Detroit. Simon ist Sänger bei der Hardcore-Formation Psyops, tritt aber immer mit Sturmhaube und dem Namen John Q auf, sodass niemand weiß, wer er ist. Weil er ständig Geldprobleme hat, handelt er mit Drogen, was wiederum dazu führt, dass die Polizei ihn sucht. Als er mal wieder auf der Flucht ist, trifft er Patty, die ebenfalls eine Außenseiterin ist und geistig ein paar Jahre hinterherhinkt und naiv und unbeholfen ist. Die beiden freunden sich an, und irgendwann wird Simon klar, dass Patty der größte Fan von John Q ist...
Was hier ständig als Punk und Punkrock bezeichnet wird, empfinden wir Europäer wohl eher als Hardcore, Hardcore-Punk oder sonst etwas in der Art, da stecke ich nicht allzu sehr drin. Aber egal, wie man die Musikrichtung bezeichnet, das ist unwichtig, denn "DINNER IN AMERICA" von Adam Rehmeier ("THE BUNNY GAME") war für mich das erste Filmhighlight im Jahr 2022, eine kantige Coming-of-Age-Geschichte, die vor allem durch die großartige Chemie der beiden Hauptdarsteller lebt. Ewig im Gedächtnis bleiben wird vermutlich Emily Skeggs als Patty, die eine herausragende darstellerische Leistung vollbringt. Und ihr im Film dargebrachter "Watermelon Song" lief bei mir sicherlich schon 100x. Viel Charme, viel Mitgefühl, derbe und doch sympathisch, wunderbare und in Erinnerung bleibende Figuren - unter dem nichtssagenden Titel versteckt sich wirklich eine Perle. (Haiko Herden)
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