Eine US-Spezialeinheit wird bei einer Operation in der Wüste völlig überraschend entführt und wacht in durchsichtigen Stasis-Kapseln auf einem schleimig-altmodischen Alien-Raumschiff auf. Zwischen schaurigen Ritualhallen mit gehäuteten Leichen und rumpelnden Korridoren kämpfen sie gegen laserbewaffnete, augenlose Aliens, bis sie auf Ravi treffen, eine Überlebende mit Plan, die sich seit Jahren im Schiff versteckt hält. Um zurück zur Erde zu gelangen, müssen die Soldaten so einiges über sich ergehen lassen …
„OSIRIS“ ist ein kleiner Sci-Fi-Actionfilm, der hauptsächlich auf dem erwähnten Raumschiff spielt, das insgesamt wenig außerirdisch wirkt, vermutlich aus Kostengründen (das Budget lag aber immerhin bei rund 6,7 Millionen Dollar). Wenigstens ist mit Linda Hamilton, hauptsächlich bekannt als Sarah Connor aus den „TERMINATOR“-Filmen, auch ein recht bekannter Name an Bord, auch wenn ihre Rolle teils nicht sehr logisch wirkt. Wie gesagt: Die Sets sind schlicht, aber die Aliens bestehen aus gut aussehenden handgemachten Anzügen statt CGI. So etwas wirkt einfach immer besser als Wesen aus dem Computer. Die Action ist zackig, die Stunts handfest, und die erste Schlachtsequenz in Usbekistan liefert erstaunlich viel Wumms. Allerdings bleiben die Charaktere blass, die Dialoge platt, die Wendungen berechenbar. Der Film wirkt teilweise wie ein Videospiel:billig, flach, generisch. Aber immerhin schnell und brutal. Dass man Alien- und Predator-Fans ansprechen wollte, ist offensichtlich. Letztlich ist „OSIRIS“ ein ordentlicher Sci-Fi-B-Film: kein Meisterwerk, aber wer Action auf Raumschiffdecks mag, die aussehen wie Lagerhallen auf der Erde, bekommt hier genügend Ballerei und Kampfgetümmel für einen vergnüglichen Abend. (Haiko Herden)
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