Ein Mega-Winterchaos in Spanien legt die Autobahn lahm. Exakt passend für einen spektakulären Raubzug. Während LKWs im Schnee stecken bleiben, nutzen skrupellose Diebe die Gelegenheit, einen Geldtransporter auszurauben. Ein angeschlagener Polizist auf dem Abstellgleis stolpert in die Ereignisse und muss ausgerechnet zusammen mit einer jungen Guardia Civil in spe die Sache regeln...
Der Film jongliert mit mehreren Storyfäden: ein fast kaputter Polizist auf der Suche nach Sinn, ein Banküberfall unter Schneeverhältnissen, ein ungleiches Duo wider Willen, ein Näherkommen in der Verkehrsleitzentrale. Manchmal schwächelt der Rhythmus: der Bankraub kommt streckenweise gar müde daher, und die Figurenzeichnung bleibt oberflächlich. Resines spielt den Polizisten mit rauem Charme, aber in puncto Tiefe reicht es nicht völlig aus. Der unerfahrene Nachwuchs neben ihm hilft, etwas Leichtigkeit reinzubringen, das Duo trägt den Film über manche Schwäche. "WHITE RUSH" (im Original "Mikaela, wie das Sturmtief im Film als auch der Name der Guardia-Civil-Auszubildenen) wirkt letztlich wie B-Movie mit Premiumniveau-Ambitionen: solide gefilmt, gut inszeniert, aber gegen Ende ein wenig zu wenig. Insgesamt ist "WHITE RUSH" recht unterhaltsam, aber eben nicht durchgängig packend. Der Film balanciert gut zwischen Thriller-Ambitionen und Charaktermomenten. Wer Kälte, Verbrechen und Autobahn-Drama mag, wird sich nicht langweilen, Perfektion darf man aber nicht erwarten. (Haiko Herden)
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