Cristina kehrt nach langer Zeit mal wieder in ihre Heimat Mexiko zurück, wo sie als Kind einmal ein schreckliches Erlebnis hatte. Sie ist Journalistin und will eine Reportage über Catemaco in Veracruz machen, und sich gleichzeitig ihrer Vergangenheit stellen, die Familie wiedersehen und etwas über die Hintergründe ihres traumatischen Erlebnisses erfahren. Dazu besucht sie auch eine bestimmte Höhle und wird leider entführt von zwei Frauen namens Javi und Luz. Sie wird in einem heruntergekommenen, düsteren Raum angekettet. Die Frauen sowie ihre Cousine Miranda sind davon überzeugt, dass in Christina ein Dämon steckt, und sie wollen diesen exorzieren...
Netflix präsentiert hier einen Dämonen-Besessenheits-Exorzismus-Film, der über große Strecken in nur einem Raum spielt und daraus besteht, wie man vergeblich versucht, den Dämon aus Christina zu entfernen, wobei lange gar nicht klar ist, ob es überhaupt einen Dämon gibt. Christina nimmt nämlich auch Drogen, und insofern könnte es sich um Auswirkungen der Trips oder um Halluzinationen handeln. Der Film hat durch das ewige Exorzieren mitunter einige Längen, die aber mit ein paar Rückblenden aufgelockert werden, denn die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt. Es wirkt aber auch eher so, als wolle man dadurch die etwas dürftige Geschichte kaschieren. Schön sind die Landschaftsaufnahmen in Mexiko und überhaupt die recht gelungene Atmosphäre, denn die Dämonenvertreibung geschieht hier nicht in "DER EXORZIST"-Manier, sondern wirkt eher ein bisschen Voodoo-mäßig. Kein Meisterwerk, aber wer Dämonen und exotischen Exorzismus mag, der kann hier reinschauen. (Haiko Herden)
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