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Der Pate

(USA 1972)

Originaltitel: Godfather, The
Alternativtitel:
Regie:
Francis Ford Coppola
Darsteller/Sprecher: Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton, Richard S. Castellano, Robert Duvall, James Caan, Sterling Hayden, Talia Shire, John Marley, Richard Conte,
Genre: - Thriller


Die frühen Vierziger Jahre. Don Corleone ist der Kopf der Corleone-Familie, einer sizilianischen Mafiafamilie, die mit Erpressung und Mord ihre Belange verwirklicht. Er hat die guten Kontakte zu allen wichtigen Institutionen und die normalen Tätigkeiten werden von seinen Söhnen Sonny, Fredo, Michael und seinem Adoptivsohn Tom Hagen erledigt, während er sich um die großen Dinge kümmert. Die Familie ist für ihn das wichtigste und genau diese Einstellung verlangt er auch von seinen Söhnen. Michael allerdings ist von diesen Tugenden nicht so überzeugt. Die Zeit wandelt sich und die Familie entschliesst sich, ins neue, lukrative Drogengeschäft einzusteigen, was sie in Konfrontation mit dem Mafiaboss Tattaglia bringt. Es kommt zu einem brutalen Kampf zwischen den Familien um die Herrschaft über das Gebiet, was darin gipfelt, dass der Don schwer verletzt wird und bald verstirbt. Michael muss nun die Belange der Familie in die Hand nehmen...

Man kann diesen Film kaum in ein paar Sätzen niederschreiben „DER PATE“ ist ein übergroßes Original, das Sinnbild des Mafiafilmes und einer der berümtesten und bekanntesten Streifen der Filmgeschichte. Hier werden die Grundprinzipien des Mafiadaseins deutlich, der extrem hohe Stellenwert der Familie, Mord und Erpressung als gängiges Mittel zur Durchsetzung von Interessen, die Ehre und der Stolz und vor allem die Erpresslichkeit des Staates und dessen Gewalten. Was den Film wahrscheinlich so gut macht, ist die Art, wie er erzählt wird. Die uns fremde Welt der Mafia wird hier als vollkommen selbstverständlich hingestellt. Hier herrschen vollkommen andere Vorstellungen von Moral, Gesetz und Ehre und die Familien leben in einer eigenen Welt, die sich die Aussenwelt zum Untertan, zum bloßen Mittel zum Zweck gemacht hat. Dazu gibt es eine absolut stimmige Kameraführung und Bildkomposition, die nach „DER PATE“ oftmals kopiert wurde und maßgebend nicht nur für spätere Mafiafilme wurde. Toll auch die schauspielerischen Leistungen, allen voran natürlich Marlon Brando, der den alten Don darstellt und durch seine Spielweise ebenfalls viele nachfolgenden Genrestreifen beeinflusst hat. Kompliment natürlich an Meisterregisseur Francis Ford Coppola, der so eine detailfreudige Darstellung der Szenerie und so eine exzellente Schauspielerführung bewiesen hat. Die Kameraarbeit ist auch so vollführt worden, dass alles sehr realistisch aussieht, wobei mit oftmals sehr dunklen und kontrastreichen, aber auch mitunter recht farblosen und unscharfen Bildern gearbeitet wird. Fakt ist jedenfalls, dass „DER PATE“ zum Pflichtprogramm jedes Filmfreundes gehört und ein absolutes Muss auch für die Allgemeinbildung ist.

Die DVD-Box von Paramount enthält neben allen drei Filmen eine Bonus-DVD mit über drei Stunden Bonusmaterial. Es beginnt mit ausgiebigen Blick hinter die Kulissen. Der erste Beitrag dauert gleich 70:30 Minuten, es folgen Impressionen vom Drehort (6:57 Min.), Infos zum „Notizbuch“ von Francis Ford Coppola (9:49 Min.) und Infos zur Musik der Filme (gesamt 8:35 Min.). Weiterhin gibt es Coppola und Puzo beim Schreiben des Drehbuchs (7:48 Min.), man sieht Gordon Willis beim Filmen (3:37 Min.), Bilder des Storyboards vom zweiten Teil (24 Stück), abgefilmte Bilder vom dritten Teil (4:14 Min.) sowie ein Blich hinter die Kulissen des ersten Teil (8:35 Min.). Es folgen Infos und Filmografien in Form von Texttafeln zu Francis Ford Coppolo, Mario Puzo, Gordon Willis, Dean Tavoularis, Nino Rota und Carmine Coppola. Dann kommt der Trailer zum ersten Teil (3:33 Min.), zum zeiten Teil (3:58 Min.) und zum dritten Teil (4:15 Min.). Weiterhin eine Fotogalerie mit 106 Fotos, Szenen von vier Oscar- und anderer Preisverleihungen (gesamt 6:52 Min.) sowie diverse Texttafeln dazu. Dann folgt ein kurzes Intro vom Regisseur, welches für eine TV-Ausstrahlung aufgezeichnet wurde (1:32 Min.). Ein Familien-Stammbaum mit unzähligen Infos zu den Familienmitgliedern gibt viele Informationen und zu guter Letzt gibt es noch 30 unveröffentlichte Szenen mit einer Gesamtlänge von 49.56 Min. Man sieht also, mehr geht einfach nicht. (Haiko Herden)




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