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Die 3 Gesichter Der Furcht

(Italien 2004)

Originaltitel: Tre Voltri Del Terrore, I
Alternativtitel:
Regie:
Sergio Stivaletti
Darsteller/Sprecher: John Phillip Law, Riccardo Serventi Longhi, Andrea Bruschi, Roberta terregna, Simone Taddei, Lamberto bava, Ambre Even, Emiliano Reggente, Elisabetta Rocchetti, Claudio Simonetti,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery




In einem Zugabteil schlafen drei Fahrgäste. Als sie aufwachen, hat sich ein weiterer Mitfahrer zu ihnen gesetzt, der behauptet, Hypnotiseur zu sein und mittels einer mysteriösen goldenen Kugel den Menschen individuelle Geschichten erzählen zu können, in die sie förmlich hineingezogen werden…

Geschichte 1: Zwei Männer plündern ein uraltes etruskisches Grab. Durch die dort ruhende Mumie wird ein Werwolf-Fluch auf einen von ihnen übertragen…

Geschichte 2: Eine junge Frau begibt sich in die Hände eines Schönheitschirurgen, der allerdings ganz andere Pläne mit ihr hat, als sie ahnt…

Geschichte 3: Drei junge Leute zelten an einem eigentlich abgesperrten See, in dem offensichtlich etwas Unheimliches lebt, mit dem sie schnell Bekanntschaft machen…

Regisseur Sergio Stivaletti kennt man aus den letzten Jahrzehnten als talentierten Special Effects-Macher, der viele italienische Horrorfilme von Regiegrößen wie Lamberto Bava, Michele Soavi und vor allem Dario Argento veredelt hat. Selbst hat er nur wenige Male auf dem Regiestuhl Platz genommen, so unter anderem im hier vorliegenden „Die 3 Gesichter Der Furcht“, der sicher nicht nur zufällig den gleichen (im Deutschen) beziehungsweise sehr ähnlichen (im Italienischen) Titel trägt, wie ein berühmter Episoden-Horror-Film von Mario Bava aus den 60er Jahren. Und ja, auch hier handelt es sich um einen Episodenfilm, der um eine Rahmenhandlung herum drei Geschichten erzählt. Es dürfte also Tatsache sein, dass Stivaletti ganz bewusst versucht hat, das gute alte italienische Horror-Gefühl der 60er bis 80er Jahre wieder zu beleben. Der Regisseur nutzt dazu die Horror-Grundtypen (vergleiche Stephen Kings „Danse Macabre“) Werwolf (ein Mensch verändert sich in etwas anderes), den „Mad Scientist“ und das „Ding aus dem Sumpf“ (eine monströse Bedrohung aus dem Unbekannten). Fehlt eigentlich nur noch der Vampir.

Das ist ihm dann auch recht gut gelungen. Er hat sich von seinen sonstigen Auftraggebern und Vorbildern eine Menge abgeschaut und versucht das auch gar nicht zu verbergen. Schon der Vorspann erinnert stark, auch von der Musik her, an einen Dario Argento-Film.

Man sollte all das aber eher als Verbeugung vor den alten Größen sehen und nicht als billigen Abklatsch, denn Stivaletti setzt das sehr ordentlich um und ein Fan von klassischem Italo-Horror (nicht Italo-Splatter!) wird sich bestimmt freuen, mal wieder was im alten Stil zu sehen. Dazu gibt es einige durchaus blutige Effekte, die aber nie ganz derbe sind. Möglicherweise, die Optik lässt darauf schließen, handelt es sich hier auch um eine TV-Produktion. Dafür sieht der Film dann wirklich gut aus. Leider ist die deutsche Synchro etwas billig geworden, nicht richtig schlecht, aber eben auch nicht über alle Maßen gut. Damit kann man aber leben, auch wenn eine etwas höhere Investition in die deutsche Vertonung die Atmosphäre gefördert hätte. Für Atmosphäre sorgt dafür aber der wirklich tolle Soundtrack, der sich stark an die Italo-Filme der frühen 80er Jahre anlehnt und eigentlich auf CD gepresst gehört. Auch was die Ausleuchtung und einige Kameraperspektiven angeht, hat sich Stivaletti sichtbar Mühe gegeben, gute Arbeit abzuliefern. Die Darsteller, allesamt nicht unbedingt die Größen des Genres, liefern eine ordentliche Arbeit ab, so dass für den gesamten Film der Begriff „solide“ im allerbesten Sinne benutzt werden kann. Gastauftritte haben Regisseur Lamberto Bava und Soundtrack-Legende Claudio Simonetti. Italo-Horror der alten Schule eben.

In relativ kurzer Zeit sind in Deutschland zahlreiche DVD-Veröffentlichungen bei verschiedenen Labels erschienen. Ich nehme mal an, dass es sich jeweils um das gleiche Master handelt, so dass es keine besonderen Qualitätsunterschiede geben dürfte. Auch das Bonusmaterial ähnelt sich auf allen Veröffentlichungen. Gut bedient ist man mit der Erstveröffentlichung von X-Rated, die in einer auf 666 Exemplare limitierten Covervariante erschien und in einer unlimitierten.

Die Bildqualität ist okay, möglicherweise im Format aber ganz leicht beschnitten, wobei aber nichts Relevantes fehlt. Als Sprachen gibt es Deutsch, Englisch und Italienisch auszuwählen, allerdings weder für den Film, noch für das Bonusmaterial deutsche Untertitel, was dann bei den nicht synchronisierten Bonussachen doch unverzeihlich ist.

Das Bonusmaterial umfasst einen italienischsprachigen Audiokommentar von Sergio Stivaletti, der für mindestens 95 % der deutschen Käufer aber völlig unnütz ist, da auch hier keine Untertitel spendiert wurden. Dazu gibt es einige Making Of-Featurettes, ein paar Trailer und Teaser, sowie Outtakes und recht umfangreiche Bildergalerien mit Drehfotos und Presseheft. (A.P.)



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