Die britische Familie Smith, bestehend aus Vater Richard, Mutter Susan und ihren Teenager-Kinder Sam und Jessie, ist auf zu einem scheinbar idyllischen Urlaub auf der abgelegenen schwedischen Insel Svalta. Die Einheimischen empfangen sie mit distanzierter Kälte, warnen sie vor dem Inselaufenthalt, und die vermeintlich harmlose Theateraufführung zur Geschichte der Insel wird rasch von bedrohlicher Realität überholt...
Ich gebe es gleich zu: Horror-Komödien sind nicht meine erste Wahl. Dennoch habe ich "GET AWAY" angeschaltet und hatte zumindest einen okayen Eindruck.Regie führt Steffen Haars, der eher für schräge Comedy bekannt ist. Er stammt aus den Niederlanden und war bislang nicht unbedingt auf Horror spezialisiert. Das Drehbuch stammt immerhin von Nick Frost ("SHAUN OF THE DEAD"), der zugleich auch mitspielt. Das nordische Insel-Szenario mit knurrigen Einheimischen, abgeschiedener Landschaft und einer Fähranreise hat etwas Solides. Man denkt sofort an Klassiker wie "THE WICKER MAN" oder "MIDSOMMAR", also ein Ferienparadies, das sich als Albtraum entpuppt. In dieser Hinsicht macht "GET AWAY" seinen Job, wenn die Stimmung kippt, die Isolation wirkt, und die Erwartungshaltungen unterwandert werden. Der Ton schwankt recht deutlich zwischen Humor und Horror, und wer wie ich kein großer Freund von Horror-Komödie ist, merkt schnell die Unwucht. Die Figuren bleiben eher blass, und die Spannung baut sich nur mäßig auf, bevor das Tempo zum Finale hin anzieht. Wenn man bereit ist, mit einem Augenzwinkern in den Film zu gehen, ist "GET AWAY" vielleicht durchaus unterhaltsam, man bekommt ein paar gute Szenen, ein paar gelungene Gags, und eine halbwegs frische Note im Horror-Komödie-Geflecht. Für reine Horrorfilmfans ist das Ganze vermutlich "zu nett". (Haiko Herden)
|