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The Woman in the Yard(USA 2025)Originaltitel: Woman in the Yard, The Alternativtitel: Regie: Jaume Collet-Serra Darsteller/Sprecher: Danielle Deadwyler, Okwui Okpokwasili, Russell Hornsby, Peyton Jackson, Estella Kahiha, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
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Ramona lebt gemeinsam mit ihren beiden Kindern Taylor und Annie in einem abgelegenen Farmhaus. Ihr Mann David ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, sie selbst trägt die physischen und psychischen Narben und geht an Krücken. Eines Tages erscheint eine geheimnisvolle, vollständig in Schwarz gekleidete und verschleierte Frau im Vorgarten ihres Hauses, stumm und starr auf einem Stuhl auf das Haus blickend. Während Ramona versucht, ihre Familie zusammenzuhalten, rückt diese rätselhafte Besucherin im Laufe der Tage immer näher und bringt Ramonas Ängste, Schuldgefühle und unverarbeitete Trauer ans Licht...
Mit "THE WOMAN IN THE YARD" liefert Jaume Collet-Serra (bekannt etwa durch "ORPHAN") eine Horror- und Psychothriller-Mischung ab, die ich letztlich recht gelungen finde. Regisseur Collet-Serra nimmt sich Zeit, das Grauen nicht nur durch laute Schrecken zu erzeugen, sondern über Stimmung und Kameraarbeit eine fast schläfrige, dabei aber fiese Atmosphäre zu schaffen. Producerisch flankiert vom Horror-Haus Blumhouse Productions (u.a. "THE BLACK PHONE") mit einem überschaubaren Budget von etwa 12 Mio US-Dollar und einem Einspiel von rund 23 Mio US-Dollar in den USA. Die Anfangssequenz ist tatsächlich ein kleines Meisterstück des subtilen Horrors. Ramona wird gezeigt in ihrem betrüblichen Alltag, die Kinder schweigen, die Landschaft wirkt verlassen, bis eben diese Frau im Vorgarten auftritt (bzw. sitzt), reglos wie ein Denkmal und verschleiert, dass man das Gesicht nicht sehen kann. Das ist schon gruselig, trotz Tageslicht. Der Einsatz von Licht und Schatten, die Wahl der Kamera in den Außen- und Innenräumen, das alles sorgt dafür, dass man sich unwohl fühlt, obwohl äußerlich nicht viel passiert. Diese Ruhe vor dem Sturm funktioniert. Die Frau in Schwarz rückt näher. Danielle Deadwyler als Ramona gelingt es gut, die Verzweiflung und die alles überschattende Schuld ins Gesicht zu zaubern. Okwui Okpokwasili als die (anfangs) stumme Gestalt im Garten bringt eine Präsenz, die zugleich irritierend und faszinierend ist. Die Kameraarbeit von Pawel Pogorzelski trägt viel dazu bei: seine Bildsprache zeigt helles Tageslicht, das unheimlich wirkt, und später das Dunkel, das den Rest an Sicherheit zu nehmen scheint. Thematisch geht es um Trauerbewältigung, familiäre Zerbrechlichkeit, Depression und Schuldgefühlen. Im Horror versucht man ja oft, möglichst brutal und brachial zu erschrecken, doch dieses Werk wirkt fast zurückhaltend und dadurch umso ansprechender. (Haiko Herden)
| Alles von Jaume Collet-Serra in dieser Datenbank:
- Woman in the Yard, The (USA 2025) - Shallows - Gefahr aus der Tiefe, The (USA 2016) - Non-Stop (Frankreich, Großbritannien, USA 2014) - Unknown Identity (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, USA 2011) - Orphan - Das Waisenkind (Deutschland, Frankreich, Kanada, USA 2009) - House Of Wax (Australien, USA 2005) | |
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