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Die Mumie

(USA 1932)

Originaltitel: Mummy, The
Alternativtitel:
Regie:
Karl Freund
Darsteller/Sprecher: Boris Karloff, Zita Johann, David Manners, Edward Van Sloan, Arthur Byron, Kathryn Byron, Bramwell Fletcher, Noble Johnson,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Die fluchbeladene Mumie des altägyptischen Hohepriesters Imhotep wird von Archäologen versehentlich wieder zu Leben erweckt. Imhotep glaubt in einer jungen Frau seine damalige Liebe wiedergefunden zu haben, und so will er sich des Mädchens bemächtígen, und geht dafür über Leichen…

Sicher ist "DIE MUMIE" ein anspruchsvoller Horrorklassiker, und alle die ihn gesehen haben sind sicher zuerst von der Darstellung Boris Karloff's als Imhotep begeistert, doch man muss sich schon an das hohe Alter des Films gewöhnen sowie an das Schwarz/Weiß-Bild, und daran, dass es nicht ansatzweise so zur Sache geht wie in dem Remake von 1999. Als direktes Remake ist die 99er-"Mumie" eigentlich auch gar nicht zu bezeichnen, sie ist ehr eine neue, aufgepeppte Version, der auch noch einige neue Dinge dazugefügt wurden. Wenn man sich also zuerst die actionreiche Neuauflage anschaut, fällt es einem etwas schwer sich an das ruhige und elegante Original zu gewöhnen, doch das zerstört den Film eigentlich nicht, denn auch wenn keine großartige Spannung aufkommt, gibt es einige interessante Szenen mit der Mumie, die ich jetzt aus Spannungsgründen nicht erzählen möchte! Tja, man muss sich trotzdem an Tempo, Bild und Atmosphäre des Films gewöhnen, denn wie gesagt… das Alter… (Daniel Hinrichsmeyer)

Anfang der 30er Jahre führt eine britische Expedition in Ägypten Ausgrabungen durch und entdeckt das Grab des ägyptischen Hohepriesters Imhotep, der vor fast 4000 Jahren. Unter mysteriösen Umständen verschwindet die Mumie. Einige Zeit später finden weitere Ausgrabungen statt. Mit Hilfe des geheimnisvollen Ägypters Ardath Bey wird ein weiteres altägyptisches Grab entdeckt, das der Prinzessin Ankh-es-an-Amun, die einst ein verbotenes Verhältnis mit Imhotep hatte. Seltsame Dinge geschehen und einige Menschen sterben auf unerklärliche Weise. Ist die schöne Diplomatentochter Helen die Wiedergeburt der Prinzessin, die vom Geist Imhotep´s gesucht wird?

„The Mummy“ ist ein weiterer Horrorfilmklassiker der „guten alten Zeit“, der bis in unsere Tage eine unendliche Reihe weiterer, thematisch ähnlich gelagerter Filme auslöste.

Dieser Film war die Grundlage dafür, dass „Mumien“ heute neben Dracula, Frankenstein und dem Wolfsmenschen zu den bekanntesten Horrorfiguren zählt. Anders als ihre filmischen Geschwister, gibt es allerdings keine literarische Vorlage oder Volksmythen, die von herumlaufenden ägyptischen Mumien handeln. Insofern ist die „Mumie“ tatsächlich eine Erfindung der Filmindustrie, eine durchweg erfolgreiche dazu.

Dabei muss man auch gleich anmerken, dass die Titel gebende Mumie eigentlich nur am Anfang des Films auftaucht und der Rest des Films recht dialoglastig ist. Aus heutiger Sicht erschreckt der Film natürlich kaum noch und hat, trotz seiner recht kurzen Laufzeit, sogar einige Längen. In den 30er Jahren jedoch haben Boris Karloff´s finster dreinblickende Augen sicher noch eine andere Wirkung gehabt. Dabei hat Regisseur Karl Freund, bekannt auch als damals innovativer Kameramann, einen atmosphärisch dichten Film geschaffen, der einige sehr stimmungsvolle Szenen enthält, beispielsweise im Museum.

Hauptdarstellerin Zita Johann ist übrigens sehr hübsch anzusehen. Seltsamerweise gelang ihr keine große Karriere und Mitte der 30er Jahre verschwand sie nach wenigen Filmen wieder von der Leinwand. Dafür war sie vorher und nachher eine berühmte und angesehene Theaterschauspielerin, die wohl einige ungewöhnliche Ansichten und Eigenschaften hatte. Neben dem damals durch „Frankenstein“ schon zum Star gewordenen Boris Karloff, trifft man auch weitere alte Bekannte wieder, so Edward van Sloan und David Manners. Fehlt eigentlich nur noch Dwight Frye.

Obwohl ich mich grundsätzlich für altägyptische Geschichte und Mythen interessiere, lässt mich der Film jedoch ein wenig kalt und reicht meiner Meinung nach, viele Schreiber sehen das anders, nicht an die Universal-Verfilmungen von „Dracula“ und „Frankenstein“ heran. Allerdings muss ich auch anerkennen, dass es sich hier trotz allem um einen Klassiker des Genres handelt, der großen Einfluss auf die Geschichte des Horrorfilms ausgeübt hat, insofern sollte man ihn zumindest kennen.

Die deutsche DVD von Universal gibt es, wie üblich, als Einzel-DVD und als Teil der „Universal Classic Monster-Collection“ in der schönen Sarg-Box.

Die Bildqualität ist, mit Rücksichtnahme auf das Alter des Films, sehr gut und auch am englischen Originalton gibt es nichts auszusetzen. Eine deutsche Tonspur ist nicht vorhanden, wobei ich nicht weiß, ob es jemals eine gab. Ist der Film eventuell nie in Deutschland gelaufen? Laut ofdb.de liefen selbst die Fassungen auf Video und bei Arte im TV als Original mit Untertiteln. Natürlich hat die DVD wahlweise deutsche, sowie englische, französische und einige weitere Untertitel.

Das Bonusmaterial bietet, wie bei allen Universal-Klassikern, eine interessante Dokumentation, einen ebenso informativen Audiokommentar, sowie den Original-Trailer und eine sehr umfangreiche Bildergalerie, wobei einige Plakatmotive und Aushangfotos ruhig in einem etwas größerem Format hätten abgebildet werden können. Alles in allem eine grundsolide DVD, die eigentlich in jede Horrorfilmsammlung gehört. (A.P.)



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- Mumie, Die (USA 1932)

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