Smile 2 - Siehst du es auch?(Kanada, USA 2024)Originaltitel: Smile 2 Alternativtitel: Regie: Parker Finn Darsteller/Sprecher: Naomi Scott, Rosemarie DeWitt, Kyle Gallner, Lukas Gage, Dylan Gelula, Peter Jacobson, Raul Castillo, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
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Popstar Skye Riley steht kurz vor ihrer Comeback-Welttournee, als die "Smile"-Bürde sie erneut einholt. Die unheimliche Kreatur kehrt zurück und zwingt sie, ihren inneren Dämonen ins Gesicht zu blicken. Die Panikattacken steigern sich, verschwommene Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit kommen hoch. Immer mehr Menschen in Skyes Umfeld werden zum Opfer der schiefen Smile-Maske, ob sie selbst dem Entsetzen entkommen kann und wer noch auf ihrer Seite steht, wird zunehmend ungewiss...
Wer gedacht hätte, "SMILE 2" würde nur das Original verlängern, irrt. Parker Finn nimmt das Grundkonzept, die tödliche Monster-"Maske", und dreht es in die Popwelt. Naomi Scott liefert als Skye eine beachtliche Performance, sie wirkt verletzlich, aber auch resolut, was dem Sequel eine unerwartete emotionale Tiefe verleiht, die über normale Jump-Scare-Ware hinausgeht. Ihr Zusammenspiel mit Rosemarie DeWitt, die ihre ehrgeizige Manager-Mutter spielt, ist nervenaufreibend und schmirgelt das Bild vom glamourösen Popbusiness an den Kanten. Regisseur Finn versteht sein Handwerk überraschend gut. Ein heftiger Opener, groteske Body-Horror-Momente und orchestrierte Jump-Scares sorgen dafür, dass man sich wohlfühlt und interessiert dranbleibt. Dass der Film über zwei Stunden dauert, fällt dank dichter Atmosphäre kaum auf. "SMILE 2" thematisiert zudem psychische Gesundheit im Rampenlicht. Doch auch der Film bleibt nicht perfekt, gegen Ende wirkt er stellenweise überladen und etwas wirr. Body-Horror immer gut, aber das sieht hier an einer Stelle doch eher albern aus (Ihr werdet wissen, was ich meine, wenn Ihr es seht). Aber trotzdem liegt genau darin auch der Reiz für Horrorfans: groteske Eskalation und eine exzellente Mischung aus ekel-elektrisierenden Bildern. Wer also den ersten Teil mochte oder auch "IT FOLLOWS", wird das hier auch mögen. Der Film ist kein intellektuelles Puzzle, sondern ein körperliches Horrorerlebnis, und das gelingt ihm besser, als man bei einem zweiten Teil erwarten würde. (Haiko Herden)
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