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Christian Death - Live

Originaltitel: Christian Death - Live
Alternativtitel:
Regie:

Darsteller/Sprecher: William Rozz,
Genre: - Musik/Musical


Nichts wirklich Neues wird auf dieser DVD geboten, lediglich das vor einigen Jahren bereits als Video (Cleopatra Records) und CD (Triple X) erschienene Reunion Konzert von Christian Death. Dennoch ist diese DVD für Rozz Williams Fans unverzichtbar, denn erstmals gibt es Rozz digital zu sehen und da sowieso viel zu wenig bewegtes Bildmaterial von ihm existiert, greift der Fan nach jedem Strohhalm. Dreiviertel der legendären CHRISTIAN DEATH Besetzung, die das unsterbliche „Only Theatre Of Pain“-Album aufgenommen hat, fand sich hier einmalig noch mal zusammen, namentlich Rikk Agnew, George Belanger und natürlich Rozz Williams. Bieten tut die Band alle ihre frühen Klassiker von „Dogs“ über „Cavity“, „Sleepwalk“, Spiritual Cramp und „Deathwish“ bis hin zu DEM Death-Rock Klassiker schlechthin: „Romeo´s Distress“. Dazu noch ein paar weitere Songs, darunter zwei „neue“, nämlich „Some Men/The Other“ und „Cry Baby“. Es ist natürlich wunderbar alle diese legendären Stücke auch optisch präsentiert zu bekommen, allerdings muß man kritisch anmerken, dass die Band sich kaum als Einheit präsentiert und Rozz Williams´ Stimme teilweise zu weich ist, besonders bei Stücken wie „Sleepwalk“. Manchmal fehlt ein bisschen die Power und der Funke will nicht so richtig überspringen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Rozz sehr „normal“ aussieht (lange Haare und Sonnenbrille) und die anderen Musiker nur nebenbei von der Kamera eingefangen werden. Und doch fesseln die 46 Minuten, weil Williams einfach eine ganz eigene Ausstrahlung hat und gute Musik auch durch mittelmäßige Performance nicht wirklich schlechter wird. Zugegeben, bei CHRISTIAN DEATH bin ich immer etwas voreingenommen, weil diese Band mein Leben verändert und geprägt hat, aber dass sie Bands bis hin zu Marilyn Manson nachhaltigen Einfluss hatte, kann wohl niemand abstreiten.

Die Bild-Qualität hätte vielleicht ein wenig digital überarbeitet werden können, ist aber auf jeden Fall besser, als unzähligeMale abgespielte Videobänder. Am Ton gibt es nichts zu mäkeln. Als Bonus findet sich eine umfangreiche Bilder-Galerie, die man allerdings zum Großteil schon aus dem Rozz Williams-Buch kennt. Untermalt wird die Galerie allerdings von zwei bisher unveröffentlichten Premature Ejaculation-Tracks, die das Ganze schon wieder lohnenswert machen. Schön, dass sich das DVD-Format inzwischen auch bis in den Underground durchgesetzt hat. Bestellen kann man diese Veröffentlichung sicher über diverse Internet-Mailorder, allerdings ist das Teil relativ teuer, da es ein US-Import ist. Da das ganze aber als Regionalcode 0 kommt, dürfte das Abspielen auf den gängigen DVD-Playern kaum Probleme machen, solange der Player auch NTSC-DVDs abspielt, aber das tun ja fast alle europäischen Geräte.

Noch eine Anmerkung in persönlicher Sache: sollte jemand die junge Frau kennen, die Rozz beim Track „Romeo´s Distress“ küsst (die zweite, im T-Shirt), wäre ich für eine kurze Mitteilung sehr dankbar. (A.P.)



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- Christian Death - Live
( 2001)