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Für eine Handvoll Dollar

(BRD, Frankreich, Italien 1964)

Originaltitel: Per un pugno di dollari
Alternativtitel:
Regie:
Sergio Leone
Darsteller/Sprecher: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy, Sieghardt Rupp, Joseph Egger, Antonio Prieto, José Calvo, Margarita Lozano, Daniel Martín,
Genre: - Western


Ein Fremder kommt in eine kleine Stadt inmitten der amerikanischen Wüste. Diese ist alles andere als idyllisch, denn zwei Gangsterbanden regieren hier und bekämpfen sich bis auf das Blut. Der Fremde sieht hier seine Chance, an viel Geld zu kommen und so bietet er seine Dienste sowohl der einen, als auch der anderen Seite an. Beide Seiten stellen ihn für ein hohes Gehalt an und nun beginnt er, sie gegeneinander auszuspielen. Es läuft sehr gut, doch dann treten Ereignisse auf, die ihm gefährlich werden könnten…

Die Geschichte an sich ist sehr schnell erzählt. Sergio Leone, der bis dahin nur in zwei Monumentalfilmen Regie führte, sah Akira Kurosawas Samurai-Film „YOJIMBO .- DER LEIBWÄCHTER“ im Kino und war so fasziniert von der Geschichte, dass er sie adaptierte und in eine Westernumgebung, denn Western mochten zu dieser Zeit alle, einpasste. Er ließ zwar noch ein paar Szenen dazu schreiben, doch die Handlung ist trotzdem sehr ähnlich geblieben. Dazu holte er sich einen aufstrebenden US-Schauspieler, nämlich Clint Eastwood, der im Endeffekt durch diesen Film zu Weltruhm und Starehren gelangte. „FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR“ hat alles, was ein gehobener Italowestern benötigt: Eine kaputte, zerschlissene und einsame Westernstadt, einen coolen und wortkargen Helden, Gewalt, fantastische Musik (Ennio Morricone lieferte hier eines seiner Meisterstücke ab) und eine hervorragende und ausgefeilte Soundkulisse. Sergio Leone hat hiermit einen Film geschaffen, der zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist, auch wenn es sich nur um ein Remake handelt. Der Regisseur hat vor allem in der Optik und im Sound der ganzen Sachen seinen eigenen Stempel aufgedrückt.

Paramount präsentiert diesen Film sowohl als Doppel-DVD als auch als 4 Disc -Double Movie Collection zusammen mit dem zweiten Teil „FÜR EIN PAAR DOLLAR MEHR“. Der erste Teil ist in Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono) und Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono, Dolby Digital 5.1 Upmix) sowie im Bildformat 1:2.35 (16:9 anamorph). Untertitel sind in Deutsch und Englisch verfügbar. Die erste Disc enthält den Film in der restaurierten Fassung in 24psf 1080 High Definition. Auf der zweiten Disc befindet sich ein Interview mit Sir Christopher Frrayling, dem Biographen von Sergio Leone (21.17 Min.), ein Interview von 2003 mit Clint Eastwood (7:54 Min.), ein Interview unter der Überschrift "Tre Voci - Drei Freunde erinnern sich an Sergio Leone" (10:27 Min.), eine Doku über die Restauration des Filmes (5:23 Min.) und ein paar Drehortvergleiche (4:49 Min.). Weiter geht es mit 10 Radiospots, dem Original-Kinotrailer (2:16 Min.), einen "Double Bill"-Trailer für Teil 1 und 2 (1:51 Min.), ein Schnittvergleich mit der US-Fassung, einen DVD-Promo-Traile sowie Infos zum Transfer und zum Mastering. (Haiko Herden)
Der wilde Westen. Der Fremde kommt nach San Miguel, nahe der mexikanischen Grenze. Hier ist es nicht sehr angenehm, denn in der kleinen Stadt bekriegen sich die Banden der Baxters und der Roccos, beide verdienen sich ihr Geld mit Alkohol. Waffen und Mord. Der Fremde sieht darin persönliche Vorteile. Nach und nach spielt er die Banden gegeneinander aus, einer nach dem anderen stirbt und die letzten stehen ihm bei einem letzten Duell gegenüber...

Die Story können wir an dieser Stelle gerne einmal so kurz halten, denn im Grunde ist sie auch nicht sehr ausufernd. Es war die Zeit der Western und in den USA ist gerade der Fim „DIE GLORREICHEN SIEBEN“ angelaufen, der auf der Geschichte von Akira Kurosawas „DIE SIEBEN SAMURAI“ basierte. Italien ist filmtechnisch ja immer gerne auf einen erfolgreichen Zug aufgesprungen (und hat meist bessere Ergebnisse hervorgebracht als Hollywood) und so wollte Sergio Leone die Geschichte von „YOJIMBO – DER LEIBWÄCHTER“, ebenfalls von Akira Kurosawa verfilmen und die Geschichte in den Wilden Westen transportieren. Mit günstigen Schauspielern, Clint Eastwood war zu dieser Zeit noch kein Star, drehte man einen günstigen Film und eröffnete den Startschuss für eine Unzahl italienischer Western. „FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR“ begründete auch den unmoralisch-politisch-unkorrekten Western, der keine Helden hat, der brutal ist, unmenschlich und wo keine edlen Motive die Story verwässern. Der Film ist sicherlich nicht das Meisterwerk von Sergio Leone, aber ganz klar ein filmgeschichtliches Kunstwerk. (Herr Krüger)



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