The Ritual(USA 2025)Originaltitel: Ritual, The Alternativtitel: Regie: David Midell Darsteller/Sprecher: Al Pacino, Dan Stevens, Abigail Cowen, Ashley Greene, Patricia Heaton, Maria Camila Giraldo, Patrick Fabian, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
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In der kleinen US-Ortschaft Earling im Bundesstaat Iowa im Jahr 1928 manifestiert sich bei der jungen Emma Schmidt ein mysteriöser Zustand, der weder durch übliche medizinische Diagnose noch durch vertraute religiöse Rituale voll erfasst zu werden scheint. Ihre Familie, streng gläubig, wendet sich an die Kirche, woraufhin der erfahrene Pater Theophilus Riesinger herbeigerufen wird. Er nimmt sich der Angelegenheit gemeinsam mit dem jüngeren Pater Joseph Steiger an, der in einem Glaubens- und lebenskrisenhaften Zustand steckt. Während Riesinger sofort von einer Besessenheit überzeugt ist, ringt Steiger mit seinem Zweifel. Gemeinsam führen sie eine Reihe von Exorzismen durch, die alle körperlich wie psychisch stärker beanspruchen, als ihnen bewusst war. Emma reagiert mit erschütternden Symptomen, die ihre Umgebung verunsichern...
Ich halte "THE RITUAL" für einen Film, der anspruchslos funktioniert, aber eben nicht mehr. Midell hat gemeinsam mit Enrico Natale das Drehbuch geschrieben, die Hauptrollen spielen Al Pacino als Pater Riesinger und Dan Stevens als Pater Steiger. Gedreht wurde u. a. Anfang 2024 in Natchez, Mississippi. Der Fall basiert auf realen Ereignissen, zumindest legt eine Texttafel am Anfang des Filmes dies nahe.Der Film bemüht sich um ein dokumentarisches Feeling mit seiner Handkamera. Das gelingt teilweise ganz gut. Letztlich arbeitet der Film das Genre "Exorzismus" jedoch ziemlich ziemlich brav ab: Junge Frau, rätselhaftes Verhalten, zwei Priester mit innerem Konflikt, Ritual, Kirche vs. Zweifel. Wer sich daran erfreuen will, bekommt genau das, aber auch nicht viel mehr. Es fehlt ein echter überraschender Dreh, eine wirklich frische Perspektive. Und ehrlich gesagt auch ein besserer Filmtitel. Es gibt mindestens drei weitere Filme, die den gleichen Namen tragen. Die Figuren bleiben relativ eindimensional: Pacinos alternder Priester mit klarer Mission, Stevens´ ist ein junger Zweifler mit Trauma, also nichts Besonderes. Nennen wir es einfach mal "klassisch", aber lange nicht so "monumental" wie der originale "DER EXORZIST" von 1973. So bleibt der Film am Ende zumindest "okay", aber er packt einen auch nicht wirklich. (Haiko Herden)
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