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Kick-Ass 2

(USA, England 2013)

Originaltitel: Kick-Ass 2
Alternativtitel:
Regie:
Jeff Wadlow
Darsteller/Sprecher: Chloe Grace Moretz, Aaron Taylor-Johnson, Christopher Mitz-Plasse, Jim Carrey, Donald Faison, Lyndsy Fonseca, Lindsey Booth, Yancy Butler,
Genre: - Action/Abenteuer


Nach dem Tod ihres Vaters „Big Daddy“ lebt Mindy, alias „Hit-Girl“, bei einem Pflegevater und geht mehr oder weniger brav zur Schule. Sie verspricht ihrem Pflegevater, zu versuchen, Freunde zu finden und nicht mehr als Superheldin Verbrecher zu bekämpfen. Das Getue ihrer Mitschülerinnen beginnt sie aber schnell zu nerven und als ihr ein böser Streich gespielt wird, wendet sie sich angewidert von ihnen ab. Gleichzeitig schließt sich ihr Kumpel Dave als Real-Life Superheld „Kick-Ass“ einer Gruppe weiterer Möchtegern-Helden an, um das Böse in der Stadt zu bekämpfen. Als aber der ehemalige „Red Mist“ Chris versehentlich seine Mutter umbringt, nachdem „Kick-Ass“ seinen Verbrecher-Vater schon mit einer Bazooka erledigt hatte, als Super-Bösewicht „Motherfucker“ eine Armee von Gangstern und Psychopathen um sich sammelt, um die Stadt zu vernichten, eskaliert die Lage. Wird „Hit-Girl“ zurückkehren, um „Motherfucker“ zu besiegen?

Um es vorwegzunehmen: Ja, natürlich kehrt sie zurück…

„Kick Ass“ war 2010 ein Überraschungserfolg. Die Comic-Verfilmung überzeugte durch over-the-top Action und Gewalt, die man in so einem Film kaum erwartet hätte und konnte schnell eine treue Fangemeinde für sich verbuchen. Kein Wunder, dass eine Fortsetzung schnell beschlossen war und 2013 in die Kinos kam. Und wie es für eine derartige Fortsetzung üblich ist, wurde alles bunter, größer und mit mehr Action und Schrägheit versehen. Ob das immer gut ist, kann man diskutieren. Dass ein wenig der Überraschungseffekt des ersten Teils fehlt, ist auch klar. Ein großer Action-Spaß ist „Kick-Ass 2“ aber trotzdem geworden und macht einfach gute Laune, weil alles derart überdreht und selbstironisch ist, ohne dabei zu bemüht „anders“ zu wirken, dass man im Grunde nur den Vergleich zu absurden Werken wie dem ersten „Machete“-Film ziehen kann.

Dass die FSK den Film ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben hat – Teil 1 hatte noch eine FSK 16 - liegt sicherlich daran, dass die Gewalt derart überspitzt dargestellt wird, dass man es einfach nicht mehr ernst nehmen kann, denn es geht wirklich ordentlich zur Sache. Körperteile werden abgetrennt, (CGI-) Blut spritzt in alle Richtungen und es wird mit Baseball-Schlägern und anderen Dingen geprügelt, dass es eine Freude ist. Dass hier eine 15-Jährige Hauptdarstellerin mit übelster Fäkalsprache um sich wirft und Gangster auch mal mit Nunchakus zu Brei schlägt, hätte in einem ernst gemeinten Film mit düsterer Atmosphäre sicher für eine Verweigerung der ungeschnittenen Freigabe gesorgt.

Die Handlung ist etwas episodenhaft. Einerseits spielt die Freundschaft von Dave und Mindy eine Rolle, parallel dazu versucht Mindy aber, sich in der Schule anzupassen und das zu tun, was andere 15-Jährige Teenager-Mädchen so machen. Dave hingegen will weiter als Superheld etwas gegen die Kriminalität in der Stadt tun und schließt sich mit anderen zusammen, was neben Erfolgen aber auch einige desillusionierende Rückschläge mit sich bringt. Erst als der „Motherfucker“ in der zweiten Hälfte seine Pläne schmiedet, die Stadt ins Chaos zu stürzen, laufen die verschiedenen Handlungsstränge zusammen. Durch eine tragische Wendung – ganz wie in klassischen Superhelden-Geschichten wie „Batman“ oder „Spiderman“ – entsteht eine Situation, in der die Guten sich zusammenraufen müssen, um das Böse auszuschalten. Das klingt jetzt komplexer und ernster, als es letztendlich ist und „Kick-Ass 2“ ist der quietschbunten 60er-Jahre „Batman“-TV-Serie näher als der düsteren „Dark Knight“-Trilogie unserer Tage. Was man auch daran sieht, dass der Bösewicht „Motherfucker“ eher albern und wenig ernst zu nehmen ist.

