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Die Maske des Roten Todes

(USA 1964)

Originaltitel: Masque Of The Red Death, The
Alternativtitel: Satanas - Das Schloss Der Blutigen Bestie
Regie:
Roger Corman
Darsteller/Sprecher: Vincent Price, Patrick Magee, Hazel Court, Jane Asher,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Italien im späten Mittelalter…Prinz Prospero herrscht gnadenlos über sein Volk. Als eine Seuche, genannt „Der Rote Tod“, über das Land kommt, zieht sich Prospero in die scheinbare Sicherheit seines Schlosses zurück, wo er mit allerlei dekadenten und vergnügungssüchtigen Adligen einen rauschenden Maskenball feiert. Doch trotz seines Paktes mit dem Teufel ist der Prinz nicht gegen den „Roten Tod“ geschützt. Der fröhliche Ball wird zu einem „Danse Macabre“…

Als ich „Die Maske Des Roten Todes“ – in Deutschland auch unter dem schönen Titel „Satanas – Das Schloss Der Blutigen Bestie“ bekannt – erstmals im Fernsehen sah, war ich wohl noch ein Kind, höchstens aber ein junger Jugendlicher. Sicher war es nicht der erste Horrorfilm, den ich gesehen habe, aber einer, der meinen Filmgeschmack deutlich mitgeprägt hat. Ich mochte schon immer die klassischen Gothic-Horror-Filme von Hammer Productions und da besonders die um den Grafen Dracula, aber auch die amerikanische Variante, die 1960 mit Roger Cormans „Die Verfluchten“ („The Fall Of The House Of Usher“) ihren Ursprung hatte, mochte ich immer sehr. Die Edgar Allan Poe-Verfilmungen von Roger Corman, die in rascher Folge bis Mitte der 60er Jahre kamen, sind düsterer und morbider, als die Hammer-Filme und konnte so genug Eigenständigkeit vorweisen, um nicht als Kopie der englischen Vorbilder abgetan zu werden.

„Die Maske Des Roten Todes“ war 1964 der vorletzte von Cormans Poe-Filmen und sicher einer der Höhepunkte der Serie. Das hatte viele Gründe, die opulente Ausstattung, die aufwändigen Kostüme, die wunderschönen Matte-Paintings, grandiose Studiokulissen, eine sich langsam immer mehr steigernde morbid-surrealistische Atmosphäre und natürlich Horror-Ikone Vincent Price in der Hauptrolle als Prinz Prospero. Ohne diesen grandiosen Schauspieler hätten die Poe-Verfilmungen kaum die Wirkung, die sie bis heute verbreiten. Price hat ein Charisma, das man sonst nur von großen Shakespeare-Schauspielern kennt, und das, obwohl er nicht vom klassischen Theater kommt. Mit einem Blick kann er eine ganze Gefühlswelt vermitteln, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Die teilweise fast schon bühnenartige Inszenierung – vor allem in den Szenen mit dem „Roten Tod“ am Anfang und an Ende – kommt dem theatralischen Schauspiel von Price natürlich entgegen. Aber auch die übrige Besetzung liefert einwandfreie Vorstellungen ab, obwohl die ganz großen Namen fehlen. Genre-Fans sind vielleicht noch Patrick Magee und Hazel Court ein Begriff.

Das Drehbuch hielt sich grob an die Vorlage, wobei es sich hier um eine Kurzgeschichte von Poe handelte, so dass die eine oder andere Nebenhandlung und zusätzliche Frauenrolle eingebaut werden musste, um auf Spielfilmlänge zu kommen. Das stört aber nicht so sehr, da zum einen das breite Kinopublikum wahrscheinlich die originale Geschichte sowieso nicht kannte und der gruseligen Atmosphäre sowieso alles andere untergeordnet wurde. Dabei wirkt das Tempo des Films aus heutiger Sicht fast schon behäbig, aber gerade dadurch steigert sich das Grauen immer mehr bis hin zum Höhepunkt, dem „Tanz des Todes“. Die ausschweifenden Bilder wurden übrigens von Kameramann Nicholas Roeg eingefangen, der später selbst als erfolgreicher Regisseur Klassiker wie „Wenn Die Gondeln Trauer Tragen“, „Der Mann, Der Vom Himmel Fiel“ und „Aria“ drehte.

Was „Die Maske Des Roten Todes“ von anderen Gothic-Horror-Filmen der damaligen Zeit abhebt, sind einige sehr surrealistische, fast schon ins psychedelisch-gehende Szenen, die für die frühen 60er Jahre noch recht ungewöhnlich waren und eigentlich erst Ende des Jahrzehnts massiv in Filmproduktionen Einzug hielten. Einmal mehr hat Roger Corman also seinen guten Instinkt bewiesen, was kommerziell Erfolg versprechende Ideen angeht. Da er auch noch stets preiswert produziert hat, kamen seine Filme meist schnell in Gewinnzone. Dass dabei auch noch filmtechnisch und inhaltlich solide Filme und der eine oder andere echte Klassiker herauskamen, kann nicht jeder Regisseur von sich behaupten.

