Man Vs Baby (Mini-Serie)(Großbritannien 2025)Originaltitel: Man vs Baby Alternativtitel: Regie: David Kerr Darsteller/Sprecher: Rowan Atkinson, Claudie Blakley, Alanah Bloor, Sunil Patel, Susannah Fielding, Robert Bathurst, Nina Sosanya, Sunetra Sarker, Ellie White, Angus Imrie , Genre: - Komödie - TV-Serie
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Trevor Bingley hatte es nach dem Chaos in "MAN VS BEE" eigentlich ruhiger angehen wollen, als Schulhausmeister weitab von Luxuswohnungen, doch just in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien findet er beim Schultheater ein ausgesetztes Baby auf der Stufen der Schule. Direkt darauf bekommt er ein Jobangebot über Weihnachten als Haussitter eines schicken Londoner Penthouses, und weil der Zeitpunkt ein bisschen drängt und die Bezahlung verlockend ist, nimmt er das Angebot an und muss das Baby kurzerhand mitnehmen. So verbringt er die Feiertage zwischen hochpreisigen Einrichtungsgegenständen, vollgepupten Windeln, Lieferdiensten und dem Versuch, den Nachwuchs bei Laune zu halten, während Sozialdienste und die Polizei Trevor mal ernst, mal weniger ernst nehmen...
Die Serie besteht aus vier Episoden, die jeweils um die 30 Minuten lang sind und recht fix konsumiert werden können (man hätte das Ganze ja eigentlich auch als Film zusammenschneiden können). Rowan Atkinson, der Mann, der uns als Mr. Bean weltbekannt wurde, schlüpft erneut in die Rolle von Trevor Bingley, einem Typen, der irgendwie meint, alles im Griff zu haben, und am Ende doch über seine eigenen Füße stolpert. Atkinson und Co-Schöpfer William Davies haben Trevor und seine Welt zusammen mit Regisseur David Kerr entwickelt, der bereits bei der vorherigen Serie an Bord war und sich offenbar bestens mit slapstick-getriebener Situationskomik auskennt. Was die Serie technisch angeht, ist das Baby meist echt, auch wenn, wie bei vielen Produktionen mit kleinen Kindern, in manchen Szenen auf CGI-Einsatz zurückgegriffen wird, um bestimmte Bewegungen, Gesichtsausdrücke oder Momente sauber umzusetzen. Laut Produktionsberichten wurde versucht, so viel wie möglich mit echten Babydoubles und Zwillingen zu drehen, nur wenn es wirklich nötig war, wurden digitale Hilfen genutzt. Das merkt man auch: Einige Szenen wirken völlig natürlich, bei anderen hat man ein kleines Gefühl, dass hier ein bisschen künstlich aufgepeppt wurde, aber das tut dem Genuss keinen großen Abbruch. Die Serie ist nicht immer logisch und manchmal ein bisschen aus der Luft gegriffen, denn sehr oft lassen sich die komischen Situationen nur dadurch entschuldigen, dass es eben Comedy ist und nicht ein Lehrstück in Elternschaft. Aber sie bleibt nett und meist lustig. (Haiko Herden)
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