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Schwarze Stunde, Die – Duke Manór (Hörspiel)(BRD 2007)Originaltitel: Schwarze Stunde, Die – Duke Manór (Hörspiel) Alternativtitel: Regie: Philipp Köhl Darsteller/Sprecher: Christian Hanreich, Jason Kawena, Judith Kirchensteiner, nadine Oesterreicher, Kristin von der Wettern, Carsten Dillhöfer, Genre: - Horror/Splatter/Mystery - Horspiel/Hörbuch
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Folge 3 – Hörspiele Welt/Edel – 2007 – CD – ISBN 978-3-939451-06-8
Ein Journalist reist zu einem verlassenen Herrenhaus in Ungarn, um dort eine Reportage für seine Zeitschrift zu machen. Anfangs belächelt der rationale Mann Hinweise auf seltsame Geschehnisse noch, doch schon bald wird er in ein Grauen hineingezogen, das er sich so nicht vorstellen konnte. Das düstere Haus birgt schreckliche Geheimnisse...und hat vielleicht sogar ein Eigenleben...
Es ist lange her, seit die ersten beiden Folgen der „Schwarzen Stunde“ bei Hörspiele Welt erschienen sind. Dort waren klassische Gruselgeschichten von Edgar Allen Poe und Sheridan Le Fanu sehr gelungen vertont worden. Nun gibt man einem jungen Autor unserer Zeit die Chance, eines seiner Werke als Hörspiel zum Leben zu erwecken, genauer Andreas Gruber und seiner Geschichte „Duke Manór“. Hörspiel ist dabei kaum der richtige Ausdruck, vielmehr handelt es sich um eine gut umgesetzte Mischung aus Hörbuch, inszenierter Lesung und Hörspiel.
Die Geschichte um ein geheimnisumwittertes Haus ist nun wirklich nicht gerade innovativ neu und auch die Umsetzung, die an Werke von Poe oder Lovecraft erinnert, ist nicht besonders überraschend. Dennoch weiß das Hörspiel zu überzeugen, denn in knapp 50 Minuten, meiner Meinung nach fast die Ideallänge für ein gutes Hörspiel, wird einiges an Spannung und Atmosphäre erzeugt, so dass man gerne bis zum Ende zuhört. Dabei kommt der Grusel in der ersten Hälfte eher unscheinbar und nur in Anspielungen hervor, schlägt dann zum Ende hin aber umso gnadenloser zu. Diese langsame Steigerung des Schreckens wurde von den Produzenten recht überzeugend umgesetzt.
Die düstere Stimmung der tiefen ungarischen Wälder kommt durch die Geräuschkulisse gut rüber, obwohl hier manchmal fast zu viel des Guten getan wurde. Nicht jedes im Text erwähnte Geräusch muss direkt anschließend durch einen Sound „bewiesen“ werden.
Beim Hauptsprecher Christian Hanreich (wohl ansonsten ein TV-Moderator im Bereich Homeshopping) setzt man nicht auf einen bekannten Namen. Dennoch findet er sich nach einigen Irritationen am Anfang bald in seine Rolle hinein und wird sicherer und damit besser. Die übrigen Sprecher haben nur Klein- und Kleinstrollen und sind ebenfalls auf dem Hörspielmarkt noch nicht so bekannt. Aber es ist auch immer wieder schön, mal neue Stimmen zu hören. Auszusetzen gibt es jedenfalls kaum etwas.
Über kleinere Schwächen, wie ein paar Logiklöcher oder den eher überflüssigen Prolog und Epilog sehen wir gerne hinweg, denn insgesamt wird uns hier ein wirklich gruseliges Hörspiel geboten. Was will man mehr? (A.P.)
Buch: Andreas Gruber
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