Die Mühle der versteinerten Frauen(Italien, Frankreich 1960)Originaltitel: Mulino delle donne di pietra, Il Alternativtitel: Regie: Giorgio Ferroni Darsteller/Sprecher: Pierre Brice, Scilla Gabel, Dany Carrel, Wolfgang Preiss, Marco Guglielmi, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
|
Ein junger Architekturstudent namens Hans von Arnim reist nach Holland, um über eine windradbetriebene Mühle zu schreiben, in der Frauenstatuen als gruselige Attraktion rotieren als eine Art Geisterbahn. Er begegnet der Tochter des Professors, Elfy, die offenbar streng abgeschirmt wird. Zwischen ihm, Elfy und seiner Verlobten Liselotte entsteht ein verworrenes Gewebe aus Eifersucht, Merkwürdigkeiten und mysteriösen Todesfällen. Und Hans schlittert langsam, aber sicher in ein Netz aus Halluzinationen, Schuld und einem Blutritual...
Muss man ja zugeben, ich fand den Film überraschend gut. Kein cineastisches Weltwunder, aber verdammt atmosphärisch, gerade bei den Außenaufnahmen. Diese flachen holländischen Weiten mit Windmühlen, Nebel und Stille, da wird einem ganz anders. Im positiven Sinne bedrückend, man atmet den düsteren Polder quasi ein. Pietro Ludovico Pavonis Kameraarbeit tut ihr Übriges, mit schräger Beleuchtung und diesem leicht Bava-esken Look, man merkt, das ist der erste italienische Horrorfilm überhaupt in Farbe: Technicolor, aber noch mit Gothic-Charme statt grell. Das Drehbuch serviert ein gelungenes Konstrukt, fast wie eine sarkastische Hommage an "HOUSE OF WAX" oder "AUGEN OHNE GESICHT". Nur dass hier alles in dieser windschiefen Mühle stattfindet. Wirklich schön...
|