Texas Chainsaw Massacre(Bulgarien, USA 2022)Originaltitel: Texas Chainsaw Massacre Alternativtitel: Regie: David Blue Garcia Darsteller/Sprecher: Nell Hudson, Alice Krige, Elsie Fisher, Moe Dunford, William Hope, Jessica Allain, Mark Burnham, Jacob Latimore, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
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Fünfzig Jahre sind die fiesen Morde von Harlow schon her. Damals ist Sally Hardesty der kannibalistischen Familie entkommen und konnte diese bei der Polizei verpeifen. Leatherface jedoch wurde nicht aufgefunden. Heute ist Harlow praktisch eine Geisterstadt. Melody, Lila, Dante und Ruth wollen die kleine Stadt wieder zum Erblühen bringen und haben etliche Leute eingeladen, an die man die Häuser versteigern möchte. Dummerweise war nicht klar, dass in einem der Häuser noch eine alte Frau wohnt, Ginny, die einstmalige Leiterin des hiesigen Waisenhauses, die von einem ziemlich bulligen Mann gepflegt wird. Da Ginny das Haus (auf dem Papier) jedoch nicht mehr gehört, lässt die Polizei sie ausquartieren. Als sie alte Frau dabei das Zeitliche segnet, beginnt aus dem hünenhaften Pfleger der altbekannte Leatherface zu werden. Mit seinen alten Gewohnheiten und seiner Liebe zur Kettensäge...
Diese Netflix-Produktion scheidet offenbar die Geister. Die einen finden das abgrundtief schlecht und überflüssig, die anderen zumindest okay und unterhaltsam. Schiere Begeisterung zeigt allerdings wohl niemand, zumindest nicht unter den Leuten, die bereits Horrorfilme im vierstelligen Bereich geschaut haben. Ich schlage mich eher auf die zweite Seite und meine: Was erwartet man denn? Ich zumindest habe jetzt keine intellektuelle Abhandlung erwartet mit den originellsten Kills der Filmgeschichte. Man muss sagen, dass Leatherface hier Gott sei Dank nicht ironisiert wird, und dass die Gewalt nicht auf "jugendfrei" getrimmt wurde, sondern dass es wirklich ziemlich brutal und grobschlächtig zur Sache geht. Sogar mit handgemachten Effekten statt CGI-Blutspritzerei. Und klar benehmen sich die Menschen hier genau so unlogisch wie schon seit jeher in diesem Genre, das gehört halt einfach auch dazu. Und natürlich sind die jungen Leute so wie sie heute sind, nicht krampfhaft auf Eighties getrimmt, um alten Knackern wie mir zu gefallen. Und ja, sie haben Smartphones. Und das ist auch die einzig etwas blöde Sache, wie sie in einer Szene alle synchron das Handy hochhalten, um einen Mord zu filmen, was wohl eher ein Gag sein sollte statt plumpe Mediennutzungssatire. Geschenkt, denn ansonsten geht es zumindest sehr ernst vonstatten, auch wenn Leatherface mit mindestens 75 Jahren noch ziemlich agil ist. Aber fetzig und übernatürlich drauf war es ja schon immer. Ans Original gehängt hat man sich auch mit den Kulissen und vielen kleinen Referenzen. Fazit: Ein Klassiker ist sicher nicht entstanden, aber als nunmehr achte Fortsetzung taugt das schon sehr gut.
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