltitel: Final Destination: Bloodlines Alternativtitel: Final Destination 6 / Final Destination - Bloodlines Regie: Zach Lipovsky, Adam B. Stein Darsteller/Sprecher: Kaitlyn Santa Juana, Teo Briones, Richard Harmon, Owen Patrick Joyner, Brec Bassinger, Anna Lore, Tony Todd, Rya Kihlstedt, Andrew Tinpo Lee, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
|
Die College-Studentin Stefani Reyes wird vom Albtraum einer Turmkatastrophe geplagt, eine Vision, die auf das Jahr 1969 zurückgeht, als ihre Großmutter Iris eine Vorahnung eines Einsturzes hatte. Stefani begibt sich zurück in ihre Heimat und stößt auf ein Familiengeheimnis: Die Katastrophe wurde damals dank Iris eventuell abgewendet, nun aber scheint der Tod das "fehlende Kapitel" ihrer Blutlinie nachzufordern. Gemeinsam mit ihrem Bruder Charlie und weiteren Verwandten versucht sie, den Lauf des Schicksals aufzuhalten, während eine Kette makaberer Unfälle beginnt...
Wenn man Fan der Reihe ist, dann ist "BLOODLINES" eine angenehme Überraschung (okay, auch wenn man kein Fan ist): nicht perfekt, aber letztlich ziemlich unterhaltsam und recht clever. Die Regisseure Zach Lipovsky und Adam B. Stein geben dem sechsten Teil des Final-Destination-Franchise genug neue Würze, damit man nicht das Gefühl hat, man sähe bloß nochmal denselben Film, nur mit anderen Opfern. Besonders die Anfangsszene: Da liegt ein Geldstück auf dem Boden eines schicken Ausblicks-Restaurants im Turm ("Sky View", wie es heißt) in den späten 60er Jahren. Ein kleines Detail, das später als Startpunkt für die Katastrophe dient. Der Turm selbst, angedeutet wie eine Variante des Toronto CN Tower, wird zur Kulisse eines Desasters, und allein der Aufbau mit Kamerafahrten, Sound und dem Geldstück, das schmetterlingsflügelschlagmäßig eine schlimmme Kettenreaktion auslöst, ist so gut inszeniert, dass ich fast applaudieren musste. Es ist schon witzig, teils arg blutig und so gut gemacht, dass man gar nicht weggucken kann.
Die Rest der Handlung präsentiert sich solide und recht dynamisch: Stefani, gespielt von Kaitlyn Santa Juana, macht ihren Job durchaus gut. Die Unfälle sind typisch für Final Destination und folgen dem Muster "kleines Unglück führt zu Riesenkatastrophe". Dieses Mal werden nicht nur Einzelpersonen werden gekillt, sondern eine ganze Linie von Menschen, die sich der Gnade (oder dem Zorn) des Todes entzogen hatten. Und da geht es auch schon mal recht makaber zu mit gut gemachter grafischer Gewalt. Der kurz darauf verstorbene Tony Todd gibt sich hier übrigens nochmal die Ehre. Ich mag den Film, er ist nicht genial in jedem Moment, aber für Fans der Reihe und Horrorlustige definitiv eine Empfehlung. Die Anfangssequenz alleine macht ihn schon sehenswert. (Haiko Herden)
|