(Episode 5 - Maritim 2002 – MC/CD)
Roy De Voss und Yani Atawa befinden sich in Afrika, um einen legendären Zauberbaum zu erforschen. In ihrem Hotel stirbt ein junger Angestellter, ohne dass sich feststellen lässt, woran. Der Hoteldirektor will den Todesfall vertuschen und scheint doch mehr zu wissen, als er zugibt. Gleichzeitig verschwindet eine junge afrikanische Ärztin und das Verschwinden scheint irgendwas mit dem Baum zu tun zu haben. Im Hotel stoßen Roy und Yani auf eine Gruppe Touristen, angeführt vom Reiseführer Chris, der offensichtlich magische Fähigkeiten hat. Die Drei freunden sich an. Schneller als gewünscht befinden alle sich in einem unheimlichen Spiel.
Abends wird de Voss in seinem Zimmer nieder geschlagen und entführt. Auch Chris´ Freundin Patricia wird verschleppt. In einem Buschmann-Dorf treffen Roy und die verschwundene Ärztin Nome zusammen, die sich um den Ohnmächtigen kümmert. Auch die Ärztin hat magische Fähigkeiten und es wird immer unklarer, wer hier welche Rolle spielt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn über de Voss wurde ein Todeszauber ausgesprochen, der ihn innerhalb weniger Stunden töten wird...
Folge 5 der „Magier“-Serie setzt den guten Trend fort, der nach der Neukonzeption mit Folge 4 eingeleitet wurde. Diesmal wird eine unheimliche, spannende, manchmal allerdings etwas verwirrende, Voodoo-Geschichte geboten. Dan Schocker hat zudem mal wieder ausgiebig bei sich selbst (Macabros, Larry Brent) und anderen Serien (Dämonenkiller und andere) geklaut und das Ganze zu einem gelungenen Cocktail zusammen gemischt. Gut ist die Einführung des Magiers Chris, den man gerne mal wieder treffen würde. Seine Fähigkeit der körperlichen Verdopplung ist natürlich eine nette Anspielung auf Macabros. Gelungen ist auch, dass Magiron zumindest mal wieder erwähnt wird, was der Serie Kontinuität gibt. Die Sprecher bieten gewohnt gute Leistungen, auch, wenn Reinhilt Schneider einmal mehr etwas zum Overacting neigt. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls gelungen, nur manchmal nerven die fast durchgehend benutzten Hintergrundmusiken, die besonders in der Anfangssequenz die Texte fast übertönen. Das mindert aber nicht den insgesamt guten Eindruck dieses Hörspiels. Wie es scheint, hat „Der Magier“ seinen Weg gefunden und man darf hoffen, dass es so noch viele Folgen lang weiter geht. Wie inzwischen bei Maritim-Veröffentlichungen fast üblich, gibt es am Ende noch ein paar Outtakes mit teilweise witzigen Versprechern zu hören. (A.P.)
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