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Die Trueman Show(USA 1998)Originaltitel: Trueman Show, The Alternativtitel: Regie: Peter Weir Darsteller/Sprecher: Jim Carrey, Laura Linney, Ed Harris, Natascha McElhone, Genre: - Science Fiction/Fantasy
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Trueman Burbank lebt in einer der schönsten Kleinstädte in Amerika. Das er seit 30 Jahren nicht aus Seahaven rausgekommen ist, hat ihn bislang eigentlich weniger gestört. Als aber eines Morgens plötzlich ein Scheinwerfer einige Meter von ihm entfernt wie aus heiterem Himmel auf den Boden knallt, beginnt es sich in ihm zu regen. Seitdem packt ihn das Fernweh und sein größter Traum ist es, zu den Fidschi-Inseln zu fliegen. Seine Verwirrung steigert sich noch mehr, als er aus seinem gestörten Autoradio plötzlich Regieanweisungen hört, die anscheinend seine Mitmenschen sofort befolgen. Die Antwort ist einfach und schockierend zugleich: Trueman ist der unwissende Hauptdarsteller einer 24-Stunden-Seifenoper. Alle Menschen, mit denen er zusammenlebt, sind Schauspieler, selbst sein bester Freund und sogar seine eigene Ehefrau. Seahaven ist eine künstliche Stadt, die sich unter einer riesigen Kuppel befindet und geleitet wird das ganze Unternehmen von dem exentrischen Regisseur Christof. Langsam dämmert es Trueman, was irgendetwas vor sich geht und nach und nach findet er heraus, wem er überhaupt noch vertrauen kann, nämlich niemanden...
Was zuerst an diesem Film etwas stört, ist die fehlende Tiefe, man hätte psychologisch viel mehr aus dem Film herausholen können und sich mit einigen Dingen nicht zu sehr nach dem Mainstream-Geschmack des Zuschauers richten sollen. Hätte man dies getan, hätte die Trueman-Show ganz sicher der Film des Jahres 1998 und Peter Weir´s ("CLUB DER TOTEN DICHTER" / "DIE KILLERAUTOS VON PARIS") wichtigstes Werk sein können. Sicher ist der Film in gewisser Weise (vor allem für das hirnlose Kinoprogramm) sehr originell, aber neu ist die Idee an sich auch nicht, denn es gab schon mindestens eine Twilight Zone-Folge mit dem gleichen Thema, natürlich ein paar Stufen niedriger angesetzt.
Aber trotz aller Kritik ist der Film sehr gut und Jim Carrey kann sich endlich mal schauspielerisch behaupten und dabei sogar überzeugen! Oftmals bleibt einem auch das Lachen im Halse stecken, weil eigentlich alles so fies ist. Jedenfalls bietet die "TRUEMAN SHOW" viele philosophische Denkanstöße, die hier leider oftmals nur halb zu Ende gedacht wurden, was im anderen Fall wahrscheinlich auf Kosten des Filmflusses gegangen wäre und außerdem hat man wohl Rücksicht auf die mangelnde Denkfähigkeit des Publikums genommen. Fazit: Trueman Burbank hat sein Leben unwissentlich dem TV-Konsum geopfert, er hatte nie die Chance gehabt, mehr aus seinem Leben zu machen. Peter Weir aber hätte die Chance gehabt, mehr aus seinem Film zu machen, wenn es ihm erlaubt worden wäre, denn er könnte es! So sind beide ein Opfer des Kommerzes geworden! (Haiko Herden)
| Alles von Peter Weir in dieser Datenbank:
- Way Back - Der lange Weg, The (Polen, USA, Vereinigte Arabische Emirate 2010) - Master And Commander - Bis ans Ende der Welt (USA 2003) - Trueman Show, Die (USA 1998) - Fearless - Jenseits der Angst (USA 1993) - Club der toten Dichter (USA 1989) - Einzige Zeuge, Der (USA 1985) - Picknick am Valentinstag (Australien 1975) - Autos, die Paris auffraßen, Die (Australien 1974) | |
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