Der Junge Anja glaubt, in einem alten Spiegel seine tote Mutter zu sehen. Was er nicht weiß: In dem Spiegel sitzt eine Kuntilanak, eine Geisterfrau, die Kinder entführt. So wie nun auch Anja. Einige Jahre später. Der Spiegel landet in einem kleinen Kinderheim, in welchem fünf Waisenkinder wohnen. Noch bevor etwas passiert, erfährt ein Fernsehsender von der Geschichte des Kuntilanak und rückt dem Waisenhaus mit einem Kamerateam auf die Pelle. Dies erweckt die Kuntilanak erneut...
Die Geschichte des Kuntilanak ist eine alte asiatische Sage, aus der man nun das hier gemacht hat. Dieser Horrorfilm aus Indonesien, den sich Netflix ins Programm geholt hat, macht deutlich, dass man im Osten ein anderes Verständnis von Horror hat als in westlichen Gefilden. Die eh schon nicht übermäßig erzeugte Spannung wird durch unnötigen Humor, der auch nicht besonders witzig ist, immer wieder kaputtgemacht. Weiterhin schafft man es nicht, sich in irgendeine der Figuren reinzudenken, viel zu oberflächlich bleiben sie alle, sodass es einem vollkommen egal ist, ob und wer ins Gras beißt bzw. entführt wird. Und Freunde von härterer Horrorkost sind hier eh falsch, man könnte dieses Werk hier eher in der harmlosen Gruselecke verorten. Und hier benutzt man die üblichen Klischees, die man in Geisterfilmen schon hundertfach gesehen hat, nur eben wieder vollkommen uninspiriert in Szene gesetzt. Vor kurzem sah ich den ähnlich gearteten Film "DAS DRITTE AUGE", der ebenfalls aus Indonesien stammt und der ebenfalls auf Netflix zu finden ist. Genau wie diesen kann man sich "KUNTILANAK" unbedingt schenken und vielleicht die Zeit eher nutzen, um mal rauszugehen oder vielleicht die Spiegel im Haus zu putzen. Da hat man definitiv mehr davon. (Haiko Herden)
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