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The Aswang Chronicles

(Philippinen 2012)

Originaltitel: Tiktik: The Aswang Chronicles
Alternativtitel:
Regie:
Erik Matti
Darsteller/Sprecher: Dingdong Dantes, Lovi Poe, Joey Marquez, Janice de Belen, Roi Vinzon, LJ Reyes, Ramon Bautista, Mike Gayoso, Harley Pacana,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Makoy reist in ein kleines Dorf, wo er seine schwangere Ex-Freundin Sonia überzeugen will, wieder mit ihm zusammen nach Manila zu gehen. Durch seine unfreundliche Art macht er eine Familie wütend, die sich als Clan von Aswangs herausstellt und nun Jagd auf Sonias ungeborenes Baby macht, um es zu fressen. Makoy und Sonias Vater Nestor versuchen alles, um die Familie vor den Monstern zu bewahren…

Filme aus Asien haben schon lange einen festen Platz auf dem europäischen DVD/Blu Ray-Markt. Die Philippinen sind dabei aber eher nicht als Schmiede von sehenswerten Werken bekannt. Trotzdem gibt es dort eine lebendige Filmindustrie und hin und wieder kommt auch mal ein Film nach Europa, wie „The Aswang Chronicles“.

Aswangs sind in philippinischen Legenden Monster, die eine Mischung aus Vampir, Werwolf und Ghoul sind und bevorzugt Babys fressen. Bei uns sind diese Wesen weitgehend unbekannt und kommen eher selten im Horror-Genre vor. Da gibt es den Film „Aswang“ aus den 90er Jahren, der einigermaßen bekannt ist, sonst aber nicht viel. Insofern ist es mal ganz interessant, was Neues zu sehen. Wobei es eigentlich gar nicht so viel Neues zu sehen gibt, denn der Film ist recht gradlinig und westlichen Sehgewohnheiten angepasst. Die Geschichte und Figurenkonstellationen bieten keine Überraschungen. Dafür gibt es eine Menge asiatischen Humor, der für Europäer oft eher albern rüberkommt. Das raubt der Geschichte einiges an Atmosphäre...was dann durch einen recht hohen Splatter- und Gorefaktor ausgeglichen werden soll. Leider sind beinahe alle Effekte am Computer entstanden und sehen dazu oft nicht besonders gut aus. Abgesehen davon ist der Film komplett im Studio entstanden und alle Hintergründe sind ebenfalls aus dem Rechner. Dies dürfte eher finanzielle Gründe als künstlerische haben und trotzdem wird damit geworben, dass „The Aswang Chronicles“ der erste philippinische Film ist, der in diesem großen Maße computer-animiert ist.

Immerhin sind die kannibalistischen Monster (in ihrer menschlichen Form) recht gruselig geraten und vor allem die weiblichen Exemplare haben ein wenig Ausstrahlung und sehen zudem auch noch gut aus. Inszeniert wurde das alles im Stil eines Grindhouse-Films, inklusive der Verwendung von Split-Screens und ein paar Kampfkunst-Einlagen. Wer weiß, was Robert Rodriguez mit handgemachten Effekten aus dem Film gemacht hätte?

Trotzdem dürfte „The Aswang Chronicles“ wohl nur Horror-Alles-Sammler begeistern, für alle anderen reicht die einmalige Sichtung aus. Wäre der Film in den 80er Jahren entstanden, wäre es wohl damals ein absoluter Partyfilm gewesen. Zumal die deutsche Synchronisation recht billig ist und nicht zu den Figuren passt. Mit über 100 Minuten Laufzeit ist „The Aswang Chronicles“ auch noch mindestens 15 Minuten zu lang, vor allem in der ersten Hälfte gibt es einige Längen.

Die deutsche Blu Ray ist ungeschnitten (was auf dem Cover extra erwähnt wird, obwohl es gar keine geschnittene Fassung gibt – also ein überflüssiger Hinweis) ab 18 freigegeben und kommt von Mad Dimension. Die Bildqualität ist okay, aber es wurde wohl mit vielen Filtern gearbeitet – wie in anderen Rezensionen angemerkt wird -, was bei einem überwiegend im Computer entstandenen Film – abgesehen von den Schauspielern und den Innen-Sets – doch überrascht. Der Ton liegt im originalen Philippinisch und in der wie erwähnt eher schwachen Deutschen Synchro vor, dazu gibt es deutsche Untertitel. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf den Trailer. Auf dem Cover gibt es peinlicherweise einen fiesen Druckfehler – wenn man den Film schon mit Größen des Genres vergleicht, sollte man dessen Namen wenigstens richtig schreiben. (A.P.)



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