(KiWi, ISBN 3-462-02815-4)
Helga Maria Schneider ist eine Emanze, wie sie im Buche steht, nämlich in diesem hier. Schneider rechnet mit der Männerwelt ab. Ihr Buch beschreibt, wie sie Urlaub von ihrem Ernährer macht. Sie missbraucht die Herrenwelt, tritt ihnen in die Eier, schreckt auch vor Mord nicht zurück und schiebt ihren Sohn ab, denn Männer sind ja einfach nichts wert. Helga Maria Schneider, das ist natürlich ein Pseudonym und, jeder Mensch weiß das, Helge Schneider ist der Urheber dieses Werkes. Er versetzt sich in die Psyche einer Emanze und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch wenn alles extrem lächerlich ist, steckt da mitunter doch ein wahrer Kern hinter der Geschichte. Helge Scheider zeigt uns die Klischee-Emanze, vollkommen gegen Männer eingestellt, vollkommen übertrieben und darüber hinaus auch richtig radikal. Der besondere Witz daran ist aber, dass eine Emanze doch auch hin und wieder eine Klischee-Frau ist. Es gibt so viele Details, die ich hier niederschreiben könnte (zum Beispiel die Eröffnung der Frauen-Autowerkstatt), doch das würde den Rahmen dieser Kritik sprengen. Das Buch ist günstig zu haben und ist mit seinen etwa 120 kleinen und großbedruckten und überdies mit vielen Zeichnungen gestreckten Seiten schnell durchzulesen. Das bisschen Zeit sollte man sich gönnen. Man muss aber auch ganz klar dazu sagen, dass Man Helge Schneider und seinen mitunter absonderlichen Humor mögen muss, dann wird man auch „EIERSALAT“ mögen. (Haiko Herden)
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