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Pest, Die - Albert Camus (Buch)

Originaltitel:
Alternativtitel:
Regie:

Darsteller/Sprecher: ,
Genre: - Drama - Buch


(Rowohlt, ISBN 349922500X)

Oran liegt in Nordafrika und als einige Bewohner an einer merkwürdigen Krankheit sterben, erkennt man, dass die Pest sich nach langer Zeit wieder gezeigt hat. Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und wir erleben, wie ein Doktor und ein paar Mitstreiter mit den Schwierigkeiten kämpfen müssen, dass die Krankheit sich immer weiter ausbreitet, irgendwann ihren Höhepunkt findet, dann aber langsam wieder abklingt. Albert Camus ist Nobelpreisträger und sprachlich ist an dem Buch auch nichts auszusetzen. Fraglich ist für mich aber eher die Intention, die ihn getrieben hat, dieses Buch zu schreiben. Eine mitreißende Geschichte zu schreiben, die Spannung und Gefühl in sich birgt, kann es nicht gewesen sein, für eine Charakterstudie werden die Personen zu wenig in ihrer Tiefe gezeigt, vielmehr wird geschildert, was sie tun und was die Pest für die Menschheit bedeutet und wie die Menschen auf sie reagieren. Manch einer versucht das Leben weiter zu leben wie bisher, mit dem Unterschied, dass alle Menschen nun gleich sind, denn niemand ist geschützt, egal, welchen Stand man hat und wie viel Geld. Selbst auf die wirtschaftlichen Folgen und religiöse Fragen geht er ein. Ich nehme nicht an, dass CAMUS einen Katastrophenthriller schreiben wollte, der den Herzschlag beschleunigt oder gar zu Tränen rührt, aber das Buch lässt einen extrem kühl, ich schäme mich fast, das zu sagen, aber es langweilt über weite Strecken. Ich behaupte von mir selbst, dass ich in der Lage bin, Tiefe in einem Buch zu erkennen und ich erkenne sie zweifelsfrei auch hier und ich erkenne auch durchaus ein paar Parabeln zur französischen Geschichte, aber es berührt einfach nicht. Es regt mich nicht zum Nachdenken an, weil die Charaktere mir bis zum Ende vollkommen egal sind. Selbst der Tod des besten Freundes des Arztes ist vollkommen emotionsfrei abgehandelt und eine Parabel nur einer Parabel Willens zu schreiben, ist für mich nicht genug. Dieses Buch werde ich mit Sicherheit kein zweites Mal lesen. Und da ist es mir auch egal, ob ALBERT CAMUS einen Nobelpreis hat, oder nicht. (Haiko Herden)



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