Dieser Film gehört allemal in die Kategorie. Und weil Corman wohl selber erkannt hatte, dass sich das Thema kaum noch steigern lassen würde, endete seine Serie von Edgar Allan Poe-Verfilmungen nach einem weiteren Film.

Koch Media hat „Die Maske Des Roten Todes“ in einer wunderschönen 2-Disc-Edition auf den Markt gebracht, die für Fans und Sammler kaum einen Wunsch offen lässt. In sehr guter Bildqualität – der Film ist fast 50 Jahre alt – und herrlichen Farben und ohne übermäßig viel eingesetzte Filter erstrahlt der Film auf Blu Ray, wie man ihn im Fernsehen wohl noch nie gesehen hat. Der deutsche und englische Ton kommt in gutem 2.0-Sound, dazu gibt es die entsprechenden Untertitel-Spuren.

Der Film darf praktisch als ungeschnitten gelten. Es fehlt lediglich eine wenige Sekunden lange Szene, in der die Hauptdarstellerin in ein Bad geworfen wird und dabei Sekundenbruchteile die nackte Brust zu sehen ist. Diese Szene fehlt praktisch weltweit bei fast allen Fassungen und wurde wahrscheinlich schon direkt nach der Produktion herausgeschnitten. Zur damaligen Zeit war eine nackte Brust – auch, wenn man sie nur erahnen kann – noch ein Politikum in den USA. Die Szene ist in normaler Bildauflösung im Bonusmaterial der Blu Ray enthalten, wobei man sie auch noch zusätzlich in Einzelbildschaltung vorführt. Laut Label war die Qualität beim Erstellen des HD-Masters so pixelig, dass man sich entschieden hat, sie nicht wieder einzufügen. Dazu gibt es eine umfangreiche Bildergalerie mit wunderschönem Original-Plakatmotiven, Werbematerial und Aushangfotos. Schade, dass man nicht eines dieser Motive für das Cover genutzt hat, denn dieses ist der einzige winzige Kritikpunkt. Zusätzlich enthält die Blu Ray noch eine kurze Einführung durch den Synchronregisseur Arne Elsholtz und den alten deutschen Vorspann.

Wirklich aufregend wird es aber erst auf der zweiten Disc, die als DVD einen Haufen weiteres Bonusmaterial bietet. Da ist ein umfangreiches Interview mit Roger Corman von 2002, in dem der sympathische Regisseur eine Menge über die Produktion des Films erzählt. Deutsche Untertitel sind da selbstverständlich. Dann folgt ein Interview mit dem Synchronregisseur Arne Elsholtz (Synchronstimme von unter anderem Tom Hanks und Bill Murray), der viel über sich und seine Arbeit erzählt und natürlich auch über den Film. So etwas finde ich immer hochinteressant. Dieses Interview wurde extra für diese Veröffentlichung produziert und zeigt, wie viel Mühe man sich bei Koch Media gegeben hat. Im Zentrum des Bonusmaterials steht aber natürlich das über 50minütige TV-Special „An Evening Of Edgar Allan Poe“ mit Vincent Price als Sprecher von 1972. Im Grunde handelt es sich um vier Poe-Kurzgeschichten die von Price in hübschen Kulissen vorgetragen werden. Eine Perle für alle Fans, trotz der durchwachsenen Bildqualität. Schließlich darf man noch die aufs wesentliche gekürzte Super-8-Fassung von „Die Maske Des Roten Todes“ bewundern. Diese Super-8-Fassungen sind stets ein liebenswerter Bonus, zeigen sie doch, dass eine Geschichte auch in weniger als 20 Minuten erzählt werden kann. Daran sollten sich heutige Regisseure, die ihre Filme auf über zweieinhalb Stunden strecken ein Beispiel nehmen. Schlussendlich gibt es als DVD-Rom-Part auch noch den amerikanischen Comic zum Film als PDF-Datei.

Koch Media hat mit dieser Special Edition einmal mehr eine vorbildliche Veröffentlichung auf den Markt gebracht. Fans von Vincent Price im Speziellen oder Gothic-Horror im Allgemeinen müssen hier auf jeden Fall zugreifen und man wünscht sich, dass auch die anderen Poe-Filme irgendwann mal in ähnlicher Aufmachung erscheinen. (A.P.)




Alles von Roger Corman in dieser Datenbank:

- Nightmares In Red, White And Blue (USA 2009)
- Cannonball (USA 1976)
- Maske des Roten Todes, Die (USA 1964)
- Folterkammer des Hexenjägers, Die (USA 1963)
- Terror, The (USA 1963)
- Lebendig begraben (USA 1961)
- Lebendig begraben (USA 1961)
- Little Shop of Horrors, The (USA 1960)
- Vermächtnis Des Professor Bondi, Das (USA 1959)
- Letzten Sieben, Die (USA 1956)

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