Vor vielen Jahrhunderten, genauer gesagt vor etwa 1000 Jahren, erzählt eine Legende von den Wikingern, die während ihrer Plünderungszüge ein mysteriöses Wesen befreiten. Dieses Wesen, eine Art "Höllenhund", war ein wilder Wolf, der sich in den Wäldern versteckte. Die Wikinger brachten das Wesen mit in ihr skandinavisches Reich. Sprung in die Gegenwart. Es gibt in den Wäldern rund um die Kleinstadt Nybo Gerüchte über ein ähnliches Tier. Liv, die Chefin der örtlichen Polizei, ist mit ihrer Tochter Thale, ihrem zweiten Ehemann und ihrer taubstummen Stieftochter Jenny nach Nybo gezogen. Die familiäre Situation ist angespannt, da Nybo ein verschlafenes Nest ist und Thale sich dort langweilt. Außerdem wird sie von ihren Mitschülern als Außenseiterin behandelt. Endlich findet Thale in Jonas einen guten Freund. Doch eines Tages werden sie und die Tochter der Bürgermeisterin von einem unbekannten Wesen angegriffen. Die Tochter wird entführt und getötet. Während Liv eine Suche nach dem vermeintlichen wilden Tier organisiert, wird sie von einem mysteriösen Jäger kontaktiert, der behauptet, ein Werwolfjäger zu sein. Liv ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass der Mann nicht verrückt ist und dass Thale bei dem Angriff verletzt wurde...
Netflix liefert mit "VIKING WOLF" aus Norwegen einen nordischen Horrorfilm, der aber weder im Krimi- noch im Kreaturenterror-Genre richtig überzeugen kann. Dabei ist der blutige Albtraum im Wald streckenweise durchaus mit dem letztjährigen "TROLL" vergleichbar. Der Prolog mit den Wikingern ist solide, doch etwas schade ist es, dass dann ein Sprung in die Gegenwart erfolgt, viel lieber hätte ich das Geschehen in der düsteren Viking World erlebt. Gott sei Dank ist die Laufzeit überschaubar und die Kulisse mit Nebel, Wald und Gruselstimmung passend und ansprechend. Haarige Filmvorbilder werden zudem zitiert und es gibt einige unpassende, recht alberne Witze. Allerdings enttäuscht das Werk gegen Ende, wenn die Karten auf den Tisch gelegt werden und einige schlechte Computereffekte sowie fragwürdige Drehbuchentscheidungen die Qualität beeinträchtigen. Innovation und Kreativität sucht man hier leider vergebens. (Haiko Herden)
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