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After Eden

(Kanada 2015)

Originaltitel: After Eden
Alternativtitel:
Regie:
Hans Christian Berger
Darsteller/Sprecher: Alyssa Reece, Cameron Crosby, David Roncin, Theo Kim, Brandon Jason Miller,
Genre: - Drama - Erotik


Die junge und hübsche Eve erfüllt vor der Kamera die erotischen Wünsche einer für sie unsichtbaren Internet-Zuschauerschaft. Das meiste ist nur vorgespielt, wie der einzelgängerische Student Adam herausfindet, der ihr heimlich mit der Kamera im Alltag folgt. Als er sie irgendwann bittet, dass sie für ihn ganz allein vor seiner Kamera posieren soll, macht sie überraschenderweise mit…

Ein modernes Erotikdrama möchte „After Eden“ sein. Der Titel wird durch die Namen der beiden Protagonisten gespiegelt. Die Bilder bleiben distanziert, die Nacktszenen merkwürdig unerotisch und die dialogarme Handlung lässt den Zuschauer kalt. Durch lange Einstellungen mit statischer Kamera, in denen eigentlich wenig passiert und eine leicht nihilistische Stimmung kommt aber doch eine gewisse Atmosphäre auf, die am Bildschirm hält.

In der Hauptrolle überzeugt Alyssa Reece einigermaßen, vermutlich, weil sie im Grunde sich selbst spielt, denn abseits des „seriösen“ Filmgeschäfts ist sie tatsächlich Pornodarstellerin. „After Eden“ dürfte ein Versuch sein, sich neu zu orientieren. Hübsch anzusehen ist sie – auch angezogen und eine gewisse Ausstrahlung hat sie durchaus. Eine oscarreife Schauspielerin ist sie noch nicht, aber wer weiß, wenn sie Chancen erhält, kann sich vielleicht etwas entwickeln. Ich würde sie schon gerne wieder in Spielfilmen sehen. Ihre körperlichen Vorzüge zeigt sie hier aber natürlich trotzdem, aber es gibt keine Hardcoreszenen. Der Schnitt ist dabei so geschickt, dass immer dann abgebrochen wird, wenn es eigentlich gerade losgehen würde. So wird suggeriert, dass es möglicherweise auch noch eine Harcorefassung des Films geben könnte. Darüber habe ich aber nichts gefunden und so vermute ich, dass hier Erwartungen des Zuschauers aufgebaut werden, die dann bewusst nicht erfüllt werden. Das ist es wohl, was ein anderer Kritiker mit „subversiv“ meinte.

Keine echte Handlung, nur oberflächlich erotische Sexszenen und trotzdem irgendwie ein interessanter Film, der aber so viel mehr hätte sein können.

Donau Film ist inzwischen bekannt dafür, mehr oder weniger interessante Erotikfilme zu veröffentlichen. Dabei erhalten Werke aus den 70er und 80er Jahren oft eine nette Aufmachung mit Original-Synchronisation und Pappschuber, oftmals mit alternativem Artwork. Die neueren Filme hingegen werden stiefmütterlicher behandelt. Auf den Pappschuber kann man noch leichten Herzens verzichten, aber dass nur eine absolute Billig-Synchronisation angefertigt wird, weil man sich vermutlich nur geringe Verkaufszahlen erwartet, nimmt dem Zuschauer doch eine Menge Spaß. Hier wird am falschen Ende gespart.

Bild- und Tonqualität sind ordentlich, es handelt sich halt um einen aktuellen, digital gedrehten Film. Die DVD enthält neben der miesen deutschen Synchro auch englischen Ton und deutschsprachige Untertitel. Bonusmaterial ist nicht vorhanden. (A.P.)



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