Abgesehen von der Action und Gewalt begeistert der Film aber einmal mehr durch die inzwischen 16jährige Chloe Grace Moretz als „Hit-Girl“. Sie schafft es wieder einmal perfekt, die Action-Szenen – wobei sie natürlich in vielen Stunt-Szenen gedoubelt wurde – genauso überzeugend rüberzubringen, wie den verletzlichen Teenager, der sich in der Schule als Außenseiter fühlt. Da gibt es überraschend emotionale Momente, die den Zuschauer in dem temporeichen Film hin und wieder durchatmen lassen. Auch hier gilt aber: es wird nie zu dramatisch und aufgelöst wird alles mit einer wirklich absurden Kotz- und Kack-Szene. Leute, die Furz-Witze lustig finden, werden ebenfalls bedient. Natürlich kann man mit einer 15jährigen auch schon deutlich mehr sexuelle Anspielungen im Film unterbringen, als mit einer 12jährigen. Schlüpfrig oder gar unappetitlich wird es aber nie. Ich muss aber schon zugeben, als Teenager – was lange her ist – hätte ich mich sicher ziemlich in sie verknallt. Hoffentlich bleibt sie so, wie ihre bisherigen Rollenwahl („Kick Ass“, „Dark Shadows“, „Carrie“, „Runaway Girl“…) es verspricht, statt in den kommerziell sicherlich erfolgsversprechenderen Mainstream der romantischen Komödien zu wechseln. Ob sie in einem möglichen dritten Teil von „Kick Ass“ wieder dabei sein wird, wage ich zu bezweifeln, da sie dann im Grunde zu alt für die Rolle des „Hit-Girl“ sein dürfte. Wünschenswert ist es aber allemal.

Auch wieder dabei in ihren alten Rollen sind Aaron Taylor-Johnson und Christopher Mintz-Plasse – wobei letzterer die größte Entwicklung durchgemacht hat. In Nebenrollen sind unter anderem Jim Carrey und Donald Faison (aus „Scrubs“) dabei, dazu einige Darsteller, die man aus TV und Kino schon ganz gut kennt, ohne, das sie Stars wären. Das ist alles grundsolide, aber Chloe Grace Moretz stiehlt einfach allen die Schau.

Fazit: eine absolut gelungene Fortsetzung, wiederum völlig politisch unkorrekt, abgedreht, spaßig, gewalttätig und mit vielen Anspielungen auf andere Filme und Comics. Wer Teil 1 mochte, wird definitiv auch hier seinen Spaß haben, auch, wenn man sonst Comic- oder Superhelden-Verfilmungen wenig abgewinnen kann.

Die deutsche Blu Ray Disc ist bei Universal erschienen. Die Bildqualität ist einwandfrei und bringt den knallbunten Comic-Stil gut herüber. Am Ton auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und interessanterweise Hindi gibt es auch nichts zu bemängeln, dazu gibt es zahlreiche Untertitelspuren in den wichtiges europäischen Sprachen, sowie Hindi und Arabisch. Das Bonusmaterial beinhaltet einen Audiokommentar mit dem Regisseur und den Haupdarstellern, dazu ein typisches Making Of. Einige erweiterte Szenen und ein alternativer Anfang kommen hinzu außerdem eine nicht realisierte Szene, die anhand der vorhandenen Storyboards rekonstruiert wird. Schlussendlich gibt es ein ganz interessantes Feature über die Entstehung einer Actionszene, wobei am Ende Storyboard, Stunt-Entwicklung und fertige Filmszene nebeneinander gezeigt werden, was einen guten Einblick gibt, wie ein Film eigentlich entsteht. Alles in allem also eine mehr als solide Heimkino-Veröffentlichung eines überdurchschnittlich unterhaltsamen Films. (A.P.)




Alles von Jeff Wadlow in dieser Datenbank:

- Wahrheit oder Pflicht (USA 2018)
- Kick-Ass 2 (USA, England 2013)
- Cry_Wolf (USA 2005)

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