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Tochter des Bösen

(USA 1977)

Originaltitel: Child, The
Alternativtitel: Child, The
Regie:
Robert Voskanian
Darsteller/Sprecher: Laurel Barnett, Rosalie Cole, Frank Janson,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Eine junge Frau kehrt nach Jahren in ihren Heimatort zurück, um als Kindermädchen bei einer Familie zu arbeiten. Die kleine Rosalie ist seit dem Tod ihrer Mutter etwas seltsam und treibt sich ständig auf dem Friedhof herum, wo sie sich angeblich mit „Freunden“ trifft. Rosalie hält alle möglichen Menschen für Schuldig am Tod ihrer Mutter, einschließlich ihrem eigenen Vater und schon bald fängt das Sterben an...

Zugegeben, die Story ist weder besonders neu, noch besonders originell. Dass dieser B-Film dennoch recht gut ist, liegt vor allem daran, dass er es schafft, mit relativ einfachen Mitteln eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die ständige Bedrohung vermittelt, womit „The Child“ beinahe an einen Klassiker wie „Texas Chainsaw Massacre“ heran kommt, ohne diesen jedoch zu erreichen. Dennoch gehören beide Filme in die gleiche Kategorie des „Terror-Films“. Gerade, weil dieses Werk atmosphärisch recht gelungen ist, fragt man sich, warum Regisseur Robert Vaskanian (zumindest laut IMDB.com) nie wieder in Erscheinung getreten ist. Am Film selber ist eigentlich alles Kategorie „B“, von den Leistungen der mir unbekannten Schauspieler, wobei aber Hauptdarstellerin Laurel Barnett recht attraktiv ist, über die einfachen, aber blutigen Effekte bis hin zur deutschen Synchro. Wieder einmal hat man dem Kind eine verstellte, erwachsene Stimme verpasst, so dass man sich von vorneherein die englische Originalfassung ansehen sollte. Offensichtlich sind auch einige Szenen nachträglich eingefügt worden, die in der alten deutschen Fassung fehlen. Man merkt es an der anderen Tonqualität und einmal sind sogar zwei Sätze in Englisch belassen worden. Verständlich ist allerdings, dass man bei so einem Film keine allzu großen Investitionen tätigen wollte. Was den Film von vergleichbaren Werken abhebt, ist die Nerven zerrende Musikuntermalung, die aus einer Kombination von improvisierten Klaviermusiken und elektronischen Sounds von guten alten Analog-Synthesizern besteht und einen wichtigen Teil der Atmosphäre prägt

In Deutschland erscheint der Film jetzt wieder auf DVD von Marketing-Film, nachdem er in den 80er Jahren bereits unter dem Titel „Tochter des Bösen“ bei Silwa Video erschienen ist und vor einiger Zeit auch von Astro als Videocassette veröffentlicht wurde. Von Bild und Ton sollte man aufgrund des Alters des Films nicht allzu viel erwarten. Das Master hat schon eine Menge Beschädigungen aufgewiesen, die man im Film mehr als deutlich sieht. Andererseits wird die schmuddelige Atmosphäre dadurch sogar noch unterstützt und so fühlt man sich gar nicht so sehr gestört. Das Bildformat ist Vollbild, ob das dem Original entspricht, weiß ich nicht. Der Ton...nun, der ist halt alt. Deutsch gibt es zu hören, aber wie gesagt empfehle ich den englischen Originalton. Wer möchte, kann sich auch die italienische Sprachfassung zu Gemüte führen.

Filmspezifisches Bonusmaterial gibt es außer dem Original-Trailer nicht. Naja eine Bildergalerie mit Screenshots und Scans von anderen Videoveröffentlichungen darf man auch „bewundern“. Wahrscheinlich gibt es zu dem Film auch nicht mehr Material. Werbung zu anderen Filmen als „fast 15 Minuten“ Zusatzmaterial zu bezeichnen, finde ich frech. Übrigens gibt es das komplette Material noch einmal auf der ebenfalls bei Marketing-Film erschienenen DVD „Die Axt“ zu sehen. Nichts mit dem Film zu tun haben zwei Specials, die jede Menge Audio-Werbespots zu Horrorfilmen bieten, unterlegt mit Werbematerial zu coolen Autokino-Horrorprogrammen der 50er/60er/70er Jahre. Das ist für Horror-Freaks sicher ganz nett.

Diese DVD sollte man nicht aufgrund des Zusatzmaterials bewerten, sondern sich freuen, dass man eine kleine, weitgehend unbekannte Perle des B-Horror-Films zu sehen bekommt. Fans, die Horrorfilmen aus den 70ern etwas abgewinnen können, sollten hier bedenkenlos zugreifen. Positiv erwähnenswert ist übrigens auch das stimmungsvolle Covermotiv. (A.P.)

Alicianne kommt in eine entlegene Gegend, um einen Job als Kindermädchen anzutreten. Seit dem Tod ihrer Mutter ist die kleine Rosalie etwas schwierig und zickig, denn sie vermißt ihre Mutter sehr. Ein wenig durchgeknallt ist Rosalie auch, der Haß in ihr ist groß, denn sie hasst alle, die ihrer Meinung nach für den Tod der Mutter verantwortlich sind und alle, die ihre Mutter im Grab alleine lassen und nicht rund um die Uhr auf dem Friedhof am Grabstein stehen. Also haßt sie eigentlich alle. Sie selbst steht fast die ganze Zeit an Mutter´s Grab und wenn man sie fragt, was sie dort mache, behauptet sie, sie hätte dort Freunde, die in Kürze alle fertigmachen würde. Alicianne ist das alles ein Rätsel, aber nur, bis die Zombies kommen und da weiß sie, wer Rosalie´s Freunde sind...

Wirkt irgendwie wie ein italienischer Horrorfilm, schmuddelig, billig und einfach, dafür aber sehr atmosphärisch. Vor allem die Musik ist hier anzuführen, die sehr eindringlich und vor allem sehr nervenzerreißend ist, wenn nicht vielleicht sogar sehr nervig, doch sie unterstützt den Film. Der Film hat übrigens nichts mit „THE CHILD" aus Italien von Aldo Lado zu tun, ich bin selbst drauf reingefallen und habe den Film deshalb auch erst sehr spät gesehen. Zusammenfassend gesamt kann man sagen, dass mir der Film ehrlich gefallen hat.

Die deutsche DVD von Marketing-Film präsentiert den Film in Deutsch (Dolby Digital 5.1 und Dolby Digital 2.0) und Englisch (Dolby Digital 2.0) sowie im Bildformat 1:1.33. Als Extras gibt es den Trailer (2:20 Min.), eine Slideshow (1:49 Min.), eine Artworks-Galerie (0:59 Min.) und sogenannte Classic-Horror-Spots (Radiospots mit eingeblendeten Zeitungswerbungen, gesamt 13:13 Min.), die klasse sind. Weiterhin gibt es drei Trailer zu „DIE AXT“ (1:54 Min., 1:54 Min. und 1:36 Min) und als letztes den Silwa-Video-Vorspann (1:55 Min.) sowie den Silwa-Video-Abspann (2:21 Min.), die wirklich Spaß machen, weil da Sascha Hehn wie ein Nachrichtensprecher die Silwa-Videoneuheiten vorstellt. (Haiko Herden)



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- Tochter des Bösen (USA 1977)