(Rowohlt, ISBN 3499245051)
Angepriesen wird das Ganze als „knallharter Tatsachenroman“, doch gleich auf der ersten Seite bekommt man leise Zweifel. Spätestens auf Seite 2 wird einem klar, dass die Tatsachen doch nicht ganz so knallhart sein können, wir man anfangs vermutet. Obwohl es schon irgendwie knallhart ist. Ja, wie soll man das beschreiben? Mir kam beim Lesen auf jeden Fall der Name Helge Schneider in den Sinn. Der Stil ist ähnlich, die Situationen, in die die Hauptperson gerät, ebenso skurril. Und worum geht es? Um den Ich-Erzähler, vermutlich Herr Schamoni selbst, der mit seiner Familie anfangs einen Zirkus führt, den das Schicksal dann aber rund um die Welt führt, bis er zusammen mit Alfred Hilsberg und anderen Leuten die so genannte Hamburger Schule gründet, eine eigene Musikrichtung, zu deren bekanntesten Mitglieder wohl Tocotronic gehören. So seltsam ist denn auch das Buch, Schamoni zieht durch die Welt und macht die allerseltsamsten Jobs, dann gibt es plötzlich den grad erwähnten Break und die Hamburger Schule wird gegründet. Das ist eigentlich die absolute Überraschung des Buches. Diese Neuauflage ist ein so genannter „Director´s Cut“, es enthält ein paar zusätzliche Kapitel, die bei der Erstauflage fehlten, weil der Verlag sie für irrelevant hielt. Lesetipp! Muss man wirklich konsumiert haben! (Haiko Herden)
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